Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Etappe 1 – Erste Belastungsprobe

Wir sollen nicht zu viel rauchen in Amsterdam, hat er geschrieben, sonst können wir nicht mehr geradeaus Radfahren. Nix rauchen – das können andere tun. Bei der allenthalben THC-schwangeren Luft vergeht einem die Lust ohnehin. Dafür beizeiten ins Bett und um Sieben auf. Hurti einen Tee hinter die Binde gekippt, beim auschecken aus dem Hotel die empfindlich hohe Kurtaxe bezahlt und auf die Räder geschwungen.

Das Fotosujet von Amsterdam schlechthin

Offenbar war Rushhour in Amsterdam. Ich hätte die Myriaden von Fahrrädern fotografiert, hätte ich mich noch getraut, den Lenker loszulassen. Jässess, ist das Volk auf Achse. Helm kennen sie hier nicht. Dafür schreiben sie beim Fahrradfahren SMS und haben die Kopfhörer auf, wenn sie nicht gerade am telefonieren sind. Muss mal die niederländische Fahrrad-Unfallstatistik googeln.

Die Route führt an Kanälen entlang

Nach einigen Kilometern waren wir in den Suburbs, die Gebäude wurden hässlicher, der Verkehr dafür weniger. Bald schon aber wechselte die Landschaft und die Bebauung zu pittoresk bis kitschig. Wir wussten gar nicht, dass die Niederlande so hübsch sind. Man sieht kaum hässliche Häuser, es scheint gar, dass sie hier um die Wette schmuck bauen.

Dieses Pony ist getreu dem Volksmund, wonach das Gras ännet dem Zaun stets grüner ist, ausgebüxt

Die Niederlande als Streichelzoo

Stefan ist im Jumbo – die BROMPTONs haben kurz Pause

Unsere Route führte uns vom Hotel über das Rijksmuseum der Amstel entlang nach Ouderkerk aan de Amstel – Kaffee – Abcoude, Baambrugge, Loenersloot, Loenen an de Vecht – Mittagessen bei Kilometer 32 – und weiter nach Breukelen, an dem Kasteel Nyenrode vorbei nach Utrecht. Beim Hotel Karel V angekommen, hatten wir 52 km in den Beinen und der Brooks-Sattel forderte auch seinen Tribut.

Derweil wir strampelten, zeichnete Cyclemeter die Route auf

Aber mit Faulenzen ist nichts – morgen geht es drum schon weiter nach Rotterdam. Leicht resigniert nahmen wir zur Kenntnis, dass die Route dorthin noch länger sein wird, als es die heutige war. Wenn wir zurück in der Schweiz sind, werden wir dann jedenfalls für die slowUps trainiert sein.

Das Hotel Karel in Utrecht war einst ein Militärspital. Mehr als 50 km in den Beinen sind wir auch nicht böse, nun angekommen zu sein.

Im gotischen Kreuzgang

Von Utrecht erwarteten wir an sich nicht zu viel. Die Stadt könne man knicken, hat mir mal jemand gesagt, zudem hat die Stadt noch nie eine berühmte Persönlichkeit hervorgebracht. Das Stadtzentrum stellte sich dann aber durchaus als sehenswert heraus. Im Hochmittelalter wurde hier ein romanisches Kloster imposanter Ausmasse gebaut. Dieses wurde dann durch gotische Bauten ersetzt. Ein Tornado setzte Kloster und Dom im 17. Jahrhundert arg zu und weil die Mittel für den Wiederaufbau fehlten, stehen heute noch Teile davon, was fehlt ist heute Platz. Ist noch speziell.

In der Innenstadt

Wider Erwarten ist Utrecht so hässlich gar nicht – zumindest im Zentrum

Nach der langen Fahrt ist das Bierchen wohl verdient

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Thema von Anders Norén

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