Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Tropisches Norwegen

Der Freitag wälzt sich klebrig dahin. Der mitgebrachte Ventilator schiebt im Bus der Linie 1B lediglich mehr als 40° betragende Luft umher. Hinter den Fenstern sitzen wir wie Ameisen unter einem Brennglas. Es flimmert über dem Asphalt, welcher zum Holmenkollen hochführt.

Trotz Hitze – Olso lädt zum Schlendern ein

Den Möwen ist es auch schon zu heiss

In Erwartung eines Hitzetages liessen wir den Wecker bereits um sieben Alarm schlagen. Es schien uns, dass etwas von uns verlangt wurde, das nach erhöhter Tätigkeit irgendeiner Art rief. Wir standen jedoch bei weitem nicht ausgeruht auf. Wider besseren Wissens liessen wir uns gestern von der abendlichen Dämmerung leiten, statt dass wir unseren Melatonin-Spiegeln vertraut hätten. Wer sich in diesen Graden vom Stand der Sonne oder vom Grad der Helligkeit leiten lässt, liegt immer falsch. 

Im Rathaus von Oslo spielen sich eher politische statt musikalische Opern ab

Oslo war aber bereits um neun ein Ofen. An der Karl Johans Gate bestimmten Schattenwürfe unsere Routenwahl. Vernünftigere begaben sich angetan mit Badehosen ins kühle Nass, aber wir unterlagen doch dem Reiz des kulturaufsuchenden Sightseeings. Immerhin war es während der Führung durch die Oper angenehm. Oder zumindest nicht heiss. Auf ausdrücklichen Wunsch von Berit Aarøe liessen wir das Fotografieren in der Oper bleiben. Wer vermag dem Geheiss dieser einstigen norwegischen Sopranistin nicht zu entsprechen? Vor allem, weil sie alles so sympathisch vortrug. Also liessen wir von unseren Kameras ab und horchten aufrichtig bewegt der einstigen Primadonna. 

Farbenpracht der Fresken im Olsoer Rathaus

Rigoletto und Tosca banden uns aber allzu kurz und so gaben uns die weitläufigen Baulichkeiten der Osloer Oper wieder preis und stellten uns erneut der Hitze anheim. Was vermag Linderung zu verschaffen? Die Antwort muss Wintersport lauten. Also hoch zur Sprungschanze Holmenkollen. Aber auch da ward nicht kühl. Es war bloss etwas weniger heiss.

Wir wissen nicht, ob dem Elch die Höhe zu schaffen machen würde, die Hitze hingegen schon

Morgen wollen wir uns im Oslofiord versuchen. Dem Hitze absorbierenden Asphalt der Stadt werden wir da entfliehen können. Nicht jedoch der Sonne. Schatten werden wir im Fjord keinen finden. Höchstens Nässe. Aber in den Tiefen des Oslofjords wartet bestimmt die Hölle auf Erden. Nicht auf Stefan. Aber ganz bestimmt auf mich.

Blick vom Holmenkollen auf die Stadt und den Fjord

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