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Stefan & Steffu's travels

Tōfā soifua Samoa & Aloha Hawai’i

Zwischen Samoa und Hawaii gibt es interessanterweise keine Zeitverschiebung, obwohl Hawaii rund 5000 km von Samoa entfernt, östlich davon und zudem noch jenseits der Datumsgrenze liegt. So werden wir zwar keinen Jetlag haben, aber die Datumsgrenze führt zu einem total verrückten Tag. So werden wir in Hawaii ankommen, bevor wir in Samoa abreisen, oder vielleicht angekommen worden sein? Und das obwohl eine Nacht dazwischen liegt. Wir erleben zwar schon zwei ganz normale Tage, aber beide sind derselbe Dienstag.
Der Tag startete aber vorerst auf Samoa, alles andere wäre auch merkwürdig.

Letzter Sonnenuntergang auf Samoa

Da wir wussten, dass mit dem Nachtflug eine rostige Nacht auf uns lauern wird, starteten wir im Schonprogramm in den Tag.
Erwähnenswert ist für einmal das Auschecken im Hotel. Als Sally den Shuttle für uns beide bereitgestellt hatte, trabten alle verfügbaren Angestellten an und nach ein paar Worten sangen sie uns aus vollen Kehlen ein mehrstimmiges und sehr schönes samoisches Abschiedslied. Wir waren sehr gerührt. Wow!

Das Video haben wir anlässlich der Verabschiedung anderer Gäste am Vortag aufgenommen, daher diese Perspektive.

 

Die Fahrt mit Sally zum 75 Fahrminuten entfernten Flughafen war ein Erlebnis für sich, denn Sally ist ein echtes Klasseweib: temperamentvoll, charismatisch, extravertiert, herzlich und fadengerade im (ungefragten) Feedback. Speziell ist auch, dass sie das Geld verdient, während  ihr Mann die vier Kinder erzieht und den Haushalt macht. In der doch sehr traditionalistischen Gesellschaft Samoas ist das ein bemerkenswert progressives Familienmodell. Sie sagte auch, dass die Leute sie deswegen oft angehen, ‚but I don’t care‘. Recht hat sie. Von ihr erfuhren wir auch viel über Samoa und die Kultur. Beim Abschied herzte und küsste sie uns, sagte zu mir ‚take of that beard‘, drehte sich um und ward entschwunden. Das nenne ich mal einen klasse Abgang.

Koffer gepackt, weiter geht’s

Immigration Cards bei Flügen sind eine mühsame Sache. Im Falle von Samoa ist erfrischend, dass sie nicht wissen wollten, was man ausführt, sondern Feedback zu Samoa erfragten.
Und so endete unser kurzer, aber eindrückliche Besuch von Samoa. Dieser kleine Pazifikstaat liegt leider nicht gerade um die Ecke. Aber wenn Ihr die Reise auf Euch nehmt, wird Euch eine wundervolle Insel mit herzlichen Menschen begrüssen. Samoa wird in unseren Herzen einen besonderen Platz einnehmen.

Wie bereits beschrieben, haben wir zwei Mal Dienstag in Folge zu gute, was uns auch gerade Recht ist. Zwar lassen sich grosse Distanzen mit den ewig langen Transfer-Flug-Zwischenaufenthalt-Flug-Immigration-Transfer-Tage bewältigen, doch hat man als Reisender ausser Strapazen ansonsten nicht viel davon.
Etwas doof war, dass wir zuerst 3000 km zurück nach Auckland fliegen mussten, um danach 8000 km nach Hawaii zu brettern und dabei ziemlich exakt wieder über Samoa vorbeikommen zu müssen.

