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Stefan & Steffu's travels

Cohiba & Montecristo

Die Tabakpflaze wird von unten nach oben geerntet, wobei die untersten Blätter vorerst an der Pflanze bleiben, um später zu Zigaretten verarbeitet zu werden. Die folgenden Blätter geben der Zigarre ihren Geschmak, die mittleren die Feuchtigkeit und die obersten die Stärke. Die Deckblätter kommen von einer Pflanze, welche speziell vor dem Sonnenlicht geschützt werden. Die geernteten Blätter werden gebündelt einige Tage an der Sonne aufgehängt, bevor sie dann für rund drei Monaten in einem Stall getrocknet werden.

Tabakpflanze.

Frisch geerntete Tabakblätter.

Eine Zigarre wird komplett in Handarbeit hergestellt. Geschickt bündeln die Frauen und Männer jeweils drei Blätter und geben diese zwei Mal für zwanzig Minuten in einen Schraubstock zur Presse, bevor sie dann das Deckblatt anbringen, dieses mit kanadischem Harz verkleben und die Zigarre zuschneiden. Haben sie ihr Tagessoll von 90 Zigarren erreicht, hören sie auf zu arbeiten, weil sonst zwar der Lohn kurzfristig höher wäre, dann aber auch das Tagessoll angehoben wird. Auf den Heimweg kriegen sie dann jeweils noch drei Zigarren mit.

Tabakblätter beim Trocknungsprozess.

Die Tabakfabriken sind Staatsbetriebe und interessanterweise, werden in den Fabriken jeweils alle der berühmten Marken hergestellt, wobei die Cohiba die erlesenste ist, gefolgt von den Montecristo.

Dürfen auch auf der Autobahnraststätte nicht fehlen.

Mit Vitamin R wird nicht gegeizt.

Die heutige Route führte in den Westen Kubas und war ganz der Zigarrenproduktion gewidmet. Daneben durfte natürlich auch die kubanische Musik und Vitamin R nicht fehlen – Rum also. Und mit Rum geizen sie hier nicht.

Sympathischer Staatsbetrieb.

Cha-cha-cha.

UNESCO-Weltnaturerbe Valle Vieñales.

In einer Tabakfabrik durften wir den Leuten beim Herstellen der Zigarren zuschauen. Es duftete herrlich in der Halle. Wir fragten uns allerdings auch, wie viel Nikotin die Mitarbeitenden wohl über die Haut dabei aufnähmen. In der Fabrik durften wir nicht fotografieren, deshalb gibt es keine Bilder dazu.

Siesta.

Dies konnten wir bei einem Tabakbauern nachholen, der nicht nur Tabak anpflanzt, sondern selber auch Zigarren herstellt. Seine seien, obwohl nicht mit der Qualität einer Cohiba zu vergleichen, sehr schmackhaft, wohl, weil er nach einer Fermentierung noch etwas Vitamin R zufügt. Wir kauften ihm dann ein Bündel in ein Bananenblatt als natürlichen Befeuchter eingerollter Zigarren ab.

Der Tabakbauer demonstriert uns das Rollen von Zigarren.

Nebenbei gab es auch noch etwas Hühner und Kaninchen auf dem Hof und in einem Käfig sassen zwei Baumratten – schmeckten wie Schweinefleisch wurde uns gesagt. Wir mussten dann unserem Drang widerstehen, die beiden Geschöpfe zu befreien.

Die Baumratte ist leider für den Verzehr vorgesehen 🙁

Der nächster Halt fand bei den El Indiano Grotten statt. Nach einem kurzen Spaziergang standen wir in den Höhlen, die ein Fluss aus den Kalksteinfelsen gearbeitet hatte, Schlange. Die Kubaner stehen offenbar nicht nur vor Geschäften gerne an. Grund für den Touristenstau waren kleine mit Aussenbordmotoren betriebenen Barken, mit denen die Besucher über den unterirdischen Fluss getuckert wurden. Nach knapp einer Stunde Wartezeit waren auch wir an der Reihe, um über den Fluss geschippert zu werden. Unser Kapitän erwies sich als sehr einfallsreich beim deuten der Kalksteinformationen, in denen er Champagnerflaschen, trocknenden Tabakblättern und ins Wasser springende Schweine erkennen vermochte.

Cueva del Indio

Mit dem Bus ging es dann wieder ein paar Kilometer weiter, bis wir vor einer Felswand standen, die mit groben Farben bemalt war. Es handelte sich dabei um eine Auftragsarbeit von Fidel, die die Evolution darstellen sollte. Ein paar Dinosaurier, undefinierbare Tiere und Menschenfiguren waren schon zu erkennen, mehr jedoch nicht. Gut gemeint, aber, nun ja.

Riesiges Wandgemälde zur Evolution.

Es folgte eine knapp zweistündige Fahrt über die Autobahn, während der wir zwar kaum Autos jedoch einige Fahrradfahrern und viele Fuhrwerke kreuzten. Wir fragten uns die ganze Zeit, ob bei uns in den 50ern und 60ern das wohl bei uns so gewesen sei. Um acht Uhr erreichten wir endlich das Hotel El Moka bei Las Terrazas. Abendessen gab es dann erst um 21.00 Uhr. Nach diesem langen Tag legten wir uns erschöpft ins Bett.

Autobahn mit Verkehrsaufkommen wie bei uns in den Fünfzigerjahren.

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1 Kommentar

  1. Pavel 15. Februar 2017

    Reiten in Vinales war ein super Erlebnis und die kleinen haben es sehr genossen…

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