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Stefan & Steffu's travels

Affen ohne Schnee

Wenn Touristen dazu gebracht werden sollen, wie die Affen in irgendeine entlegene Gegend zu pilgern, dann verwendet man am besten – wär hätte es gedacht – ein Rudel Affen.
Japanmakaken, zu Gattung der Meerkatzeverwandten gehörend – merci Wikipedia –, leben in den Berggebieten rund um Nagano und bilden neben Onsen und Skigebiet eine touristische Attraktion. Im Snow Monkey Park Jigokudani baden die auch Schneeaffen genannten Japanmakaken nämlich im Winter im dafür zur Verfügung gestellten outdoor Onsenpool. Im Herbst ist das Wetter jedoch zum Baden viel zu warm und das Wasser im Onsenpool ist, wie wir selber vor Ort erfühlen konnten, auch viel zu heiss.

Damit wir als Touristen trotzdem etwas von den Affen mitbekommen, werden die Tiere mit Futter angelockt. Das funktioniert ganz gut, denn wir haben das Vergnügen heute die Affen aus nächster Nähe zu bewundern, wie sie Getreide auf den Steinen rund um den Pool zusammenkratzen.

Wir geniessen auf jeden Fall den Tag in der japanischen Natur. Der Weg zum Snow Monkey Park führt über knapp 2 km durch einen Wald aus Sicheltannen, auch japanische Zeder genannt. Es ist eindrücklich die Affen von Nahem beobachten zu können. Auch wenn sie offensichtlich an den Menschen gewöhnt sind und durch das Füttern eine gewissen Abhängigkeit erlernt haben, leben die Tiere trotzdem noch wild in den Wäldern.

Wir entscheiden uns auf dem Rückweg nicht mehr den nahegelegenen Express-Bus zu nehmen, mit dem wir am morgen angekommen sind, sondern wandern durch das Bäderdorf Shibu Onsen zur Bahnstation von Yudanaka. Auf diese Weise lernen wir auch noch das etwas ruhigere Japan abseits der blinkenden Grossstädte kennen, mit alten, teils etwas baufällig wirkenden Häusern. In Shibu Onsen gibt es auch neun öffentliche Onsen-Gebäude, die den Feriengästen vor Ort zur Verfügung stehen. Mit wenigen Ausnahmen machen sie von aussen nicht einen so einladenden Eindruck. Vielleicht sieht es im Winter anders aus.

Die heissen Quellen sind in der Region jedenfalls überall präsent. Immer wieder dampft es aus ein Wasserlauf heraus und die Wärme und der leicht Geruch von verfaulten Eiern durch Wasserstoffsulfid liegt in der Nase.

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