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Stefan & Steffu's travels

Traumzeit

Die Mala kamen vom Norden und Westen nach Uluru um eine wichtige Männerzeremonie abzuhalten. Kurz nachdem sie mit ihrer Zeremonie begonnen hatten, erhielten sie eine Einladung der Wintalyka zu deren Zeremonie. Weil eine begonnene Zeremonie aber nicht abgebrochen werden darf, mussten die Mala die Einladung ablehnen. Dies erzürnte die Wintalyka, welche daraufhin mit einem mächtigen Zauber das böse Monster Kurpany schufen. Dieses wurde dazu ausgesandt Zerstörung über die Zeremonie der Mala zu bringen.

Legende aus der Traumzeit der Aborigines

Mit genügend Wasserflaschen in unserer kleinen Styroporbox, die wir in Alice Springs erstanden hatten und die wir zur Kühlung mit zwei gefrorenen Trinkwasserflaschen dank des Eisfachs im Hotelzimmer bestücken konnten, machten wir uns heute morgen auf in den Uluru-Kata Tjuta National Park. Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Parkeingang, wo wir den Eintrittspass für den Park erhielten.

Am Fusse des Uluru

Als erstes hielten wir im Kulturzentrum an, um uns über das Leben der ansässigen Anangu-Aborigines und die zentrale Bedeutung des roten Felsblockes für ihre Kultur zu informieren. Über tausende von Jahren lebten die Anangu in Einklang mit dieser atemberaubenden Umgebung. Im letzten Jahrhundert mussten die wenigen Aborigines, die die Kolonialisierung überlebt hatten, jedoch mit ansehen, wie ihre heilige Stätte durch den Tourismus missbraucht wurde. 1985 erhielten sie die Eigentumsrechte über den Park und konnten seither die Nutzung in Einklang mit ihrer Lebensweise mitbestimmen.
So wird an verschiedenen Stellen rund um den Uluru über die kulturelle Bedeutung verschiedener Felsformationen und -zeichnungen informiert und darauf hingewiesen, dass auf das Betreten oder das Fotografieren verzichtet werden sollte.

„When you are on the traditional route taken by ancestral Mala men, you are on a path of great spiritual significance. We, the traditional owners, have a duty to safeguard visitors. We feel great sadness when a person dies or is hurt on our land. You shouldn’t climb this sacred place. It’s not the real thing about it. The real thing is listening to everything. Listening and understanding everything. Don’t climb. Maybe that makes you a bit sad. But that’s what we have to say. And all the tourists will brighten up and say: ‚Oh, I see. This is the right way. This is the proper way.‘ “

Aufruf der Aborigines an die Besucher des Uluru

Für die Aborigines wichtige und heilige Wasserstelle, welche man auch fotografieren durfte

Kleiner geologischer Exkurs


Die Gesteinsbildung geht wie beim Uluru auf die Zeit vor ca. 550 Millionen Jahre zurück, als sich in einem urzeitlichen Binnenmeer Sedimentschichten auftürmten, die später verfestigt, aufgefalten und erodiert wurden. Während das Gestein beim Uluru aus kleinen verkitteten Kiesel- und Sandkörnern besteht, sind im Gestein des Kata Tjuta faustgrosse, runde Steine in einer roten Gesteinsmatrix aus Eisenoxid als Konglomerat eingebettet.
Die Wanderung durch die valley of the winds mussten wir leider abbrechen, da es zu regnen begann und die Gesteine zu rutschig wurden.

Besucher treffen am Uluru auf unterschiedlichste Felsformen

Nachdem wir die verschiedenen ausgezeichneten Stellen rund um den Uluru besucht hatten, fuhren wir weiter zu den Kata Tjuta Felsen, die etwa 50 km im Westen liegen. Es handelt sich dabei um Felsdome, die geologisch mit dem Uluru zusammenhängen, jedoch diesen sogar überragen. Da es bewölkt war, war das Wetter nur heiss und nicht tödlich. Bei über 36° wird das Valley of the Winds der enormen Hitzeabstrahlung der Felsen wegen geschlossen.

Bei den Kata Tjuta. Ohne die Netze wird man hier kirre, wir sahen ein paar Leute ohne, welche spastisch fuchtelten. Steffu hatte einmal rund 50 Fliegen – allein auf dem Rucksack!

Malerische Landschaft im Valley of the Winds am Kata Tjuta

Auf der Rückfahrt drehten wir noch einmal eine Runde um den Uluru, um die Wasserfälle zu bewundern, die sich nun nach den Regenfällen zu bilden begannen. Eigentlich wollten wir dann im Besucherzentrum die Zeit im Café bis zum Sonnenuntergang zu überbrücken. Das Café schloss jedoch bereit um 17.00 Uhr seine Tore.

Im Regen entstehen am Uluru Dutzende Wasserfälle

Darum entschieden wir uns doch zurück ins Hotel zu fahren und abzuwarten, ob sich bis Sonnenuntergang das Wetter wieder lichten würde. Die Dusche nach diesem heissen Tag nahmen wir zwar im Badezimmer unseres Hotelzimmers, doch hätten wir genau so gut nach draussen gehen können, da es sintflutartig regnete. Der Sonnenuntergang fiel heute Abend ins Wasser.

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