Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Salisbury

Eigentlich sollten an dieser Stelle bereits drei Abschnitte geschrieben stehen, aber der WhatsApp ZHAW-Klassenchat zeugte Kunde davon, dass die Resultate der Prüfung vom Freitag auf Moodle aufgeschaltet seien. Versuch mal im 21. Jahrhundert im Ausland von einem Gerät auf ein System zuzugreifen, von welchem Du das noch nie getan hast. Eben. Viel Spass dabei. So kann man den Spannungsbogen auch aufrechterhalten. Es stimmt nicht, dass früher alles besser war. Aber manches war gut! Da kriegtest du ein Couvert in den Briefkasten geprägt, öffnetest dieses und dann warst du im Bild and be done with it

Aber – so höre ich euch einwenden – wenn du im Ausland bist, kommst du auch nicht an das Couvert ran. Stimmt. Ich nicht. Aber mein Schwager. Der Gute nahm mir gestern schon die zweite Lieferung der bestellten Gläser entgegen.

Eigentlich sollte ich über Salisbury berichten wollen. Da hinzufahren war eine gute Idee. Salisbury ist nämlich eine hübsche Stadt, mit viel Grün, Flüssen und alles und vor allem kann sie Gotik. Und Kathedrale. Und beides in Kombination und nahezu in Reinform. Schade hat die Kathedrale keine Krypta. Das gibt etwas Abzug. Daher gibt es eine Note 5.5. Das geht in Ordnung. 

Online war nur noch ein Einzelticket für eine Führung mit Turmbesichtigung möglich, also versuchten wir uns an der Kasse. Soll ja auch gehen. Vor allem, wenn man beim Versuch des Onlinebuchens gerade vor dieser steht. Wir hatten doppelt Dusel, zum einen, weil wir noch Tickets kriegten, zum anderen, weil gleich eine Führung starten sollte. Und so wurden wir an die Hand genommen und einem älteren Iren – mit einem «r» geschrieben, sonst verändert sich der Sinn etwas – übergeben, der uns, zusammen mit zwei Herren aus Manchester, vermutlich Vater und Sohn, die Kathedrale ausgiebig näher brachte. «It‘ll take the better part of two hours.» – sie nehmen sich Zeit für einem, das muss man ihnen lassen. Und so kennen wir nun wohl die Geschichte fast jedes Steines, jeder Klammer und jedes Eichenbalkens und von allem hat es reichlich.

Etwas später im Glockenturm vor einigem an Blech: «One bell is quite loud, but I do not know exactly when it‘s going to…», er kam nicht dazu den Satz zu Ende zu sprechen und es war nicht nur die Glocke, welche läutete, sondern auch unsere Ohren. Kürzlich ging ich mein Hörvermögen testen. Wider meiner Erwartung war dieses völlig intakt. Das war vor dem Besuch der Glockenstube der Salisbury‘s Cathedral. Autschn‘. 

In zwei Kilometern Entfernung zur Stadt liegt Old Sarum, das alte Salisbury also. Nicht zum ersten Mal Strukturen dieses Duktus ansichtig, erkannten wir sofort, dass hier ältere Kräfte als mittelalterliche zu Werk gegangen sind. Und in der Tat schien hier vor der keltischen bereits eine neolithische Kultur gewirkt zu haben. Sehr viel Fantasie braucht man dazu allerdings nicht, Stonehenge liegt ein paar Hinkelsteinwürfe von Old Sarum entfernt.

Hinkelsteine sind nicht das einzig Merkwürdige hier. Auf dem Weg kamen wir an einem Ort namens Boarhunt vorbei. Da weisst du auch Bescheid und wenn du ein Wildschwein bist, ziehst du dir besser eine kugelsichere Weste über oder klopfst die Paarhufe gleich ganz. Eine Farm machte zudem Werbung für Blackwater traditional rare breed Poultry, für seltene Güggeli also. 

Wer noch mehr über die Kathedrale von Salisbury erfahren möchte:

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