Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Edfu & Kom Ombo

Auf 24°32‘ steht die Sonne auch am winterlichen Himmel hoch und brennt unterdessen ganz ordentlich auf uns herab. Daher reichte es auch für einen Burner. Bekanntlich sollte ich auf solche verzichten. Besser wäre das auf jeden Fall. Ich machte nun Daylong 50+ drauf. 

Auch das Schiff vom Film „Tod auf dem Nil“ fährt Palmemhainen entlang

Palmen und staubtrockene Hügel lösten die Häuser ab, Pferde, Rinder und Esel stehen oder liegen neben Schilfpflanzen auf Nilinseln herum. Eine Fahrt auf dem Nil hat etwas Aufrichtiges an sich. Krokodile lassen sich allerdings weiterhin nicht blicken. 

Wir sind noch nie so oft Kutsche gefahren wie in Ägypten. Man gewöhnt sich daran.

Mit einer Kutsche fuhren wir am Morgen in der Früh im Edfu-Tempel ein. Fadl ist ziemlich effizient im Erreichen solcher Ziele. Währenddem das Pferd auf dem Weg vom Trab in den Galopp überging, stellte ich mir vor, dass wir den Tempel vor dem Gros der Touristen erreichten. Denkste. Das Umfeld der Pyramiden in Gizeh war dagegen richtiggehend entvölkert. Dichtestress im Tempel. Vielleicht waren diese aus dem Grund für das gemeine Volk zur Zeit der Pharaonen nicht zugänglich. Wir genossen es trotzdem, im weitläufigen Tempel fanden sich in abseitigen Fächern immer mal wieder Orte der Stille, an welchen wir uns im Lesen von Hieroglyphen üben konnten. Einfachere Passagen kriegen wir unterdessen ganz gut hin.

Horus-Tempel von Edfu. Wir waren ganz stolz, dass wir in den Kartuschen unten rechts die Namen Ptolemiss und Kleopatra entziffern konnten.

Heute sollten wir Assuan erreichen. Dort beginnt der Nasser-See, der bis in den Sudan hinein führt. Von da an müssen wir mit dem Auto weiter, wenn wir nach Abu Simbel und damit bis ganz in den Süden von Ägypten und nahe zur Grenze des Sudans kommen wollen. Wollen wir natürlich. Am liebsten würden wir auch den Sudanbesuchen. Aber das geht leider nicht. Viel zu gefährlich.

Im Alten Ägypten war wohl nichts mit Kroko-Ledertäschchen: Kom Ombo Tempel mit Krokodilsmumien

Bevor wir aber nach nubischen Landen ausgreifen, haben wir in Kom Ombo und Assuan Arbeit vor uns. Der Doppeltempel von Kom Ombo ist dem Falken-Gott Horus und dem Krokodil-Gott Sobek gewidmet. Und Krokodile haben wir nun gesehen und zwar in Form von Mumien. Das gibt es also tatsächlich. Nachdem die im Tempel gehaltenen Krokodile den Weg allen Irdischen gegangen sind, wurden sie einbalsamiert, bandagiert und in Sarkophagen beigesetzt. Es scheint, dass die Ägypter alles eingewickelt haben, was ihnen begegnete.

Auch Desserts werden gerne eingewickelt: ein Glasfaser-Nachtisch – die Seidenraupe unter den Süssspeisen

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

© 2025 Exploring the world

Thema von Anders Norén