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Stefan & Steffu's travels

Verona

Das römische Tor in die damalige Stadt hat 2000 Jahre überdauert

Wer in Verona dem dolce Vita fröhnt, oder die Stadt chillt, wie sich jüngere Semester auszudrücken pflegen, entdeckt wunderbare Orte. Da erstaunt es wenig, dass diese Stadt ihres Zeichens ebenfalls Weltkulturerbe der UNESCO ist. Überhaupt – auf dieser kurzen Reise kommen wir an gleich vielen Weltkulturstätten vorbei wie auf unserer Weltreise. Diese sind halt etwas einseitig auf dem alten, also dem eben unseren Kontinenten verteilt. Heisst ja auch Europa, also Εὐρώπη, und diese wurde von Zeus auf Kreta als Stier und das tönt ja schon nach Kultur, aber ich schweife ab.

Stimmungsvolle Kulisse mit Zirkaden

Ich sass gerade auf einer Parkbank, horchte den Zirkaden – und dem Verkehr – und schrieb diese Zeilen und es lief eigentlich ganz gut. Dann kamen Megie und Stefan von ihrem Besuch des Teatro Romano daher und dann war fertig mit Ruhe und der Konzentration. Verstehe, weshalb sich Literaten beim Schreiben in Klausur zurückziehen. Deshalb sieht man solchige wohl nie schreibend in der Öffentlichkeit. Also gehen wir weiter.

Blick vom Teatro Romano über den Etsch nach der Altstadt

Verona wurde um 550 v. Chr. von den Rätern, so weit ist klar, und den Euganeer, wer immer die waren, gegründet. Also gar nicht von den Römern, wie ich mal so vom Amphitheater und den Säulen und Allem vermutet hätte. Aber die Römer drückten der Stadt dann ihren Stempel auf. Nach den Römern war hier alle paar Jahrzehnte ein grosses Klopfen und Verona war unter anderem venezianisch, bayrisch, österreichisch und schliesslich wieder venezianisch und ist es auch heute noch. Wir dürfen daher davon ausgehen, dass sich eine gewisse Stabilität eingestellt hat. Das ist auch gut so, wenn man eine Stadt touristisch erkundet. Merkwürdig ist, dass die hochmittelalterliche Bezeichnung von Verona Bern war. Oft wurde die Stadt auch Welsch-Bern genannt. Sachen gibt es!

Campanile

Kaffeepause beim Amphitheater

14:07 Uhr, Caffe‘ Vittorio Emanuele: Das war doch mal ein italienischer König, nicht? Muss den dann mal googeln. Vor uns das beeindruckende Amphitheater, welches wohl als Blaupause für das Kolosseum gedient haben dürfte, da es 50 Jahre älter als letzteres ist. Damals wurden in den Pausen zwischen den Gladiolenkämpfen Menschen den Tieren … so … lassen wir die Details bleiben. Auch heute wird das Amphitheater bekanntlich noch rege genutzt und zwar friedlicher, sonst gingen wir da auch nicht hin. Gehen wir aber. Die Oper von Verona ist an sich der Hauptgrund dieser Reise. Müstair liegt auf dem Weg und wenn man schon mal hier ist, ist auch Venedig nicht mehr weit. Der Opernaufführung soll der morgige Beitrag gewidmet sein. Jetzt müssen wir Siesta. Damit wir dann wach genug für die Aida sind und Giuseppe Verdi (engl. Joe Green) zur Ehre gereichen.

Die Basilica Sant’Anastasia ist eines der wichtigsten Zeugnisse italienischer Gotik

Der Bucklige, wie er genannt wird, trägt in der Basilika schwer unter seiner Last

Vor dem Amphitheater

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Thema von Anders Norén

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