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Stefan & Steffu's travels

Freilichtmuseum Frankreich

Frankreich wird auch La Grande Nation genannt, wobei ich mir nicht sicher bin, worauf sich das bezieht. Das liesse sich bestimmt herausfinden, doch der Sinn dazu ist mir eben abhold. Wenn ich mir das Land so betrachte, schiene mir Le Grand Musée en plein Air passender, wir gehen durch Städtchen wie durch das Freilichtmuseum Ballenberg. Wobei du in Ballenberg zumindest dessen Besucherinnen und Besucher antriffst, hier triffst du gar niemanden an. Leer. Kahl wie ein Gespenst, dem man ein Leintuch borgen möchte.

Pradelles – Les Plus Beaux … Ihr kennt das unterdessen – menschenleer.
Arlempdes, keine Seele zu finden, am ehesten wohl noch auf dem Gottesacker.
Polignac dasselbe.

Simon und ich gehen durch Arlempdes und debattieren, was davon zu halten sei. Wir kamen zu keinem gültigen Schluss. Zum einen ist es in Zeiten des Massentourismus wohl ein wunderbar seltenes Privileg einen Ort für sich alleine zu haben, aber das hat bisweilen etwas Unheimliches an sich, ja gar gespenstisches möchte man meinen.

Auf 1140 Metern über Meer in Pradelles ist es kalt … und menschenleer …

Es mochte wohl kein Zufall sein, dass wir diesen Dialog, nennen wir es gar Gespräch, gerade in Arlempdes führten. Während der halben Stunde unseres Besuches trafen wir keinen einzigen Menschen an. Keinen. Nicht einmal einen Franzosen. Ein umherstreunender Hund war das einzige Lebewesen, dem wir begegneten. Er wirkte korrekt genährt, daher vermuteten wir, dass es wohl schon jemanden haben müsste in dem Ort.

Wir stehen nun in Polignac und wollen hier nächtlich Rast tun. Die Kommune stellt Freunden der fahrenden Zunft dazu reichlich Platz in Form einer Aire de Camping Car zur Verfügung. Wir haben den Malibu in gebührendem Abstand zum nächsten Womo abgestellt. Schliesslich wollen wir nicht in die Camperhölle kommen. Der belgische Schäferhund der Nachbarn drollt sich vor unserem Van. Wäre spannend zu erfahren, was geschehen würde, wenn wir die ihm zugewandte Schiebetüre öffnen würden. Gäbe wohl Simongehacktes und Steffuplätzchen.

In Pradelles haben wir schliesslich doch noch ein offenes Wirtshaus gefunden

Ein jeder bei der mittäglichen Nahrungszunahme in seinen Gedanken versunken, meinte ich zu Simon, dass heute mal wieder was gehen müsse auf dem Blog, so Stimmung und so und eine gute Portion Durchgeknalltheit halt. Aber es mag scheinen, als ob die dornröschenhafte Stimmung auf meinen Neocortex überzuschwappen vermochte und ich nicht optimal in die Gänge komme. Müssen wir wohl leben mit. Aber eine Idee kam mir und ich liess Simon verlauten, er möchte doch auch noch einen Textbeitrag schreiben. Was meint Ihr? Stimmt ab.

Besuch im menschenleeren Arlempdes

Ein bisschen traurig wirken menschenleere Orte schon. Aber vielleicht sollte man gerade deshalb an Orte wie Pradelles reisen. Jemandem, dem geraten wurde sich zur Erlangung eines Erholungsurlaubs amtsärztlich untersuchen zu lassen würde ich die Gegend durchaus empfehlen. Es dürfte sich jedoch lohnen sich ein gutes Buch und ein gerüttelt Mass Tranquilizer ins Gepäck zu legen. Und vielleicht etwas zu Essen – Wirtshäuser scheint es zwar zu geben, aber die sind meist seit Jahren zu. 

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