Nachdem wir die gestrige Wollt-Ihr-den-totalen-Krieg-Thematik mit einem Widerwillen abschlossen, der an Entsetzen streifte, bedurften unsere Karmas der Reinigung. Vom astralen Standpunkt betrachtet, bietet sich die Île de Ré auf das hervorragendste an.
Wohltuende Langeweile kommt ein erstes Mal in La Flotte auf
Auf der Île de Ré gibt es nichts zu erleben. Sie ist langweilig. Und das ist gut so. Langeweile hat nämlich zu Unrecht einen schlechten Ruf. Von seinen Kindern mit der Aussage konfrontiert, dass sie sich langweilten, antwortete ihnen deren Vater, ein Deutscher Philiosoph: «Gut so!» Der Zustand der Langeweile erlaubt es nämlich eine aufgeregt leere Verfassung zu erlangen, in welcher Neues entstehen kann. Die allgegenwärtige Hektik des Alltags lässt solches nicht zu, sie hat die Funktion des Betäubens.
Auch die Vauban Bastion Saint-Martin-de-Ré lädt zum Müssiggang ein
Wir aber wollen gelangweilt wach sein. Dazu bedarf es wohl eines gewissen Alters. Oder einer entsprechenden Porösheit des Gehirns. Das ist schwer zu sagen. Klar ist jedenfalls, dass es dabei nicht darum geht einen Kontrapunkt zu setzen, sondern den Zustand per se zu erreichen, a priori also.
Ein entspannter Zwischenhalt in Ars-en-Ré
Die Île de Ré erhub sich eigens dazu aus dem Meer, ein Atlantis der Gegenwärtigkeit. Im Sommer mag die Insel wohl sehr beseelt sein, aber wenn sich der September dem Oktober zuneigt, verkehrt sich alles ins Innere. Und so sind wir von einer grossen insularen Zerstreutheit und geben uns dieser hin.
Vom Leuchtturm Phare des Baleines verliert sich der Blick im Horizont






















