Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Adieu

Unsere Grillmeister heizen kräftig ein

Rückreisetage können etwas Bemühend-Melancholisches haben. Die Reise ist zu dem Zeitpunkt nämlich futsch. Allein fand ich das Bungalow dann so toll auch wieder nicht und die Matratze liess den Schlaf nicht eben erholsam sein. Dann doch lieber die Bico zu Hause. Also auf und raus aus der Fünf-Quadratmeter-Besenkammer von einem Zimmer und Bungalow rausgekehrt und gewischmoppt.

Das Grillgut kommt gut, bald sind wir bereit für das Essen

Das Apérobuffet ist eröffnet

Santé

Um 09:30 checkten wir mit zumeist präemptiv akademischer Verspätung aus, aber diese war eingeplant und den Weg an den Bahnhof durch Sand und über zwei Höger kennen wir nun zur Genüge.

Gemütliches Beisammensein unter dem nächtlichen Himmel von Arcachon

Ich bin der Meinung, für diese Reise nun genug getextet zu haben. Wollen wir nicht die jungen Leute zu Wort kommen lassen? Wir haben uns dazu einige Interviewfragen ausgedacht.

Geputzt, gepackt, reisebereit

Wir verlassen den Campingplatz unter dem gestrengen Blick des Camping-Katers

An dieser Stelle verabschieden wir uns für diese Reise, aber bleibt dabei, liebe Leute! Ab Dienstag werden wir aus einem ganz anderen Land und über ein neues Abenteuer berichten!

Was gefällt Dir an der französischen Kultur?
Im Zug hatte ich eine Begegnung mit einer Frau und einer Freundin von ihr. Zu Beginn der Fahrt hat sie ziemlich sicher einen Witz über mich gemacht, den ich jedoch nicht verstehen konnte, weil ich nicht gut Französisch kann. Im Nachhinein war ich jedoch froh darüber, denn dadurch habe ich mich später, als mir aus Versehen mein Frischkäse auf ihren Fuss fiel, weniger schlecht gefühlt. Sie hat gut darauf reagiert, indem sie nur gelacht hat und das gefällt mir an der französischen Kultur. Mir ist natürlich klar, dass nur eine Person nicht wirklich repräsentativ für eine ganze Kultur ist, jedoch ist meine einzige andere Begegnung, einem Obdachlosen, der mich angepöbelt hat, nicht wirklich hilfreich um diese Frage zu beantworten.

Timon

Was kommt Dir spontan in den Sinn, wenn Du an Paris denkst?
Ich persönlich assoziiere mit Paris automatisch den Eiffelturm, Crêpe und Baguette. Zwar die beiden letzteren sind zusätzlich typisch Frankreich und auch leckere Speisen, aber sie machten das Paris-Flair komplett. Paris hat mir sehr gefallen und ist definitiv immer eine Reise wert!

Michelle

Was hat Dir an Paris am besten gefallen?
Paris ist eine Stadt der Kontraste. Es ist sehr beeindruckend, wenn man an einer Haltestelle eine Werbung von einer Luxusmarke sieht (wie Gucci oder Balenwaga) und nebenan auf der Bank ein Obdachloser schläft. Manchmal sieht man auf dem Boden unter der Bank sein nicht fertig verdautes Abendessen.

Artem

Inwiefern wäre Frankreich heute anders, hätte es die Revolution nicht gegeben?
Wow, eine Frage, die sich wahnsinnig vielseitig beantworten lässt. Ich denke, der wichtigste Aspekt ist, dass es keinen absoluten Herrscher mehr gibt, wodurch Frankreich sich wesentlich besser entwickeln konnte. Abschliessend lässt sich sagen, dass es wohl vor allem den Leuten weniger gut ginge ohne die Revolution.

