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Stefan & Steffu's travels

Inlandsvägen

Inlandsvägen ist schwedisch und bedeutet Mosquito Highway. Die Biomasse der Insekten ist in den vergangenen Jahren dramatisch zurückgegangen. Offensichtlich mit Ausnahme der Mücken. Und die sind alle hier oben in den Swamps von Schweden. Steigen wir irgendwo aus, kommt sogleich das Zehnfache an Mücken angeschwirrt und zwar nicht in Stückzahlen, sondern in Gewicht. Das auf den Schlafraum des Malibus massgefertigte Moskitonetz rettete mir in dieser Nacht das Leben. Schönen Dank an dieser Stelle an die fleissige Blogleserin und mit Faden und Zwirn bewanderte Megie!

Der Bahnhof lässt sich in Gällivare sehen

In Gällivare sahen wir dann interessanterweise keine einzige Mücke. Vermutlich ist die Stadt selbst denen zu hässlich. Gällivare ist eine der grössten Gemeinden von Schweden. Mit einer Fläche von mehr als 16‘800 km2 ist sie so gross wie die Schweizer Kantone BernWallis, Neuenburg, Waadt, Jura und Freiburg zusammengenommen, deckt also mehr als 40% der Fläche der Schweiz ab. Auf diese Fläche kommen 16‘800 Einwohner:innen. Gäbe also für jede und jeden locker einen Quadratkilometer. Sie wohnen aber auf einem Haufen und in hässlichen Plattenbauten. Kann man machen. Gällivare gibt abgesehen von der beeindruckenden Ausdehnung nicht viel her. Wir taten es also dem traditionell nomadischen Volk der Samen gleich – und zogen weiter.

Jokkmokk gefällt uns mit den farbigen Holzhäusern besser

Nächster Halt Jokkmokk. Das tönt nicht nur lustig und sympathisch, der Ort ist es auch. Wie Gällivare ist auch Jokkmokk ein mit schachbrettartig angeordneten Strassen angelegter Planort, beweist aber mit den Holzhäuschen, dass das auch hübscher geht.

Das Polarkamp liegt knapp über dem Polarkreis

Jokkmokk ist der letzte Ort vor dem den Inlandsvägen kreuzenden Polarkreis. Uns von der Koordinate 66° 33′ 55″ nördlicher Breite leiten lassend hielten wir Ausschau nach einem Schild, welches den Polarkreis zur Anzeige brächte. Gibt aber keines. Auch keine Markierung auf der Strasse. Nichts. Man scheint hier keine grosse Sache daraus zu machen. An die Kilbi mitsamt Sitz des Weihnachtsmanns im finnischen Rovaniemi denkend, scheint uns das sympathisch.

Inlandsvägen: Asphalt, ab und zu Schotter, Wald, Mücken und vereinzelt ein paar Renntiere

Diese Sommerferienreise betreffend kamen wir im Vorfeld rasch überein, dass der Archipel im Nordwesten von Norwegen unser Reiseziel sein soll. Alas sprachen wir bis vorgestern nie über die Route für die Rückfahrt. Für mich war klar, dass es entlang des bottnischen Meerbusens gehen sollte. Das erschien Stefan jedoch nicht prickelnd, da bekannt. Er schlug vor auf derselben Strecke zurückzufahren, wie wir hochgekommen sind. Dafür mochte ich jedoch gar keine Begeisterung zu entwickeln. Also entschlossen wir uns für den Mittelweg im wahrsten Sinn des Wortes und das ist eben der Inlandsvägen, welcher mittig zwischen den beiden erwähnten Strecken durch Schweden führt.

Der tosende Piteävlen

Auf der E45: Auf einer Brücke über ein Gewaltsding von einem Fluss. Vollbremsung bei Tempo hundert und rechts in die Parkbucht zum Besuch des Piteälven. Ein paar Kilometer später wieder auf hundert: Vollbremsung. Rentier am Wegrand. Wieder beschleunigt. Rechts und links Schweizerflaggen und angeschriebenes Haus. Wieder hart gebremst. Die Bremskolben haben zu arbeiten. Nach einem Schwatz mit der Besitzerin des Wilderness Cafés, einer Ostschweizerin, beschlossen wir spontan hier Rast zu tun. Zur Freude des Huskys Max und der hiesigen Mücken. 

Im von Schweizern geführten Wilderness-Life kommen Heimatgefühle auf und wir haben Husky Max am Wickel

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