Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Ekspres

Ekspres um 13:07 am Storebælt: Jetzt kommt dann gleich aus, ob wir uns zum Affen machen. Besser wäre es, wenn nicht …

So beginnt der Tag mit einem Lächeln: Frühstück in Patricks Café in Wanderup

07:59 drehte ich den Zündschlüssel auf dem Campingplatz beim nordfriesischen Tating, wo wir Barbara und Tom getroffen haben. Schliesslich sollen heute mehr als 600 Kilometer abgewickelt werden. Rollen muss, wer heute noch nach Schweden will. Davor liegt nämlich Dänemark und das gleich mit Jütland und den Inseln Fyn und Seeland. Allesamt sind Halb- und Inseln zu queren. Aber das ist auch ganz gut, stimmt Dänemark, dieses Halbskandinavien, dieses Skandinavien auf Schwachstrom doch gut ein auf das richtige Skandinavien. Wir erinnern uns an die weisen Worte des grossen Philosophen und Denkers Theodor W. Adorno«Es gibt kein richtiges Skandinavien im falschen.» Das lässt einem unvermittelt an Dänemark denken. Das «W.» im Namen Adornos steht übrigens für Wiesengrund. Erfuhr ich kürzlich mich locker bildend in einer halbschlafenden Nacht morgens um vier. Da wird auch schnell klar, weshalb Adorno 1938 mit seiner Frau nach den Vereinigten Staaten emigrierte. Mit Skandinavien hat das allerdings wenig zu tun. Abgesehen von dem vorangehend aufgeführten und bekanntesten seiner Zitate. Horkheimer wäre auch noch interessant, aber von dem sei allenfalls ein andermal berichtet. Der hat mit Skandinavien noch weniger zu tun, als AdornoAstrid Lindgren hingegen schon. Die war nämlich Schwedin. Und schrieb Pippi 2 x 3 macht 4, Widdewiddewitt und Drei macht Neune Langstrumpf – also von Mathe hatte das Gör null Plan. Von der Langstrumpf hatte ich es an früherer Stelle zudem schon mal, daher ist das wohl nicht weiter zu vertiefen. 

Deutschland raus – Dänemark rein – Dänemark raus – Schweden rein!

Wisst Ihr wer auch Schwedin war? Was? Nein, ja, nein, klar, die Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad von ABBA, aber die meine ich gerade nicht, obwohl die auch cool sind. Von denen bin ich noch so Fan, im Gegensatz zu Pippi Langstrumpf. Die gab mir schon als Kind auf den Zeiger. Aber wieso eigentlich, sie war ja nicht unsympa. Vermutlich war sie mir zu neunmalklug – das wäre dann wohl eine klassische psychologische Projektion gewesen. Verdammt. Das wollte ich jetzt eigentlich nicht herausfinden. Hat man davon. Recht geschieht mir wohl. Ich hab‘ ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd, und jeder, der uns mag, kriegt unser 1 x 1 gelehrt. Nein, ich meinte Greta Garbo. An deren Grab im Skogskyrkogården standen Stefan und ich im 2015 und weinten. 

Greta Garbo ist in Stockholm begraben

Greta Garbo, das war noch ein Name, eine Frau von Welt, eine Diva, eine Göttin. Eine wie sie wird die Welt wohl nie mehr sehen. Da gibt es allerdings keinen Blog von, weil wir diesen erst mit unserer Weltreise 2016 lancierten. Ich frage aber Stefan, ob er vom Grabe der Garbo 2015 ein Bild reintun kann. Damit Ihr‘s Euch vorstellen könnt.

Diesmal treffen wir uns nicht in Schweden sondern am Wattenmeer

Gestern Abend war schön mit Tom & Barbara. Einmal mehr. Unsere nordsommerlichen Treffen entwickeln sich allmählich zur Gewohnheit. Wobei wir immer Management bei Helikopter – also einfliegen, Staub aufwirbeln und mit Getöse wieder weg – machen und die beiden uns bewirten, also die ganze Arbeit haben. Unterdessen haben wir echt Gewissen und werden uns mit einem Nachtessen bei uns revanchieren – man kann sich ja auch mal zu Hause treffen. Das geht auch. Aber nicht auf einem Reiseblog. Das machen wir dann nicht rein. Auf jeden Fall war es auch diesmal toll – schönen Dank Euch beiden und einen guten Aufenthalt und anschliessend Godspeed.

Nach zweimal wird es zur Tradition: Pries!

Wer übern grossen Belt will, nutzt die Storebæltsforbindelsen, die rund 18 Kilometer lange Verbindung der beiden Inseln Fyn und Seeland also. Macht ungefähr 60 Stutz rüber. Das Teil von einer Brücke will schliesslich amortisiert werden. Man versteht das. Es war aber nicht die Maut, welche uns zittern liess, sondern die Ungewissheit, gob das kleine Oresund Pay-Kästchen, welches wir gestern wieder an die Frontscheibe machten, noch funzen würde. Das Abo buchte mir zwar munter jährlich 45 Piepen ab, aber das bedeutet noch nicht, dass das Kästchen mit der Prüfstelle zu korrespondieren vermag. Braucht nämlich Strom und an eine Batterie kommst Du da höchstens unter massiver Gewaltanwendung ran. Wenn überhaupt. Und dann wäre das Kästchen wohl futsch. Wir also mit den Eingeborenen in die Ekspres-Kolonne rein und bibbernd auf die Elektronik zu. Aber plötzlich begann das Kästchen zu jabbeln – wir werteten das als gutes Zeichen – und also liess uns die Schranke auch schon passieren. Sehr gut, das Ding wird uns somit auch ungebremste Fahrt über die Øresundsbroen erlauben. Diese liegt nun auch bereits vor uns, Stefan am Steuer, brauchte ich nun die gesamte Zeit des Querens von Seeland für den Blog. Aber das passt schon, Malibu und wir fahren nach 2020, 2021 und 2023 soeben zum siebten Mal hier lang und verpassen damit nicht soo viel. 

Über drei Brücken musst Du gehen: Lillebæltsbroen, Storeæltsforbindelsen und Øresundbroen

17:10 nördlich von Helsingborg: 508 Kilometer sind heute geschafft, 163 liegen noch vor uns. Bei einem Preem-Bären haben wir uns einen als Medizin gedachten Espresso geholt. Wie Medizin roch dieser auch, wobei – Medizin riecht besser. Er roch nach geschmolzenem Pneu. Also runter mit der Brühe, fahrergewechselt wieder rauf auf die Bahn und weiter geht es. Ich stellte gerade fest, dass es sich bei der Autobahn um die E6 handelt, also der Strasse, auf welcher wir nun 2‘500 Kilometer bleiben und schliesslich das Nordkap erreichen könnten.

Nach 670 km unser Rastplatz beim Schloss Tjolöholmen am Kungsbacka-Fjord

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