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Stefan & Steffu's travels

La Habana

Da stand, oder besser gesagt, sass sie nun, unsere Reisegruppe, mit der wir die kommende Woche durch Kuba reisen würden. Feliz, der Glückliche, wie sich unser drolliger kubanische Reiseführer in Deutsch vorstellte, begrüsste uns und den Rest der durch das Schicksal zusammengewürfelten Familie, wie er meinte, in der Lobby des Hotels. Der erste Programmpunkt heute war ein Stadtrundgang.

Parque Central mit der Statue von José Martí mit dem Capitol im Hintergrund.

Das Capitol heisst nicht nur gleich wie das eben so genannte Gebäude in Washington D.C., es sieht diesem auch zum Verwechseln ähnlich. Die Kuppel sei jedoch einen Meter höher, meinte Feliz. Da es von den Amerikanern erbaut wurde, wollte Fidel Castro dieses dann auch nicht als Regierungssitz behalten. Seither dient es als Museum.

In den Gassen von Habana Viejo.

La Habana Vieja, die Altstadt Havannas, ist UNESCO-Weltkulturerbe und mit ihrem Mix aus spanischer und historistischer Bauweise und Gebäuden in Jugendstil und Art déco definitiv einen Besuch wert. In den Gassen bieten Mädchen Küsschen an, gegen Geld versteht sich und klassisch gekleidete Herren mit Zigarren wollen mit einem auf ein Foto, auch für Geld versteht sich. Feliz meinte, dass Bildung und das Gesundheitswesen gratis seien, sterben auch, alles Andere koste. Es scheint, als hätte das kommunistische Kuba seinen Weg im Kapitalismus gefunden.

Sportunterricht auf einem öffentlichen Platz in der Altstadt.

Stefan horcht den Ausführungen von Feliz.

In einem staatlichen Lebensmittelgeschäft …

Mit Lebensmittelkarten können die Leute Grundnahrungsmittel beziehen.

Und dann ist da Ernest Hemingway. Überall Hemingway. Der berühmte Schriftsteller war ein grosser Fan Kubas und heute ist Kuba Fan von Hemingway und sichtlich stolz darauf, dass er so viel Zeit hier verbracht hatte. Es scheint, als habe er für jeden ihm lieb gewordenen Drink eine jeweils spezifische Bar aufgesucht. Klar, was man dort heute im Speziellen trinkt. Und so kamen auch wir zu einem Mojito. Und Drinks machen, das beherrschen sie hier perfekt, vor allem, weil sie definitiv nicht mit Rum sparen. Feliz meinte, dass man überall in Kuba Vitamin A bekäme, wobei er es desinfizieren nennt. 
An dieser Stelle sei noch ein literarischer Tipp formuliert: Der alte Mann und das Meer von Ernest Hemingway. Nicht, dass wir das Buch gelesen hätten. Soll aber gut sein.

Moijto mit viel Rum in einer der Lieblingsbars von Hemingway.

In Ernest Hemingways Hotelzimmer.

Das Mittagessen fand dann auf der Dachterrasse des Hotels Ambos Mundos, wo einst Hemingway, es erstaunt nicht, in den 30er Jahren Zeit mit Schreiben verbracht hatte. Beim Verlassen des Restaurants warfen wir noch kurz einen Blick in sein Zimmer 511 mit Blick auf die Bucht von Havanna, das in ein kleines Museum umgewandelt wurde.

 

Am Nachmittag wurden wir dann mit einem Minibus entlang der bekannten Uferpromenade Malecón und durch Neu-Havanna chauffiert, einem Mix aus Bauhausgebäuden, Betonhochhäusern aus der amerikanischen Zeit und Plattenbauten gesponsert durch die Sovietunion.

Die schönen, alten Autos sind in Havanna allgegenwärtig.

Umringt von den Machtzentralen der verschiedenen Ministerien hatten wir auf dem Platz der Revolution unter dem strengen Blick von Che Guevara kurz Zeit zu verweilen. Aus dem Kaffeekränzchen mit Raoul Castro, das uns unser Reiseleiter versprochen hatte, wurde jedoch nichts. Merkwürdig.

Auf dem Platz der Revolution.

Damit endete der offizielle Teil unseres kurzweiligen Tages in Havanna. Wir machen uns nun noch auf, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Kubanische Poller oder Recycling auf kubanisch – wozu Kanonen auch dienen können.

Viva la Revolution!

Spanische Festung.

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3 Kommentare

  1. Lulu 14. Februar 2017

    Oh,les magnifiques voitures.il y a 50 ans environ je me suis promenée une fois en cadilliac…a bientôt lulu

  2. Pavel 15. Februar 2017

    Oj, wie schön …. Die gleichen Plätze haben wir vor halben Jahr besucht … Es war traumhaft da. Genieße es …

    • Stefan und Steffu 21. Februar 2017 — Autor der Seiten

      Ja, Kuba hat uns auch gut gefallen, wenn auch manchmal das Fehlen von alltäglichen Sachen ungewohnt war. Dafür ist Havanna und das Land an sich reich an tollen Eindrücken.

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