Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Pfeil. Ins Auge.

Was sich in Hastings zutrug, sollte die Geschichte von Englaland für immer verändern. Wir fuhren nach der Ortschaft Battle und das sagt ja wohl schon alles. Wir ahnen es, genau – the battle of Hastings. 1066.

Nun verhält es sich so, dass das literarische oder geschichtshistorische Schildern von Geschehnissen auf Schlachtfeldern vor allem ein Minenfeld für Schreibende darstellt, eigentlich kann man da fast nur alles falsch machen. Warum ist das so? Begründet ist das darin, dass es eins von zwei Dingen ist, oder gleich beides zusammen. Entweder ist die Beschreibung faktenbasiert und damit blutleer – ich schwöre es, dieses Wortspiel war jetzt ungewollt, aber ich lass es mal stehen – und dann interessiert es nur Historikerinnen und die wissen meist ja schon bestens Bescheid. Oder aber dann ist es very graphical und den Lesenden wird schlecht, ausser sie seien Nerds wie ich, denen episch beschriebene Schlachtszenen, wie sie in der Uhtred-Reihe von Bernard Cornwell vorkommen, gefallen. Für diejenigen, die nicht mehr lesen, aber Netflix: The last Kingdom. Wobei es der Cornwell hinbringt, dies in den Büchern bildhafter zu beschreiben, als es die benetflixten Szenen in der Verserieung schaffen.

Item. Beschreibungen von Schlachten können fast nur in die Binsen gehen. Was also tun? Es bleiben lassen. Aber dann haben wir einen missing gap. Solche dürfen literarisch zwar sein, ja, sie müssen gar. Vollständigkeit in Texten ist nämlich Garant für Langeweile. Seit ich dies verstanden habe, schreibe ich viel lieber. Aber ganz will ich es nun eben doch nicht bleiben lassen.

Weder von der Schlacht, noch vom Kloster ist viel übrig, doch der Audio-Guide gibt sich alle Mühe die Geschehnisse von 1066 möglichst lebendig zu machen

Mir steht der Sinn nämlich nach einer Ultrakompaktzusammenfassung. Picture this: 1066, König Edward (the Confessor) ging von hinnen, Harold Godwinson wollte selber, der Normanne William the Bastard fand das nicht so gut, setzte über den Kanal, nicht alleine versteht sich, Treffen in Hastings und nach einem langen Tag liegen 7000 tot darnieder, darunter Harold, Pfeil im Auge. William wurde fortan the Conqueror genannt et voilà, fertig ist eine Sehenswürdigkeit für das 21. Jahrhundert.

Selbstverständlich hat England nicht nur Geschichtliches zu bieten. Also warfen wir uns ins Schlachtengetümmel des Verkehrs und schoben den Malibu in Richtung der Seven Sisters. Wer sich darunter nun etwas Schlüpfriges mit drallen Schwestern vorstellt, den zu enttäuschen muss ich mich nun anschicken, die Seven Sisters sind eigentlich gar keine Schwestern im verwandtschaftlichen Sinne, sondern eine Klippenformation. Grossbritannien kann offenbar auch Natur. Sachen gibt es.

Unterwegs im Seven Sister Nationalpark

Vorbei an Kühen

Zum Einsatz kamen heute auch die Bromtons und das gleich zwei Mal. Zuerst vereinfachten sie uns den doch nicht eben kurzen Weg zu den Klippen. Das war praktisch. Am Kiesstrand ging dann aber irgendwann selbst schieben nicht mehr und das Tragen des Bromton electric plus Batterie war dann eine so erbauliche Sache doch nicht mehr.

Sehr nützlich erwiesen sie sich dann wieder in der Küstenstadt Brighton, zumal der Campingplatz etwas ab vom Schuss liegt. Dafür ist Malibu auf diesem safe and sound und das ist wichtig. In der Stadt hatte es zwar auch Camper, aber doch arg heruntergekommene und diese passten gut zu den Figuren, die sich da rumtrieben. Um uns machte ich mir da keine Sorgen, aber Malibu hätte ich das nicht antun mögen, höchstens mit 2000 Volt electric fence drum herum plus bewacht von einem Rudel Velociraptoren, welche von vierzehn Tagen ausschliesslicher Joghurtkost ultimativ auf Krawall gebürstet sind.

Der berühmte Palace Pier von Brighton

Vom Palace Pier zum Royal Pavilion mitten in die Lanes, dem Ausgehviertel, wo es feine Tater Tots (Kroketten) zu kosten gibt

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