Linus

Wovon könnte sich unsere Kultur von der französischen eine Scheibe abschneiden?
Offene Bahnhöfe, mehr Crêpes-Stände, Gelassenheit bei Menschenstau im Bus, beziehungsweise im ÖV, Métro, Freundlichkeit auf dem Campingplatz, mehr Flohmärkte und mehr öffentliche Abendaktionen (Strassenkonzerte etc.).
Hinggen wären breitere Gehwege, ein weniger aggressiver Fahrstil, weniger Strassenverkäufer (v. a. in Paris) und bessere Wasserleitungen sowie mehr Hygiene in öffentlichen Toiletten gut.

Patricia
Les maisons Belle-Époque d‘Arcachon

Was ist am politischen System der Schweiz besser als am französischen?
Im politischen System der Schweiz hat es im Gegensatz zum französischen keinen Präsidenten. Die drei Gewalten sind alle gleich mächtig. In Frankreich hingegen hat es eine starke Exekutive. Dort ist die Macht zwischen dem Präsidenten der Republik und der Regierung aufgeteilt.

Maria

Was gefällt Dir am der französischen Sprache?
Französisch als Sprache der Liebe ist weltweit für ihre facettenreiche Schönheit berüchtigt. Ihr entzückender Klang des Wortflusses verleiht der Sprache einen einzigartigen Charme. Neben der Sprachmelodie, die mir gefällt, finde ich den Akzent, den die Franzosen beim Ausüben der deutschen oder englischen Sprache pflegen, bezaubernd. Trotz der anspruchsvollen Grammatik mit all ihren Regeln und den etlichen Ausnahmen ist es lohnenswert, die französische Sprache zu erlernen!

Elena

Was könnte Frankreich besser tun?
Zum ersten möchte ich sagen, ein Land ohne Flaws ist und bleibt eine Utopie. Doch meiner Meinung nach müsste man die Politik umkrempeln, da es zentralistisch zu langsam ist. Zum anderen ist die Arm-und-Reich-Schere zu schliessen, damit Paris auch ausserhalb des Eiffelturm noch schön ist. Das Wasserproblem beheben, durch nicht ständiges Bewässern der Strassen.

Jan

Was hat Dir an dieser Reise am besten gefallen und wieso?
Für mich war der Surfkurs das absolute Highlight dieser Reise. Ich weiss, dass vielleicht nicht alle dieselbe Meinung teilen wie ich, aber nachdem Surfen wurde mir bewusst, dass Surfen einer der schönsten und schwierigsten Sportarten dieser Welt ist.

Davide

Welche Französin oder welcher Franzose ist für Dich ein Vorbild und warum?
Die Barista im Bahnhof Bordeaux. Sie hatte eine bemerkenswerte innere Ruhe & und hatte unsere fünf Kaffees innerhalb von 15 Minuten serviert.

Jana

Was magst Du an Frankreich?
Ich mag die Stimmung unter den Franzosen / Französinnen, charmant und zuvorkommend, aber manchmal auch etwas temperamentvoller. Gerade in einer Stadt wie Paris merkt man: Da läuft etwas, da ist etwas los.

Jascha

Sollte Frankreich seine Überseegebiete aufgeben und was wären die Folgen?
Nach dem 2. Weltkrieg wurden Frankreichs Kolonien aufgegeben. Warum sollten sie dann weiterhin Gebiete besitzen, die nicht einmal ihnen gehören? Frankreich ist keine Weltmacht mehr, weshalb ihre Überseegebiete lediglich Andenken einer längst vergangenen Zeit darstellen.

Christian

Könntest Du Dir vorstellen in Paris zu leben?
Paris, die Stadt der Liebe. Eine enorme Metropole mit Millionen Touristen jedes Jahr. Moderne Gebäude neben heruntergekommenen Baracken. Die Stadt ist überfüllt und voller Gegensätze. Aus diesem Grund ist das Leben in einer Grossstadt immer ziemlich anstrengend. Die kleine Stadt Bern ist da einiges gemütlicher. Es ist alle vorhanden, was einen guten Lebensstandard verspricht. Auch die geografische Lage Berns ist viel besser. In einer Stunde erreicht man jede grössere Stadt. Anschliessend kann ich festhalten, dass ich es sehr schätze eine Stadt wie Paris in der Nähe zu haben, um ab und zu als Tourist in der Stadt zu leben. Als Wohnort ziehe ich aber unser kleines schweizer Städtchen der Millionenstadt vor.

