Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Good bye Red Centre

Mehrfach war ich in der Nacht aufgewacht. Einmal vom Regen, weil es dermassen sträzte, dass ich mich fragte, ob uns das Bungalow wohl noch weggeschwemmt wird. Die übrigen Male bin ich erwacht, weil diese Unterkunft stank. Erwachen wegen Gestank – willkommen in der Wildnis. Börg. Daher war ich am Morgen dann auch rasch bereit und froh, den 3-Liter-Motor des Outlanders zum Leben erwecken zu können.

Die Fahrt sollte heute etwas weniger abenteuerlich werden als gestern (siehe Filmchen im letzten Beitrag). Wie wir heute nebenbei erfuhren, war der Mereenie-Loop nun definitiv wegen dem schlechten Wetter geschlossen. Da hatten wir noch einmal Glück gehabt. Nun ging es aber wieder auf asphaltierten Strassen weiter.

Der Ormiston Gorge ist eine ganz schöne Stelle und beliebt zum Baden. Hier hat es uns wirklich gewurmt, dass es regnete. Man stelle sich vor, sich hier bei blauem Himmel von der Hitze im klaren Nass abkühlen zu können. Man kann nicht immer gewinnen und so genossen wir halt einfach den Anblick.

Malerische Ormiston Gorge

Ganz süss waren auch die Papageien, welche es sich hier gutgehen liessen. An uns beiden komischen, federlosen Figuren schienen sie interessiert zu sein, sie musterten uns aufmerksam. Ich nehme mal an, dass sie geprüft haben, ob wir wohl Futter brächten.

Was kommen da für welche?

Beim Futterpflücken

Danach besuchten wir die Ochre Pits, ein Steinbruch, bei dem die Aborigines vor Urzeiten Ocker zu Zwecken der Farbherstellung abbauten. Das gelbe und seltene Ocker war als Farbe sehr beliebt und wurde über weite Strecken transportiert und gehandelt. Einmal mehr hatten wir eine Sehenswürdigkeit für uns alleine. Besucher können dieses kulturelle Erbe der Aborigines frei begehen, allerdings wird einem klar deutlich gemacht, dass man das Ocker doch bitte liegen lassen wolle. Sie würden es einem sonst mit 5’000 $ in Rechnung stellen.

Der Steinbruch ist lediglich ein paar Meter hoch

Die letzte Sehenswürdigkeit dieses Reiseabschnitts, Standley Chasm, hat sieben Tage die Woche geöffnet, hiess es neben dem geschlossenen Tor… dann halt nicht.

Sieben Tage die Woche geöffnet … wenn nicht geschlossen

Am Nachmittag haben wir von BBC erfahren, dass der Uluru geschlossen wurde. „A record amount of rainfall has led to the closure of Australia’s famous national park at Uluru.“ Der „(…) massive Christmas storm (…)“ wurde als „twice-a-century event“ bezeichnet. Zwar haben wir das graunasse Wetter im Red Centre etwas bedauert, allmählich wird uns aber klar, dass wir Glück gehabt haben; das Programm zwei Tage versetzt und wir hätten den Uluru nicht besuchen können und vor allem wären wir auf dem Mereenie Loop Track gnadenlos abgesoffen.

Der dieseldurstige aber zuverlässige und nunmehr rote denn weisse Outlander brachte uns jedoch nach etwas mehr als 1400 km durch den Outback sicher zurück nach Alice Springs. Wir werden das Land der Aborigines vermissen – und irgendwann wohl wieder hierhin zurückkommen. Good bye Red Centre.

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Thema von Anders Norén

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