Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Fermentation, Distillation, Maturation

2645 km haben wir bisher zurückgelegt. Soeben haben wir Iverness und damit die nördlichste Stadt Grossbritanniens hinter uns gelassen. Vor uns liegt noch etwas Land, danach folgt ziemlich viel Nordmeer.

Wir durchqueren den Cairngorms Nationalpark, vorbei an Corngarff Castle

Nachdem mich Stefan und Navi heute über 150 km kurviges Highland gescheucht haben und uns zwar Whisky vorgesetzt wurde, wir aber im ganzen verdammten Iverness keinen Kaffee fanden, habe ich Flasche leer und Stefan fährt nun noch die letzten paar Meilen.

Später Mittagsrast im malerischen Forres kurz vor Inverness

Mangels geöffneten Café bleibt es in Inverness bei einem kurzen Stadtrundgang

Das Navi sagte uns vorhin, dass nun für 26 km kein Kreisel mehr folgen sollte. Das tönte mir nach etwas Reporting Schreiben, alas rechnete ich nicht mit den Schlaglöchern auf der üppig bebodenwellten Strasse. Mir hüpft fast das iPad davon, obwohl es an sich solide auf der Gummitastatur stehen sollte. Aber Physik sticht bekanntlich Literatur. Ich kann den geschriebenen Text gerade mal noch so knapp lesen, so verschwommen ist dieser. Also nicht vom Whisky, nur damit wir das klargestellt hätten. Kommt von den Vibrationen. Ihr könnt das wie folgt ganz einfach nachbauen: Stellt Euren Laptop oder Euer Tablett der Wahl auf Eure Powerplate oder auf Eure Vibrationsstampfe, … echt jetzt, Leute, wenn Ihr eine solche habt, dann sagt mir das bitte, Ihr müsst ja eine höllisch grosse Vorfahrt haben, oder aber dann über ein verstörendes Hobby verfügen … item, Display draufstellen, einen Text in 10 pt. öffnen und das Gerät dann auf Erdbeben der Stufe San-Andreas-Verwerfung einstellen. Et voilà.

Speaking of, an einer Verwerfung stehen wir nun. Beim Great Glen Fault verschiebt sich der südliche Teil der Landmasse soo und der nördliche auch, aber eben soo, also in die andere Richtung. Bekanntlich neigen seismisch aktive Gegenden gerne zu Beben, so auch hier. Ob wir eines erleben?

Ich weiss nicht, ob man in die Highlands kommen darf, ohne eine Whisky-Distillerie besuchen zu gehen. Wenngleich wir beide nicht besonders in Whisky machen, sollte heute The Glenlivet die Brennerei der Wahl sein. Stefan wählte gut, wir hatten gerade noch Dusel und die letzten beiden Plätze der zeitlich stimmigen Führung ergattern können.

Die Führung gibt einen schönen Einblick in die Herstellung eines Scotch Whiskys: von der Gerste (Barley), zur Fermentation mit Hefe bis zur Reifung des Destillats in Eichenfässern. Die Gerstenmühle stammt übrigens aus der Schweiz

Bei der Führung wird nicht mit multimedialen Elementen gespart

Die Führung war interessant und die Teilnahme alleine schon den Besuch wert, weil Glenlivet alles wunderschön eingerichtet hat. Ich liess mir die Tastings für den Abend mitgeben, Stefan durfte unmittelbar nach dem Besuch nicht mehr fahren. Unterdessen beim direkt am Meer gelegenen Rastplatz angekommen, nuckele ich am 12-jährigen Glenlivet. Slàinte!

Unser Stellplatz mit Meersicht in Balintore – ob wir einen Delphin sehen werden?

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Thema von Anders Norén

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