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Stefan & Steffu's travels

Les Plus Beaux Villages de France

Augen infolge alkoholinduzierter Dehydrierung plus eine halbe Flasche Elsässer Pinot Gris multipliziert mit Koffeinentzug im Quadrat, so liesse sich der abwechslungsweise stumpfe und stechende Druck im lateralen Kollaterallappen beschreiben. Und das bei Kilometer 200 hinter dem Steuer, nachdem wir morgens zerschlagen aufstanden. Zeit um Pérouges, cité medival anzusteuern und Cappuccinos zu jagen.

Das mittelalterliche Städtchen Pérouges lädt zum verweilen ein

Pérouges ist eines der Städtchen, welches sich das Label Les Plus Beaux Villages du France ergattern konnte und sich dieses in der Tat verdiente, wie wohl nicht manches. Pérouges kann drum wirklich etwas, nämlich mittelalterlich und das so gut, dass mir kaum ein ähnlich intakter Ort dieser Epoche in den Sinn kommt und ich mache ja kaum was anderes auf Reisen, als solchen Orten hinterherzuhecheln.

Aufkoffeinierung in Pérouges

Bei Les Plus Beaux Villages du France verhält es sich im Kleineren wie bei den UNESCO World Heritage Sites im Grösseren. Da kannst Du eigentlich nichts falsch machen, wenn Du solche besuchst. Und so schlug ich Simon vor, auf unserer ballistischen Kurve diese Städtchen systematisch heimzusuchen.

Wir begannen bei Château-Chalon, welches sich im Département Jura der Région Bourgogne-Franche-Comté zur Ruhe legte. Obwohl ich fast auf den Tag genau eben schon in diesem Ort war, so drang beim Wiedersehen doch süsse Befriedigung ins Mark.

Selbiges traf dann im nahe gelegenen Beaume-les-Messieurs zu, auch hier stand eine heldenhafte Gefühlshöhe zur Verfügung. Allerdings kam mir dann doch der Film Und täglich grüsst das Murmeltier in den Sinn, einfach auf einer jährlichen Basis. Fehlten nur noch Bill Murray und Punxsutawney Phil. Auch Malibu mochte sich erinnern, die Zufahrt zum Parkplatz ist dermassen eng, dass ich Simon bat, den mauerseitigen Rückspiegel einzuklappen. Wir hielten die Luft an, Malibu machte sich schmal und so ging es ohne Kaltverformung des Chassis.

Beaume-les-Messieurs

Zwei Orte zwei Jahre in Folge anschauen kann man machen. Man kann das machen, aber irgendwie muss dann doch noch was unerkannt Neues her und da mochte sich eben Pérouges anbieten, obwohl dieses etwas mehr als hundert Kilometer abseitig der eben beschriebenen Ortschaften liegt.

Nach kaum vierundzwanzig Stunden Reise und drei dergestalt geadelten Ortschaften, hat Simon auch bereits eine gewisse Neigung für Les Plus Beaux Villages du France gefasst. Das hat doch etwas von gesunder Freude an sich.

Feierabend

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Thema von Anders Norén

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