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Stefan & Steffu's travels

Massentourismus

Rimini kannte unsereiner bis dato nur vom Hörensagen und seit heute weiss ich, dass das auch so hätte bleiben dürfen. Durchgehend in etwa 60 Kilometer verbauten Strandes, in der ersten Reihe eine Kilbibude an der andern, dass du das Meer gar nicht siehst, in der zweiten schreckliche Gebäudekomplexe – davon ein Drittel auf anstrengende Weise hässlich, ein Drittel heruntergekommen und die letzten vierzig Prozent leerstehende Ruinen – und in der dritten Reihe Verkehr ohne Ende. Da sieht man, wo Massentourismus hinführt und für heute steuern wir dazu bei, immerhin mit unseren Fahrrädern.

San Marino für uns allein

Da war heute Morgen schöner. Gestern inmitten der wie Treibgut durch das historische San Marino strömenden Menschenmassen hätte ich mir nicht vorstellen können, dass wir die Altstadt heute Morgen für uns alleine haben sollten. Und zwar wirklich für uns alleine. Der Volksmund sagt zwar, dass ihn der frühe Vogel mal könne, aber manchmal kriegt dieser eben wirklich den Wurm, oder heute eben die Altstadt. Ich meinte noch zu Stefan, dass es hier um diese Zeit furchtbar gefährlich sein müsse, da sich offenbar niemand auf die Gassen getraute. Da uns aber keine Wegelagerer aufwurten, vermute ich, dass es die Leute einfach noch nicht rauf auf die Stadt schafften um diese Zeit. Dabei war es so früh nun auch wieder nicht. Um diese Zeit bin ich üblicherweise bereits ein erstes Mal wieder müde. Wie dem auch sei, wer einen solchen Tourismusmagnet temporal für sich alleine hat, darf sich glücklich schätzen und also schätzten wir.

„Stäggeli uf u Stäggeli ab“, wer drei Burgen besuchen will

Auf dem Wappen haben sie drei Türmen mit je einer Feder oben drauf stecken. Seit heute weiss ich auch, wieso das so ist. Die Stadt hat nämlich drei Burgen. Es versteht sich von selbst, dass diese auf der ohnehin schon kriminell hoch gelegenen Stadt zuoberst angebracht sind und jede davon auf der höchstverfügbaren Stelle. Auch klar ist, dass ich heute auf jede einzelne hoch musste und dabei habe ich Knie. Aber was macht man nicht alles.

Auch mit Touristen lässt sich San Marino gemütlich besuchen, bevor es wieder nach Italien geht

Jedenfalls lieber auf San Marinos Burgen rauf, als um Rimini dem Strand entlang. Letzteres verdrängte ich mit einem Mojito. Drei weitere und ich würde es auch hier geil finden.

Cesenatico: pulsierender Badeort an der Adria

Die gleichen Steinstufen vor dem gleichen Hotel, jedoch liegen 40 Jahre dazwischen

Ein Aperol-Spritz gab’s für mich damals an dieser Stelle noch nicht

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