Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Wo ist der König der Tiere?

Heute sollten wir von der Mitte des Etosha-Parks quer durch diesen an dessen östliche Grenze fahren. Also durch rund 180 Kilometer Wildgebiet. Und das war auch gut so, eine weitere Chance die Tierwelt zu erleben. Elan-Antilopen, Kudus, Zebras, Hyänen, Kojoten, Strausse, Nashörner, Elefanten, alle haben wir sie gesehen, aber etwas Wichtiges fehlt: Der König der Tiere hat sich uns bisher entzogen. Die Chance Löwen zu begegnen, ist leider nicht allzu gross, erträgt der Etosha-Park doch nur einen Bestand von 300 dieser Tiere. 300 Exemplare auf mehr als 20‘000 km2, also der halben Fläche der Schweiz. Man rechne.

Vor 2.3 Mio Jahren ausgetrocknet – die Etosha Pfanne

Aber es gibt immer etwas zu sehen und so fahren wir Richtung Osten los, mal links von der Hauptachse, mal rechts ausgeschert, um zu schauen, was die Wasserlöcher zu bieten haben.

Eine Herde Gnus kreuzt unseren Weg

Zebras sind immer schön anzusehen

Nach rund 100 Kilometern sah ich in der Ferne einen stattlichen Baum, eine Seltenheit im Etosha-Park, die meisten Bäume sind eher Sträucher und sehen zudem tot aus. Sind sie aber nicht. Kahl harren sie dem Regen. Also sagte ich zu Stefan, dass wir da mal hinfahren wollen.

Der Baum zog unsere Aufmerksamkeit auf sich

Es handelte sich wirklich um einen stattlichen Baum. Und nun darf geraten werden, wer sich diesen geschnappt hat. Um High Noon drängen sich Springböckchen in den Schatten des kleinsten Gebüschs. Der Schatten dieses Baums war riesig, darunter nur zwei Tiere und keine weiteren. Kein Wunder, die anderen Tiere machen einen Bogen um die Löwen. Die beiden waren aber total gemütlich drauf und fläzten flach am Boden. Ist auch wirklich eine Sauhitze.

Unser Platz!

Danach hatten wir gleich ein zweites Mal Glück. Unweit von dem Baum sahen wir auf offener Strecke Wagen am Streckenrand stehen, was doch nicht Usus ist. Als wir auf den Konvoi zurollten, Getriebe ausgekuppelt, trottete auch schon eine Löwin auf uns zu. Mit ihren Jungen. Wow, welch ein Glück wir da hatten.

Die Fahrzeuge scheinen uns mehr zu stören als die Löwen

Wo soll man bei all den Zebras über die Strasse gehen?

Die Löwenfamilie zieht weiter

Etwas fiel mir später auf – immer, wenn Du glaubst, nun wirklich viele unterschiedliche Tiere gesehen zu haben, überrascht Dich Namibia und wartet mit einem bisher ungesehenen Tier auf. Heute waren das beim Fort nNamutoni Zebra-Mangusten. Die sind lustig. Als ich eine Gruppe dieser putzigen Tierchen ins Visier meines Objektivs nahm, wäre ich beinahe auf eine Manguste gestanden, welche unmittelbar vor meinem Schuh am Boden fläzte. Viele Tiere hier sind Kulturfolger und gerade Vögel und solche kleinen Räuber fühlen sich pudelwohl bei Menschen, weil da immer auch etwas abfällt. Sie sind jedenfalls alles andere als scheu und das gibt daher immer gute Gelegenheiten für Fotoaufnahmen.

Dieses deutsche Fort sicherte die Nordgrenze von Deutsch-Südwestafrika

Einen Grundsatz halten wir in dieser Gegend aber immer ein – nicht anfassen! Viele Tiere haben hier Tollwut und zudem Antrax und gut ist das nicht. Zwar haben wir uns wegen unserer Reisefreude alle drei Tollwutimpfungen reingehauen und sind nun lebenslang geschützt, aber wir wollen es nicht drauf ankommen lassen. Zudem haben diese kleinen und putzigen Tierchen ein doch recht beeindruckendes Sortiment an scharfen Zähnen, wie wir uns vergewissern konnten – sie gähnten nämlich ohne Unterlass!

Putzig aber mit einem Set scharfer Zähne ausgerüstet

Müde oder eher faul wie die Tiere, sind auch wir und so sind wir ganz froh, dass wir für die nächsten zwei Nächte ein hübsches Bungalow in einem ebenfalls sehr gemütlichen Ressort haben, bevor es dann übermorgen heisst, mehr als 500 Kilometer zurück nach dem Flughafen Windhoek abzuspulen. Aber morgen machen wir mal das, was die meisten Tiere hier am Mittag zu tun pflegen – nämlich gar nichts. Hakuna matata!

Zu heiss, um sich unnötig zu bewegen

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