Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Something is rotten in the State of Denmark

Wir vermeinen die nördlicheren Breitengrade bereits hier heroben an der Nordsee festzustellen. Jedenfalls will es scheinbar nie dunkel werden. Gestern war es selbst um halb Zwölf des Nachts noch dämmerig. Wir konnten das Spektakel allerdings nicht mehr bis zur völligen Dunkelheit empirisch untersuchen, da uns die Müdigkeit und mit ihr der Schlaf nach dem doch intensiven Tag auf Amrum einholte. Dabei wäre derzeit der Komet C/2020 F3 sichtbar. Müssen den dann schon noch sehen. Derlei Dinge träumend schrien mir gefühlt nur Minuten später gar mannigfaltig Vögel ins Ohr und da dämmerte mir, dass es schon wieder dämmerte. Wohlan. Auf, schliesslich sind wir nicht zu unserer Bespassung hier, denn heute gülte es zu schauen, ob sie uns in Dänemark reinlassen.

Einst waren es die Dänen, respektive deren Vorfahren, die man vielerorts lieber nicht reingelassen hätte. Allerdings fragten diese gar nicht erst, sondern brandschatzten und raubten sich quer durch alle möglichen Lande. Es hätte offenbar nicht viel gefehlt und Grossbritannien wäre heute dänisch. Allein darum schon wollen wir uns das Land mal besehen gehen. Ob die noch immer so krass drauf sind?

Ob sie uns wohl über die Grenze lassen?

Vor uns die dänische Grenze. Doch, da stehen welche. Die PKWs winken sie durch, die Wohnmobile nicht. Und es kam, wie es kommen musste, wir wurden rausgenommen. Alkohol- und Drogenkontrolle, Fahrzeuggewicht messen, Reifendruck prüfen, doch, wir wissen, wie das Pannendreieck aufzustellen ist, nein, der Wagen gehört uns wirklich und vorbestraft sind wir auch nicht. Auf die Geschichte mit den Latexhandschuhen will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Just kidding, rausgenommen wurden wir zwar tatsächlich, aber der uniformierte Herr wollte lediglich die Covid-bedingten Nachweise sehen, dass wir mindestens sechs Nächte in Dänemark bleiben würden. Was das gegen Sars-CoV-2 nützen soll, entzieht sich mir zwar bis dato, aber wir haben dermassen viele Campingplatzreservierungen, dass er rasch das Interesse verlor und uns eine schöne Weiterreise wünschte.

Wir haben’s über die Grenze geschafft!

Wir sind nun also in Dänemark und unser Van erstmals in Skandinavien. Wikinger sahen wir jedoch (noch?) keine. Sind wohl brandschatztend und raubend auf Achse. Uns soll es recht sein. Die Fahrradfahrer tragen auch keine Helme. Auch nicht solche mit Hörnern. Die Wikinger trugen zwar Helme, diese hatten jedoch keine Hörner drauf. Das Bild hält sich bloss wegen dem Herrn Richard Wagner hartnäckig. Der wollte das nämlich so. Der Mann war auch sonst nicht über alle Zweifel erhaben. Musik konnte der zwar weltmeisterlich, aber ansonsten? Antisemit. Mit solchen wollen wir nichts zu tun haben. Aber ich schweife ab.

Über den Damm auf die Insel Rømø

Wir starten sanft in Dänemark. Mit der Insel Rømø. Man sollte ja nicht zu steil einsteigen. Weit gefehlt, es herrscht eine riesen Kilbi beim Lakolk-Strand. Musste die 3.5 Tonnen Kasten zwischen Fussgängelnden, Fahrrad Fahrenden (ohne Helme), Hunden und Anderem mehr durchmanövrieren, bloss um zur Rezeption des Campingplatzes zu gelangen. Sie gaben uns eine Karte des Campingareals mit an die Hand. Das war auch gut so, wir hätten den reservierten Platz sonst kaum gefunden. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch Täler von Wohnwagen, durch ein Sin City aus Zelten und Wohnmobilen. Gut, dass wir uns den Luxus eines etwas teureren Platzes am Rand des Geländes geleistet haben. Auf diese Weise sind wir bloss von drei Seiten umzingelt und sehen gegen das Meer hin etwas Natur.

Fertig eingerichtet

Ob Shakespeares Worte, welche sein Marcellus in Hamlet an Horatio richtete, zutreffen, dass also etwas verrottet sei im Staate Dänemark, können wir noch nicht beurteilen. Aber wir sind ja auch erst angekommen.

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