Wer Das Boot mit Jürgen „Herr Kaleun“ Prochnow im Original von 1981 in der vollen Länge und mehrfach gesehen hat und auch nicht von der Neuauflage auf Netflix mit gefühlten 200 Folgen zurückschreckt, der kann nicht nach La Rochelle reisen, der muss. Am besten wäre es mit einem U-Boot einzulaufen. Aber weil wir unser aufblasbares Dropstich-Kajak zu Hause gelassen haben, musste es der Van tun. Dafür haben wir ihm am Morgen vor der Abfahrt Tiefenruder eingesetzt und sind mit vorne -10 und hinten -5 mit U-Malibu eingelaufen, die Torpedo-Rohre geflutet, aber mit (noch) geschlossenen Mündungsklappen. Wir wollten schliesslich niemanden verängstigen.






Befestigter Ort Brouage à la Vauban
U-Boote haben wir allerdings noch keine gesehen, da wir uns heute noch fussläufig bewegten und der noch immer existierende U-Boot-Bunker von La Pallice etwas abseitig steht. Aber La Rochelle geht auch ohne U-Boote ganz gut und ich wunderte mich beim Sightseeing, dass mir die Stadt nicht schon früher zur Anzeige gebracht wurde, sie ist nämlich ganz hübsch.

Mittags-Stopp in Fouras mit dem Fort Vauban
Mitz im Hafen des Stadtzentrums lag dafür mit dem riesigen Mast nicht zu übersehen der Rennkatamaran Maître CoQ V angetaut. Dessen Skipper Yannick Bestaven ist der Gewinner der Vendée Globe 2020/2021. Kaum zu glauben, dass sich ein solches Höllenteil von einer einzigen Person und mit Geschwindigkeiten von rund 30 Knoten (ca. 55 km/h) segeln lässt. Dieser Rennkatamaran hat anstelle von Tiefenrudern sieben Meter lange Foils. Die Gemeinsamkeit eines U-Boots und dem Segelschiff dürfte beim Preis liegen, der nicht für Budgets von Normalsterblichen geeignet ist.
Wir begnügen uns daher mit der Stadt, ein Cappuccino und ein doppelter Espresso lagen noch drin. Kaleun ist übrigens die unter Seemännern übliche Kurzform für den U-Boot-Kapitän im Range eines Kapitänleutnants.
La Rochelle









