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Stefan & Steffu's travels

Hells Gate statt Auenland

Neuseeland sei das Land der sieben Kontinente. Unser heutiger Reiseabschnitt bot uns neben der landschaftliche Vielfalt jedoch auch surreal anmutende Szenerien.

Zwei Hobbits im Ausenland

Wir verliessen Whitianga und damit die Pazifikküste und kurvten über die schroffen Hügelketten der Coromandel-Halbinsel. Wir hatten uns entschieden unser Glück zu versuchen und als erstes direkt nach Matamata zu fahren, wo sich das Hobbit-Filmset befindet. Glück deshalb, weil wir am Vorabend keine Eintrittskarten mehr online für den Besuch von Hobbiton buchen konnten und wir nicht wussten, ob wir vor Ort noch Karten erhielten. Bei Matamata erblickten wir dann das hügelige Gebiet, das uns aus den Lord of the Ring Filmen bekannt vorkam. Beim Parkeingang mussten wir leider feststellen, dass heute alle Touren ausgebucht waren. Da wir am 12. Januar noch einmal durch diese Gegend fahren werden, buchten wir eine Tour für dieses Datum. Wenn man das Hobbit-Land besuchen will, empfiehlt sich ein frühzeitiges online-Booking. Das Auenland sollte es heute also nicht sein. Wir nutzten die Zeit, um im Shire-Café etwas zu Essen und ein paar „da wäre wohl das Auenlad“-Fotos zu machen.

Das Auenland

Nach kurzer Fahrt erreichten wir Rotorua, wo wir im IBIS-Hotel eincheckten. Rotorua liegt an einem runden See mit einer kegelförmigen Insel in der Mitte. Langsam dämmerte es uns, dass wir uns mitten in einem vulkanischen Gebiet befanden.

Das Wasser siedet mit bis zu 120° C

Wir bewegten uns also auf dünnem Boden. Wortwörtlich. Im Park Hells Gate kriegen Besucher eine unmittelbare Vorstellung davon. Unter diesem liegt nämlich eine Magmakammer. Dem entsprechend blubbert und faucht der Boden, das Wasser hat bisweilen einen PH-Wert von 1 und eine Temperatur von 120° und hätte uns glatt das Fleisch von den Knochen geätzt, wären wir damit in Kontakt gekommen.

Gasblasen erzeugen Schlammblasen

Nach Schwefel stinkende Nebel umhüllen Besucher und als wir den Boden des Fussweges berührten, zogen wir die Hände unmittelbar zurück, weil selbst der Boden unerwartet heiss war.

Dieses Piktogramm befolgen wir gerne

Schilder warnen Besucher allerorts, den Weg nicht zu verlassen und man hält sich hier ohne zweimal nachzudenken daran. Man kann es auch anders ausdrücken: Verlässt Du den Weg, macht Dich die Natur hier kaputt und zwar ziemlich rasch. Schön, dass es so etwas im 21. Jahrhundert noch gibt. Kurz – es ist super hier!

Schwefelkristalle an einer Fumarole

Die Maori nutzten diese vulkanische Zone während Jahrhunderten für medizinische, kultische und kulinarische Zwecke. Der berühmte Autor George Bernhard Shaw (Pygmalion) nannte den Ort ‚Hells Gate‘, und offenbar von seinem Besuch beeindruckt, erlaubten die Maori, dass dieses Naturwunder fortan so bezeichnet werden darf.

Schlammvulkan

Minigeysir

Tief beeindruckt verliessen wir schliesslich diesem unwirklich anmutenden, höllischen und wunderbaren Ort wieder.

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Thema von Anders Norén

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