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Stefan & Steffu's travels

Von Hunden und der Seefahrt

Gerne würde ich zur See fahren. Auf Youtube schaue ich mir oft Führungen durch Boote und Schiffe an und stelle mir dann vor so ein Gerät auf die Pension hin zu beschaffen. Ich wäre durchaus imstande dazu. Wäre da nur nicht der Umstand, dass ich so schrecklich Seekrank werde. Die Seevariante zum jetzigen Camperleben, also quasi die Negativ-Blaupause dazu, wäre aber halt schon schampar schön. Ich kann mir das ja noch etwas überlegen. Eine nautische Meile beträgt 1852 Meter. Das entspricht exakt einer Bogensekunde. 

Der Töpfermarkt sorgt für belebte Gassen in Mornac-sur-Seudre

Am Meer zu sein ist besser als das meiste. Die Brandung kommt knapp gegen die 70er -Jahre Discomusik an, welche die Sitzplätze vor der Bar beschallt. Das Gebäude ist aus derselben Zeit wie die Musik, aber im Gegensatz zu dieser wesentlich schlechter gealtert. Der einstige Hotelkomplex erinnert an das Bates-Motel. Aber es sind nicht die Augen von Anthony Perkins, welche mich nicht mehr aus ihrem Blick lassen, seitdem sie mich seit Minuten fixieren. Diese Augen wie schwarze Murmeln gehören zu einem Hund, vermutlich ein Beagle-Verschnitt. Mit einem Pichet Weisswein suche ich das schreckliche Fleisch abwechselnd herunterzuspülen und dann wieder vergessen zu machen. In Frankreich sollte man kein Fleischplättchen bestellen. Ich wusste es.

Wer kann diesem Hunde-Blick widerstehen

Der Hund jedenfalls mag das Fleisch. Wir haben nun einen neuen Freund. Man sollte Hunde nicht vom Tisch weg füttern. Ich weiss das. Aber es ist mir gerade egal. Und schliesslich sagte dessen älteres Herrchen, er lasse den Hund gleich bei uns. Ich dachte noch, er mache einen Scherz. Seither haben wir ihn aber nicht mehr gesehen. Der Hund weicht nicht mehr von unserer Seite.

Nicht ganz so sexy wie in Hollywood – Wäschewaschen an der Tanke

Heute Morgen mussten wir Wäsche machen. An sich kein Problem, in Frankreich stehen überall Waschautomaten rum. Blöd war nur, dass der Tumbler zwar lüftete, aber nicht heizte. Die Euro kassierte er dann aber schon. Auf diese Weise versemmelten wir eine Stunde fürs Bussi und mussten dann mit der mangelfeuchten Wäsche nach einer zehn Kilometer entfernten Laundrette fahren.

Ab auf die Insel d’Oléran mit Blick auf Fort Louvois und Fort Boyard

An Küsten stehen im Generellen und auf Inseln im Speziellen oft und gerne Leuchttürme herum. Sie haben eine den Sirenen der griechischen Mythologie entgegengesetzte Funktion. Der Phare de Chassiron am Ende der Île d‘Oléron ist ein solcher und seines Zeichens ein besonders grosses Prachtsexemplar. Leider, war ich geneigt zu denken, als wir auf diesen zugingen, weil ich wusste, was das bedeuten würde, nämlich auf diesen hoch zu müssen. Stefan mag Leuchttürme und muss auf solche rauf. Das geht nicht anders. Und ich dann natürlich mit. Mein rechtes Knie tut momentan nicht so richtig, ein Kreuzband, der Hibiskus, oder wie das Zeugs auch immer heisst. Ich verfluchte den 50 Meter hohen Leuchtturm jedenfalls auf jeder zweiten der 224 Stufen. Belohnt wurde der Aufstieg dann aber mit einer tollen Perspektive.

Ein Leuchtturm will erklommen sein

Bei guter Sicht soll man von hier bis nach New York sehen können. Ich war so schlau mein 10×25 Swarovski mitzunehmen. Swarovski-Ferngläser haben geile Linsen, aber so sehr ich auch gegen Westen schaute, die Freiheitsstatue auf der Liberty Island konnte ich nicht entdecken. Die Statue war ein Geschenk Frankreichs. 

Spuren im Sand auf der Île d’Oléran

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