Zu allem Übel erlebten wir beim Flug eine mühsame Geschichte mit einer alten Frau und die geht so: Zuerst unterhielt sich die aus Neuseeland stammende Dame, welche im dritten Sitz rechts von uns Platz genommen hatte, angeregt mit Stefan. Dieser half ihr beim Bedienen der Board-Elektronik. Da in der Flugzeugmitte noch Platz war, verzog ich mich in eine fast freie Reihe, womit ein Platz im Dreierbank frei wurde. Auf diese Weise hatten wir alle etwas mehr Bewegungsfreiheit. Wegen Schlaftabletten oder von sonst einem Teufelszeugs müde nickte die Dame nach dem Abendessen im Sitz ein. Plötzlich begann sie mit wirren Bewegungen Schuhe und Hose auszuziehen und versuchte anschliessend quer über die Reihe und somit auf Stefan abzuliegen. Irgendwie war sie völlig orientierungslos und glaubte zu Hause oder sonst wo zu sein. Stefans Versuche sie darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich in einem Flugzeug befände und er auch noch etwas Platz brauche, liefen völlig ins Leere. Das Schauspiel nahm so groteske Züge an, dass ich schliesslich die Flugbegleiter rief. Die Verwandten oder Bekannten der alten Dame schnarchten derweil vor sich hin und kümmerten sich auch nach Anfrage des Flugbegleiters nicht um sie. Und es kam, wie es kommen musste, Stefan wurde schliesslich umplatziert und die verwirrte Dame kam so zu einem Bett über drei Sitze. Natürlich waren wir ihr nicht böse, eher ihren Verwandten. Der Vorfall zeigt aber auch, dass Medikamente auf 39’000 Fuss Höhe eine heimtückische Sache sein können.

Der Dreamliner – komfortables Passagierflugzeug neuster Generation

Etwas entschädigt wurden wir durch das Flugzeug, weil wir zum ersten Mal im Dreamliner reisen konnten. Dieser Töff ist wirklich top. Als erstes fiel auf, wie leise er ist. Normalerweise haben Fluggäste locker 85 dB zu ertragen, also bereits ein Schalldruckpegel, der auf Dauer Gehörschäden verursacht. Im Dreamliner verstanden wir uns sogar im Flüsterton. Wahnsinn, was sie die da hingekriegt haben. Die Fenster sind gross, dunkeln auf Knopfdruck ab und auch die Sitze sind komfortabel.

In die USA einzureisen, kann ganz schön mühsam sein: Befragungen vor dem Einchecken, vor dem Abflug, ESTA, usw. Ihr wisst Bescheid. So glatt wie diesmal kamen wir jedoch noch nie in die Staaten hinein. Immigration, Zoll und die Prüfung von Biohazards dauerten keine zehn Minuten. Super. Vielleicht mag es daran liegen, dass wir in Hawai’i und nicht im JFK einreisten.

Waikiki Beach

Eine Taxifahrt und 45 $ später standen wir bereits morgens um 07.45 Uhr im Hotel. Da das Zimmer verständlicherweise noch nicht bereit war, zogen wir los an den Waikiki-Strand. In LuLu’s Café mit Ausblick auf’s Meer versuchten wir mit Kaffee, Tee und Wafeln etwas wach zu werden, was jedoch nur mässig gelang.

Moana Surfrider Resort an der Kalakaua Avenue

Junggebliebene Hula-Instruktorin mit toller Ausstrahlung

Das Abklappern der verschiedenen Shopping Malls an der Kalakaua Avenue half auch nicht wirklich, obwohl die Jekami Hula-Gruppentanzstunde im Royal Hawaiian amüsant war und hawaiisches Feeling verbreitete.


Um ein Uhr konnten wir dann endlich unser Zimmer oder besser gesagt unsere Suite mit grosser Terrasse samt Weber-Grill beziehen. Ich bin sicher, dass wir uns hier sehr wohl fühlen werden.

Hawai’i zum Wohlfühlen

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2 Kommentare

  1. 🐙i 18. Januar 2017

    Hihi, so wie am Stefan em Flüger met de aute Frou gohts mer ständig bem Schaffe 😂
    Schön hend ers, vöu Vergnüege ond bes glii… 😘

Antworten

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