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Stefan & Steffu's travels

In Bruges

Wenn Du, sagen wir mal in Köln übernachtest und am Morgen weiterreisen willst, und den Wecker beizeiten stellst, gibt es ein gemütliches Abreisen, Frühstück inklusive. Wenn Du aber am Vorabend dämlich genug warst, Deine Kreditkarte in einem Geschäft liegen zu lassen oder was weiss ich und das erst anderntags kurz vor der Abreise bemerkst, ja, dann ist Alarm im Hause. Ich Huhn also horizontal zurück ins Geschäft galoppiert, könnte ja sein. War aber leider nicht – ehrlich gesagt finde ich, ich hätte es auch nicht verdient, so blöd, wie ich mich angestellt habe. Praktisch wäre es aber schon gewesen, wenn ich meine Kreditkarte von dort wieder hätte mitnehmen können. Sie hatten zwar deren zwei, aber eben nicht meine und eine fremde bringt mir irgendwie ja auch nichts. Mist!

Heute Morgen bot sich der Dom im besseren Wetter an

Auf dem Rückweg an den Bahnhof malte ich mir aus, wie viel ein potenzieller Nutzer wohl unterdessen bargeldlos Ware einzukaufen im Stande gewesen sein könnte – bis zur Meldung haften ja bekanntlich die Kartenbesitzenden. Ein Anruf brachte aber zu Tage, dass keine Belastungen erfolgt sind. Wo die Karte nun wohl liegen mag? Jedenfalls hatte ich Glück im Unglück und eine neue Karte ist auch unterwegs.

In dieser Stadt weiss man fast nicht wo hinschauen

Wenigstens bin ich schlau genug, nie ohne Backup zu reisen, dafür reicht es offenbar doch noch. Also reise ich nun mit der TravelCash-Karte weiter, bis die neue Kreditkarte eintrifft.

Am Weihnachtsmarkt werden leckere und schnelle Speisen angeboten – das passt, ich will die Stadt beschauen

Selfie im Regen vor dem Stadsbestuur

Als ich alles organisiert hatte, die belgische Grenze liegt bereits hinter dem Zug, traf ich auch schon in Bruxelles-Nord ein. Derweil ich diese Zeilen hämmere, scheint der Zug auch bereits im Landeanflug auf Bruges zu sein. Also raus aus dem Wagen. Beim Ausstieg hielt ich hurti einen Schwatz mit einem amerikanischen Paar, schwärmte ihnen von der Stadt vor und empfahl ihnen wärmstens den Film „In Bruges – Shoot first. Sightsee later.“ Ob ich hier einen der beiden Hauptakteure, Colin Farrell oder Ralph Fiennes, wohl antreffen werde? Den Film schaue ich mir heute Abend jedenfalls gleich nochmal, wenn ich schon hier bin, der ist nämlich sagenhaft.

In Bruges – ein sagenhafter Film

In der Steenstraat

Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass mir das alleine Reisen definitiv nicht so gefällt. Es hat etwas weil du da machen kannst wie du willst, das schon, aber dennoch. In Brugge aber vergisst man das ganz schnell, weil die Stadt dermassen etwas von schön ist, dass sie schon schwer kitschig ist. Ist aber nicht Disneyland wie andernorts, sondern echt. Wunderbar.

Majestätisch erhebt sich der Belfort über das nächtliche Brugge

Das denken die anderen Zehntausendschaften wohl auch, die hier derzeit durch die Strassen strömen. So viele Leute habe ich noch selten gesehen. Ich glaube kaum, dass ich Colin Farrell bei den vielen Leuten antreffen werde. Aber wer weiss …

Provinciaal Hof und Belfort

Vielleicht gehe ich morgen in der Früh vor meiner Weiterfahrt nochmals ins Zentrum, liegt ja gleich ums Eck. Dann hat es sicherlich kaum eine Menschenseele. Wann geht eigentlich mein Zug?

Wie in einem Märchen

Das Wetter hier ist nicht ein Prozent normal. Als ich eintraf regnete es, plötzlich war der Himmel stahlblau und ein paar Minuten später schiffte es wieder wie Aff. Dann Hagel mitsamt Sturm und jetzt ist es wieder blau. Stimmt bereits wieder nicht, es pisst bereits wieder. Wollte eigentlich gerade raus, aber ich lass das noch einen Moment. In zehn Minuten ist es bestimmt wieder sonnig. Nicht ganz sauber, die Belgier.

Hübsches Häuserensemble

Schirm und Halter kommen bei dem Luft hier ämu schwer an ihre Belastungsgrenze, aber ich staune gob der Qualität dieses Geräts. Es war seiner Leichtbauweise mit einem Bantamgewicht von gerade mal 120 Gramm entsprechend zwar sehr teuer, scheint dafür aber Einiges zu bieten. Hoffentlich lasse ich den dann nicht auch noch liegen. Ich bin noch immer etwas säuerlich über mich. Im Fall. Aber besser drauf bin ich allemal als Colin Farrell im Film, der war schwer niedergeschlagen. Volle hundert Minuten. Aber man versteht das, hat er doch … nein … ich spoilere da nichts.

Am Marktplatz

Kleine, aber durchaus hübsche Bleibe für die Nacht in Bruges

Bei Booking.com kann man offenbar auch zu spontan sein. Ich staunte gestern Abend beim Buchen nicht schlecht über die Preise in Bruges für ein Dach über dem Kopf. 250 € aufwärts. Ein Zimmer mitten in der Stadt war jedoch für schon fast lachhafte 72 € zu haben. Da sputete ich mich das zu buchen, es war das letzte freie in dem Hotel. Ich erwartete daher nicht allzu viel und war nach dem Einchecken angenehm überrascht. Das Kämmerchen ist zwar klein, aber total hübsch eingerichtet, überhaupt cozy und sauber. Was will ich mehr!

Für ein Pult reicht der Platz dann aber beim besten Willen nicht. So sitze ich nun in einer Beiz, schreibe gemütlich am Blog und geniesse einen Cappuccino. In Bruges.

Der Blogger geht seiner Tätigkeit nach

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