Eric

Könntest Du Dir vorstellen, in der Region um Arcachon zu leben?
Da mir Arcachon sehr gefiel, wäre es durchaus ein Ort an dem ich leben würde. Jedoch gefällt mir Bern als Wohnstandort besser, da Arcachon sehr abgelegen ist. Zusätzlich will ich nicht auf das gute Leitungswasser der Schweiz verzichten und die schweizer Lebensmittelqualität scheint mir besser. Deshalb lässt sich abschliessend sagen, dass ich momentan noch lieber in Bern lebe, ich es mir jedoch vorstellen könnte zu einem späteren Zeitpunkt in Arcachon zu leben.

Niklas

Welche auf dieser Reise gemachten Erfahrungen werden Dir künftig nützlich sein?
Der Surfkurs kann/wird mir für weitere Surferlebnisse eine gute Basis bieten.
Mir ist aufgefallen, dass ich mich für meine eigentlich jahrelange Übung in Französisch ziemlich schlecht verständigen kann. Ergo: Mehr aufpassen im Französischunterricht.
Das französische Leitungswasser ist nicht vergleichbar mit dem aus der Schweiz.

Lena Sophie

Was hältst Du vom Prunk Versailles?
Ich persönlich kann die Begeisterung an der riesigen Anlage nicht mit Ludwig teilen. Es hat mich zwar schon beeindruckt, aber ich würde nicht in einem solchen Schloss wohnen wollen: Erstens wäre es mir zu peinlich & zweitens habe ich lieber Minimalismus. Aber weil es ein König vor einiger Zeit war, vergebe ich ihm, jedem das seine. Es ist halt wie ein Statussymbol mit welchem man protzen kann, so wie heutzutage ein schnelles Auto.

Tobias

Wie hast du das Surfen erlebt?
Das Surfen war für mich eines der Highlights der Maturareise. Das Gleiten auf dem Wasser war für mich ein Gefühl von Freiheit und Schwerelosigkeit. Das Reiten auf der Welle ist sogar so gut wie allen gelungen was mich sehr beflügelt hat, denn somit hat es wahrscheinlich allen spass gemacht. Abgesehen davon tat die Nasenspülung all den Kranken gut.

Paul

Welche Gedanken sind dir beim Erklimmen der Dune du Pilat durch den Kopf gegangen?
Neben einigen anderen Dingen wie der Neugier auf den Ausblick und dem Gewicht meines Rucksacks, musste ich an eine Mathematikaufgabe denken. Diese lautete folgendermassen: Eine Person ist daran die Dune du Pilat zu besteigen. Pro Minute macht die Person 10 Schritte. In einem Schritt legt die Person 0.9 Meter zurück. Bis zum Gipfel der Sanddüne sind es noch 50 Meter. Leider rutscht die Person im sandigen Untergrund bei jedem Schritt, den sie macht, 0.4 Meter wieder zurück. Wie lange dauert es, bis die Person den Gipfel der Düne erreicht?
(Antwort: 10 Minuten 😉)

Victoria

Was könnten wir das nächste Mal bei dieser Reise verbessern?
Einer der anstrengendsten Tage, nämlich der Ausflug nach Bordeaux, nicht am letzten Tag vor der Abreise nach dem gemeinsamen Abschlussabend durchführen.
Nicht durch Bordeaux rennen! Zeit um Kleinigkeiten zu geniessen ist wichtig.
Ein anderes Hotel suchen.
Bei diesem Campingplatz Velos länger mieten – bei dem doch eher langen Weg zum Strand oder zum Einkaufszentrum wären wir dadurch mobiler.

Lara

Was wird Dir fehlen, wenn Du daran denkst, dass Du das Gymnasium bald abschliessen wirst?
Auch wenn es banal klingt, werde ich es vermissen, täglich meine Freunde zu treffen und mit ihnen Zeit zu verbringen. Denn das Gymnasium ist gezwungenermassen ein grosser Treffpunkt.

Simon

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