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Stefan & Steffu's travels

Munch

So wie Edvard Grieg in Peer Gynt Ases Tod klassisch umsetzte, brachte Edvard Munch den Tod frühexpressionistisch auf die Leinwand. Expressionistisch wohlgemerkt, nicht impressionistisch. Das ist wichtig.

Wie es sich für einen Künstler gehört, der etwas auf sich hält, litt Edvard Grieg. Er litt an der Liebe, er litt, wenn er keine hatte, litt an den Verlusten, litt körperlich, litt am Alkohol, litt am Opium, er litt, wenn er solches gerade nicht zur Hand hatte. Das gaze Programm eben. Voller Einsatz für die Kunst.

In meinem Inneren hat sich ein Raubvogel eingenistet. Seine Klauen haben sich in meinem Herzen festgekrallt, sein Schnabel hat sich in meine Brust gebohrt, sein Flügelschlag hat meinen Verstand verdunkelt

Edvard Munch – Baum der Erkenntnis, 1930

Das MUNCH Museum im neuen Hafenquartier Bjørvika

Seine Werke werden eben dem Expressionismus zugeschrieben, aber je länger wir uns seine Gemälde betrachten, desto mehr gewinnen wir den Eindruck, dass das Art brut ist, was da vor uns hängt.

Der Boden der Erde sehnte sich nach Luft
Luft wurde zu Wasser und Erde und Erde wurde zu Luft
Ich habe nachts geträumt:
Auf einem Hügel stand ein Sarg – darin lag eine Leiche
Eine Mutter stand da und läutete eine große Glocke
Das Lied der Mutter erreichte das Land der Kristalle
Eine Reihe von Männern und Frauen ging hinunter und wiederholte das Lied
Es erreichte das Land der Kristalle
Der Himmel spaltete sich und wurde erleuchtet
Ein riesiges Kristallreich war zu sehen
leuchtend in allen Farben des Regenbogens
gegen diamantklare große und kleine Kristalle
Einige bildeten Burgen, andere bildeten Bäume

Edvard Munch – Baum der Erkenntnis, 1930

Sein berühmtestes Werk ist natürlich der Schrei, das Motiv schaffte es sogar zum Emoji 😱, dem Ritterschlag heutiger Zeit.

Munch dazu: „Ich ging den Weg entlang mit zwei Freunden – die Sonne ging unter – der Himmel wurde plötzlich blutig rot – Ich fühlte einen Hauch von Wehmut – Ich stand, lehnte mich an den Zaun Todmüde – Ich sah hinüber […] die flammenden Wolken wie Blut und Schwert – den blauschwarzen Fjord und die Stadt – Meine Freunde gingen weiter – ich stand da zitternd vor Angst – und ich fühlte etwas wie einen großen, unendlichen Schrei durch die Natur.“ (Quelle: Wikipedia)

Die monumentalen Werke von Munch

Kunst ist einfach zu finden in Oslo, man denke beispielsweise an die Skulpturen von Gustav Vigeland im Frognerpark. Sehr viel schwieriger scheint es, an anständiges Futter heranzukommen. Heute sollte es mal wieder ein einfacher, gesunder Salat sein. Salat sei alle, hiess es. Auf dem alternativ bestellten Teller fand ich ein paar Gramm geraffelte Karotten. Neben den Fish and Chips … am Willen hätte es nicht gefehlt. 

Der Tod ist der Anfang des Lebens
Der Beginn einer neuen Kristallisation
Wir sterben nicht, die Welt vergeht
Der Tod ist die Liebe des Lebens
Schmerz ist der Freund der Freude

Edvard Munch – Baum der Erkenntnis, 1930

In Oslo kann man aber auch Leute treffen. Jemanden verpassten wir knapp, aber der Besuch von André matchte mit dem unsrigen und so gab es Kaffee zu dritt. Neben dem Munch Museet.

Vor 28 Jahren waren André und Stefan das letzte Mal zusammen in Oslo

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1 Kommentar

  1. SaD 17. Juli 2023

    Der Clown gefällt mir am Besten 😱

Antworten

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