Ich getrau mich jetzt dann fengs gar nichts mehr zu Carcassonne zu schreiben, gibt es in dem, diesem Bloge doch bereits zwei Einträge von, als die da sind: Carcassonne und Carcassonne #27. Im ersten war ich mit Stefan zugegen, im zweiten mit dem Jeremy. Ihm habe ich heute aus Carcassonne geschrieben. Schöne Grüsse an der Stelle. Keine Ahnung, wie oft ich schon in dieser besterhaltenen aller mittelalterlichen Städte war – weiss der Teufel wie oft. Carcassonne geht halt einfach immer und auch heute hat mich die Stadt einmal mehr hart gekickt.
Nach kurzem üben mit dem Brompton, konnte es nach der mittelalterlichen Stadt gehen
Als wir die Stadt heute gehender Weise verliessen, tat ich mir im Tourismusbüro noch ein Buch zu der Stadt auf. Da werde ich sicher noch das eine oder andere lernen können. Für den Moment studiert Renato das Buch, Blog schreiben und lesen geht ja schlecht zeitgleich. Manche könnten das vielleicht. Ich eher nicht so. Und wenn schon Multitasking dann das richtige und nicht das mit den Sequenzen und den Zeitscheiben. Letzteres können wir Menschen schlecht und ersteres gar nicht. Und im Stau stehen und in der Nase popeln zählt nicht als Multitasking. Manche Computer können echtes Multitasking, aber nicht alle. Die können dafür Carcassonne nicht besuchen. Googeln können sie es bestimmt. Googeln ist besser als nichts, aber in echt ist meistens besser wie Googeln. Ober sticht Unter. Manche Dinge sind nunmal unverrückbar und das ist dann auch gut so. Oder zumindest ist es einfach so.
In und um Carcassonne
Wie immer unverrückbar wirkt auch Carcassonne. Sie scheint den Besuchern zu sagen, dass sie eine Schöne sei und dass man sie besuchen dürfe. Im Mittelalter war das sicher nicht so, da wird sie gesagt haben: «Na, Freundchen? Du willst hier rein? Versuch es mal!» Sie wird das selbstverständlich nicht in Deutsch gesagt haben. Auch nicht in Französisch, sondern in Altokzitanisch. Das hätte dann vielleicht so geklungen haben können: «E, amic? Vols entrar aici? Tenta, donc!» Ob das wohl akkurat ist? Hallo, Ihr französischen Kreuzfahrer oder Katharer: Falls Ihr das aus der Vergangenheit, oder aus dem Jenseits zu lesen vermögt – oder vielleicht auch aus beidem –, schreibt doch hurti unten in den Kommentar, was Eure Stadt allfälligen Belagerern zugerufen haben würde? Und bitte entschuldigt, dass ich Euch gleich gemeinsam angeschrieben habe. Ich weiss, dass Ihr Euch nicht vertragt. Eigentlich muss ich Euch Katharer fragen, was Ihr den Kreuzfahrern zugerufen habt, als diese vor Eurer Stadt aufgezogen waren. Die waren dann nicht nett mit Euch. Ihr hättet besseres verdient gehabt. Ob es Euch tröstet, dass die Kreuzfahrer inzwischen ebenfalls längst die Wege allen Irdischen gegangen sind? Hilft einem halt auch nicht, vermute ich. Macht es auf jeden Fall gut. Bis dann.
Die Kathedrale ist zu Teilen gotisch, zu Teilen romanisch
Sorry. Bin wieder zurück. War kurz in einem Call mit den Katharern. Renato und ich könnten deren Geister eigentlich auf der Montségur besuchen gehen. Aber da reicht die Zeit nicht, da wir morgen nach Spanien müssen. Da weiss ich aber, wie das auf Spanisch korrekt heisst: Vamos a la Playa! Wobei nun wohl die Katalanen nicht Freude daran haben, wenn ich das auf Spanisch und nicht auf Katalanisch schreibe. Das mit den Katalanen und den Spaniern ist halt auch ein bisschen so, wie es zwischen den Katharern und den französischen Kreuzfahrern stand. Heute einfach ohne Scheiterhaufen. Besser ist.




Da spielen wir doch lieber das Brettspiel Carcassonne. Da hat es keine französischen Kreuzfahrer. Auch keine Katharer. Da gibt es nur Meeple, wie sie heissen. Grüne, rote, gelbe, blaue, schwarze. Und alle sind gleich. Manchmal sind Spiele besser als das richtige Leben.
Kontrast-Programm
Während zwei sich in Frankreich im mittelalterlichen, schönen Carcassonne verlustieren, geniesst jemand anderes die schöne Naturgewalt der Berge in der Schweiz.
Los geht’s ab der Griesalp im Kiental. Die Wegweiser und die lokale Kühe oder Holzgnome weisen den Weg
Wandern ist in der Schweiz je an sich noch kein unique selling point. Trotzdem gibt es da schon noch so die eine oder andere Wanderroute die der Wanderschuh-Geneigte auf der Bucket-List hat.
Nicht der Weg nach Mordor, aber für die Stairway to Heaven hätte ich mir schon eine Rolltreppe gewünscht
Meine Bucket-List Wanderung ist, oder unterdessen war der Sefinefurgga-Pass, über den man vom Kiental ins Lauterbrunental kommt. Pässe sind ja eine durchaus gute Erfindung, um von einem Tal ins nächste zu gelangen. In der Schweiz fehlt es uns an Talschaften ja nicht. Daher blieb mir vor Jahren, als ich den Übergang von Griesalp über das Hohtürli zum Oeschinensee nach Kandersteg machte, in Erinnerung, dass es von der Griesalp aus auch nach Lauterbrunnen geht.
Ah ja, den Abstieg gibt es ja auch noch zu meistern! Zum Glück zeigt sich Flora und Faune von der schönsten Seite
Auf der Wanderroute über die Sefinefurgga braucht man keine Angst vor Dichtestress zu haben. Die Unmassen von Touris in Interlaken und Grindelwald haben den steilen, also wirklich steilen Auf- und Abstieg noch nicht entdeckt. Ein Stück Natur (fast) für sich ganz alleine, jedenfalls solange es noch kein TikTok davon gibt.
Zivilisation in Sicht! Dazwischen liegen aber noch gefühlt 1 Mio Treppenstufen! Aber jetzt genug Steine für heute.






























Brigitte Bieri 1. Oktober 2026
Carcassone
herrlich war ich auch schon.
Geniesst es und einen Gruss an Renato
Tschüssli u ä schöne Tag
BRI
Stefan und Steffu 2. Oktober 2026 — Autor der Seiten
Einen wunderbaren guten Tag von der Costa Brava Brigitte
Tatsache – Carcassonne ist immer einen Besuch wert! 🤩
Danke Dir, Renato lässt ebenfalls aufs Beste grüssen.
Un saludo desde la Costa Brava
Steffu