Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Biscaya

Ab zur Plage de Salie

Surfen, sagt Wikipedia, sei ein Wassersport, bei dem die dynamische Form einer Wasserwelle ausgenutzt werde. Die heutige Form stamme von den Inseln Hawaiis. Stimmt, diesbezüglich sind sie ja ganz wilde Hühner dort. Surfen, so lernte ich weiter, gilt des hohen Verletzungsrisikos wegen als Extremsportart. Die meisten Verletztungen entstünden durch Kollisionen. Damit sind wohl Kaltverformungen des eigenen Körpers oder Teilen desselbigen gemeint. Meist ist es das eigene Brett, das sich gegen einem wendet. Karma f***! you. 

Dann kann man natürlich auch Seekrank werden. So wie wir heute. Und zwar auf der fünfzigminütigen Busfahrt von Arcachon nach der Plage de la Salie. Der Bus war zum bersten voll und die Busfahrerin wäre auch als Chauffeuse Erde – Hölle geeignet. Einfach versteht sich. 

Bereit für die Wellen

Als wir dem Gefährt vor Ort entstiegen, bewegte sich der Boden noch eine Weile weiter. Beim heiligen Neptun. Aber nichts ist gratis und das ist ja schliesslich eine Art Arbeitszeit hier. Also ab zu den französischen Surferboys und Bretter und Leashes (Aus. Legropes) ausgefasst. Feuchte Neoprenanzüge sind auch eine schöne Sache, vor allem, wenn man nicht in seinen eigenen hineinmuss. Eine Biologieprofessorin hat mir mal an einer Vernissage gesagt, dass sich mehr als 270 Bakterienarten in einem einzigen Neoprenanzug halten könnten. Aber Bakterien haben wir ja auch in uns drin, und zwar ein paar Kilogramm, und die brauchen wir sogar und sowieso sind Bakterien bio und bio ist gut. Das ist bekannt. 

Irgendwie passt man da schon hinein

Die Wellen fanden draussen im Meer statt, wie sie es gemeinhin zu tun pflegen, ausser es ist gerade Tsunami, aber dem war heute nicht so. Also gingen wir zur See, Bretter wie angekettetes Treibgut hinterherziehend. Am Strand war dann aber erst mal einturnen angesagt. Es gibt nichts besseres, als wenn Franzosen englisch sprechen. Ich lege mir jetzt dann auf Reisen auch einen solchen Akzent zu. Einfach nur, weil man diesen pflegen sollte. Das wäre mal eine Kandidatur für das immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO. 

Surfer-Halbkreis

Die richtige Surfhaltung will gelernt sein

Letzte Hinweise vor dem ersten Wellenritt

Alles klar? Ja dann kann‘s los gehen

Dann ging es raus auf‘s Meer. Ich surfte nicht mit, hütete dafür alle möglichen, mir anvertrauten Gegenstände – eine Kamera (Sony Alpha) mit zwei Objektiven (Weitwinkel und Tele), eine Sonnenbrille (CHF 10.—, Kaufhaus vergessen), drei iPhones, ein Büchergestell (leer) und einen Davoser-Schlitten. Wie zum Geier kommt ein Davoser-Schlitten an die Biscaya? Egal, ich muss nicht alles verstehen und vielleicht reist ja jemand direkt weiter in die Berge. Also nahm ich die Gegenstände und legte mich auf den Schlitten und mit demselbigen in den Schatten des Jeeps der Surfschule. 

Auf Wellenjagd

Macht mächtig müde, sich in die Wellen zu werfen

Erschöpft aber glücklich

Surfschülerinnen und -schüler hätten das sehr gut gemacht, wie einer der Surflehrer zu Stefan gesagt haben soll. Vom Strand aus sah es auch so aus. Nur ein paar (Lach-?)Möwen lachten dann doch etwas unverschämt. Ich verscheuchte sie. Sollen sie woanders lachen. Ist doch wahr. Kommt mir in den Sinn, dass über Möwen bereits an anderer Stelle berichtet wurde (siehe Blogbeitrag La Serenissima). 

Eine Zuerst-öffnete-der-Chauffeur-den-Bus-gar-nicht-weil-Kunden-stören-und-dann-war-Alles-voll-und-Dreiviertelstunden-zurück-Fahrt später rannten wir in die City, weil der Fahrrad-Verleih um Fünf schloss. Wir kriegten die 23 Drahtesel jedenfalls gerade noch. Aber Fahrräder sind morgen und darüber werden wir im nächsten Beitrag berichten. Feierabend. 

Une ligne vélo

Sonnenuntergang im Bassin d‘Arcachon

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