Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Saletoga Sands

In einem Resort auf einer Ferieninsel lebt es sich ja wie in einer Art für Touristen gemachten Blase. Da wir aber bekanntlich auf Reisen und nicht in den Ferien sind, unseres Erachtens ein grosser Unterschied, wollten wir näher ran an Leute und Kultur. Im Wissen darum, dass die Sonne von nun an nur stetig unbarmherziger brennen würde, gingen wir beizeiten zu Fuss los in Richtung Dorf.

Pfosten und ein Dach – mehr braucht es hier nicht für ein Haus

Unterwegs begegneten wir nur zwei streunenden Hunden, die uns musterten und dann weiterzogen. Die Ruhe im ansonsten doch recht geschäftigen Samoa wäre ein Anzeichen gewesen. Als wir an den ersten Häusern vorbeigingen, dämmerte uns, weshalb das Dorf verlassen wirkte. In einem Schwellenland, in welchem 98.4 % der Menschen katholisch sind ist klar, was an einem Sonntagmorgen auf dem Programm steht. Zwar pulverisierte das unsere Absicht, im Dorfladen etwas Proviant einzukaufen, aber es war eindrücklich mitzuerleben, wie die rund zwanzig Häuser des Dorfes leer, die drei (!) Kirchen dafür voller Leute waren.

Die Gräber scheinen eine Hierarchie zu verdeutlichen

Uns begegnete ein älterer Herr mit weissem Rock, weissem Hemd und Krawatte. Die für uns ungewohnte Kombination der Kleidungsstücke wirkt durchaus stimmig. Er grüsste uns freundlich und fragte uns wohl in der Absicht uns zu weiterzuhelfen, was wir hier machen würden. Als wir uns verabschiedeten, erklang inbrünstiger und wuchtiger Gesang aus der Kirche am Dorfende. Bei den Messen der Samoern scheint die Post abzugehen, da herrscht Stimmung.
Weil sich die Messen hinzuziehen schienen, und es sonst für uns nichts weiter zu tun gab, den Leuten in die Häuser latschen wäre ja nicht von gutem Stil, kehrten wir um. Auf dem Rückweg begegneten wir einigen Kindern und einer Frau. Alle winkten uns lachend zu.

Dann dachten wir nach: Ereignete sich diese Situation nicht in einem kleinen Dorf in Samoa, sondern in einem kleinen Dorf in der Schweiz, also zwei offensichtlich rein optisch als Fremde erkennbare Männer gehen zweimal durch ein Dorf, wie würden Herr und Frau Schweizer reagieren? Würden sie auch winken? Würden sie die Fremden dabei auch anlachen?

Überhaupt lächeln die Leute hier oft. Auch wenn sie für sich alleine sind. Oder sie singen. Bei der Arbeit, wohlverstanden.

Als wir nach ein paar Schritten das Ende des Dorfes erreicht hatten, machten wir kehrt um und erreichten völlig verschwitzt unser Resort wieder. Wie wir später von einer Hotelangestellten erfuhren, sind die momentanen Temperaturen von über 30° C eher untypisch, da es normalerweise um 26° C warm sei. Uns soll’s recht sein.

Zum Abendessen besuchten wir das Nachbarrestaurant, das zum angrenzenden Hotelbereich gehört und verschiedene Currys im Programm hatte. Gestern hatte dort noch eine Hochzeit stattgefunden.

Wunderbare Stimmung während des Sonnenuntergangs

Mit etwas weniger Wolken als gestern, liess sich heute Abend ein traumhafter Sonnenuntergang erleben. Die rasch hinter dem Horizont verschwindende Sonne tauchte den Himmel in ein Spiel von gelben, orangen, roten und blauen Farbtönen, das sich von Minute zu Minute veränderte.

Die Sonne färbt den Himmel hinter den sich über dem Pazifik befindenden Gewitterwolken blutrot

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1 Kommentar

  1. Megie 17. Januar 2017

    Dir sit der wirklich im Paradies gis und jetzt schon wieder unterwegs!
    Liebi Grüess a die Weltenbummler us de chalte Schwiz,
    Megie

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