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Stefan & Steffu's travels

Inlandsvägen – Part II

Letzthin wurden wir Zeuge, wie eine Möwe eines nicht eben kleinen Seesterns habhaft wurde, indem sie diesen aus dem Wasser zog. Währenddem sie in diesen Sollbruchstellen reinhackte, meinte Stefan, dass der Seestern überleben würde, bliebe auch nur einer seiner Arme übrig. Er könne aus diesem heraus wieder nachwachsen. Konnte er nicht. Die Möwe schluckte ihn in zwei Stücken runter. Natur. Das volle Programm.

Der Inlandsvägen hat seinen Namen von der Inlandsbanan – auf unserem Weg von Vilhemina nach Hammerdal

Inlandsvägen ist anstrengender als die Route entlang des bottnischen Meerbusens und Schweden ist mit mehr als 450’000 km2 verdammt gross. Elf mal grösser als die Schweiz. Dabei werden die beiden Länder gerne miteinander verwechselt. Wobei uns noch so dünkt. Gestern beim Kauf eines neuen Zweimeterkabels USB-C auf USB-C – das alte war nicht so alt, eigentlich sogar ziemlich neu und das mit den 25‘000 x biegen waren eher 25 mal, bis das Ding im Eimer war, aber zwei Meter sind eben schon noch gut, weil dann am Tisch gearbeitet und dabei mit der vom Wechselrichter betriebenen Bordsteckdose aufgeladen werden kann und für das Arbeiten bleibt auf Fahrten durch so grosse Länder genügend Zeit – erklärte uns der Verkäufer in einer ziemlich lustigen, für uns aber komplett unverständlichen Sprache etwas. Stefan beschied ihm dann, we didn‘t understand what just said, in whatever language you used.

Café auf einem alten Gutshof in Hammarby. Wir wähnen uns in einer Szene von Wes Anderson.

So weit kann das mit den schwedisch-schweizerischen Gemeinsamkeiten daher nicht her sein. Dass der Golfer aus Mar-a-Lago die Länder wohl nicht auseinanderhalten könnte, tut nichts weiter zur Sache, der ist kein Massstab. Zudem sind Zölle eher sein Ding als Geografie.

Östersund strahlt städtisches Flair aus

Wir sind seit Tagen auf der E45. Eins ist klar, den Inlandsvägen kriegst du nicht in einem Tag hin, auf keine Geiss Art. In Svapavaara bogen wir von der E10 auf diesen ein, um dem Teilstück bis nach Göteborg für 1700 km zu folgen. Das entspricht ziemlich genau der Strecke von uns zu Hause an die Costa Brava und wieder zurück. Dies umfasste SchweizFrankreich, die Pyrenäen, etwas Spanien, dreissig romanische Kirchen, je Weg zehn konfiskatorisch wirkende französische Mautstationen, Mittelmeer, Paella, literweise Sangria, Flamenco und Joie de vivre. Auf dem Inlandsvägen kriegst du geboten: Wald, Tempo 90, Wald, Mücken, Schlaglöcher, Seen, Wald, Tempo 70, Blitzkästen, Wald, Kurven, zwei Rentiere, eine Kirche mit Kanzel, Wald, noch mehr Mücken und Wald. Aber das geht in Ordnung, schliesslich wollten wir den Inlandsvägen machen. Route 66 auf schwedisch.

Je weiter nach Süden wir kommen, umso mehr zivilisatorische Bauwerke werden uns geboten

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