Mit Ausnahme von verkleideten Touristinnen haben wir im Gion Viertel keine echte Geishas angetroffen. Wer bei Geishas jetzt an leichte Mädchen denkt, denkt falsch. Geishas sind traditionelle Unterhaltungskünstlerinnen. Heute würde man wohl von Popsternchen oder Moderatorinnen sprechen. Geishas unterhalten ihre Kundschaft mit Musik, Gesang, Kunststückchen und geistreichen Witzchen. Man könnte wohl Taylor Swift als moderne Geisha bezeichnen.
Gemütliches japanisches Frühstück im Geisha-Viertel Gion. Das süsse Frühstück muss gegrillt werden!
Im Geisha-Viertel Gion ist jedoch nicht mehr viel davon zu spüren. Die Gentrifizierung scheint hier voll durchgeschlagen zu haben. Dies bedeutet meist der Tod für ein Künstlerviertel. Schicke Teehäuser reihen sich an Juwelier- und Hochzeitsgeschäfte. Gallerien bieten moderne Kunst an.
Neben dem goldenen gibt es auch den silbernen Pavillon (Ginkaku-ji), dessen Gartenanlage sehr sehenswert ist
Eine andere Unterhaltungsform in Japan sind Gärten. Dies mag im ersten Moment merkwürdig erscheinen. Natur ist doch still und langweilig. Lustwandelt man durch einen japanischen Garten merkt man schnell, dass hier nichts dem Zufall überlassen ist und jedes Pflänzchen, Steinchen und Flüsschen einer genauen optischen Komposition folgt. Auch wenn der Garten künstlich angelegt ist, gehegt und gepflegt wird, so besticht doch das harmonische und natürliche Aussehen.
Man fühlt sich wie eine Ameise neben den hohen Bambusstämmen
Weniger zu tun gibt da Bambus. Der zu den Süssgräsern gehörende Bambus kann unter idealen Bedingungen schon mal mit einer Geschwindigkeit von 1 m pro Tag auf bis zu 40 m in die Höhe wachsen! In Kyoto scheint Bambus ziemlich gute Bedingungen zu haben. Die hohen und ziemlich dicken Bambusstämme die den Weg durch den Bambuswald im Westen von Kyoto säumen sind jedenfalls sehr eindrücklich.















