Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Berge, Palmen & wilder Westen

Heute wähnten wir uns in einem im Wilden Westen spielenden Road Movie. Aber beginnen wir zeitlich korrekt.

In Launceston

In Launceston

Für einmal machten wir heute nicht in aller Früh Alarm, sondern checkten um Neun aus und gingen noch zu dritt in der City von Launceston frühstücken. Wir genossen die sich in Richtung Norden schiebende Morgensonne und diskutierten dabei, offenbar bereits fit dafür, das eine oder andere gesellschaftliche Thema. Danach galt es, unseren lieben Freund Pädu zu verabschieden, der Abends zurück nach Brisbane fliegen wird und den wir wohl erst in einem Jahr wiedersehen werden. Ich mag Abschiede nicht und so machten wir es kurz und schmerzhaft. Ohne uns nochmals umzudrehen.

Ein paar Minuten später waren wir beiden wieder on the road und auf dem Weg in Richtung Cradle Mountain. Unseren ersten Halt machten wir in Mole Creek, wo wir einen Weihnachtsmarkt besuchten. Ist also nicht ganz so wie im Elsass oder auf dem Wiener Christkindelmarkt – hier sassen sie auf Plastikklappstühlen und verkauften Sheep Poo, also Schafscheisse, in grossen Säcken. Kein Witz.

Es folgte eine Autofahrt durch eine Landschaft, die aussah wie bei uns im Seeland, einfach ohne Bielersee und ohne Verkehr. Einmal dauerte es über zwanzig Minuten, bis wir wieder ein Auto sahen. Dass es aber Verkehr geben muss, erkannten wir an den flachen Wallabys, Wombats und anderem Fellgetier.

Palme, Häuser im Westernstil und Berge

Palme, Häuser im Westernstil und Berge

Auf einem von Bergen gesäumten Hochplateau erreichten wir dann Sheffield, eine für seine bemalten Häuser bekannte Kleinstadt. Sheffield inspirierte uns auch zu dem Titel dieses Beitrags; die an einer Durchgangsstrasse stehenden Häuser erinnerten mit ihren potemkinschen Fassasen an den Wilden Westen, davor standen Palmen und im Hintergrund sahen die Berge nach Schweiz aus. Das Bild wirkt irgendwie zufällig.

Bunt bemaltes Sheffield

Bunt bemaltes Sheffield

Ein paar Dutzend Serpentinen später fuhren wir durch das Gebirge rund um den Cradle Mountain National Park. Quadratkilometerweise ragen tote und sterbende Eukalyptusbäume frei von Blättern in Richtung Himmel, die Landschaft sieht weitgehend trist und wüst aus, sie erinnert an Lothar. Im Cradle Mountain Hotel angekommen konnten wir uns eines Factsheetes dazu bemächtigen, in welchem die Park-Botanikerin mögliche Gründe erklärt. Der Befund ist einfach zusammengefasst – man hat keine Ahnung warum die Eukaliptusbäume sterben, nur Hypothesen.

Tristesse in einem sterbenden Eukalyptuswald

Tristesse in einem sterbenden Eukalyptuswald

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