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Stefan & Steffu's travels

Ribeauvillé – fin du voyage

Alsace, Département du Bas-Rhin: Unsere einstige Tanzlehrerin – leider viel zu früh von uns gegangen – sagte immer, man solle eine Party verlassen, wenn sie am schönsten sei. Nun ist es aber so, dass ich Reise-Partys eigentlich nie verlassen mag. Daher wohl nicht ‚soll‘, sondern ‚muss‘, aber was will man da tun? Schliesslich gilt es nicht nur ab und an einen Standplatz für den Malibu zu berappen, sondern auch Miete, Steuern, Krankenkassenprämien und andere lustige Dinge, der Möglichkeiten sind viele. Also muss Mann auch wieder mal zurück und an die Säcke. Es ist ja nicht so, dass ich nicht gerne arbeiten würde, aber Reisen fägt halt eben schon mehr. Schieben wir also den Es-geht-wieder-einmal-gegen-das-Ende-einer-Reise-Blues.

Kaffee und Kuchen in Ribeauvillé

Wir malibuen uns also die Autoroute de l‘Est runter. Bevor wir aber für diese Reise die Stühle auf die Tische stellen, also im übertragenen Sinne natürlich, besuchen wir nochmals ein Städtchen im Alsace. Wie die Geister in Goethes Faust müssen auch wir auf demselben Weg wieder rein, wie wir raus sind. Und natürlich nochmals Flammkuchen mit reichlich Pinot Gris runterspülen.

Eindrücke aus dem Städtchen am Fusse des Château de Saint-Ulrich

Faziten kann ich an dieser Stelle aber bestimmt schon, schliesslich kenne ich Ribeauvillé und die morgen noch anstehende WEMA – für die nicht begrünte Leserschaft; Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft des Materials für den Ausbildungsbetrieb – gibt dann so viel Berichtenswertes auch wieder nicht her. Wobei das Runterkrauen des Chitinschmiers von an der Windschutzscheibe abgegangenen Kleinlebewesen mit Exoskeletten noch so eine literarische Herausforderung wäre. Die Herausforderung wird auch mit zu entsprechendem Verwendungszweck geeigneten Spray eine mechanische sein und so lassen wir es mal bei dieser bewenden.

Ein gemütlicher Ort

Die Frühjahresreise 2022 war eine gute Reise, eine sehr gute sogar. Wir haben uns in gut neun Reisetagen fünf Länder aufsuchenderweise reingetan, haben viel gesehen, aber auch ausgiebig und bei epischen, von entsprechenden Medien im flüssigen Aggregatzustand sekundierten Gesprächen dem Seienden gefrönt. Es hat sich zudem herausgestellt, dass wir beide biorhythmisch identisch getaktet sind, will meinen, dass wir zu gleichen Zeiten des Tages gleichen Dingen zugetan waren. Solches kann man nicht erwarten, aber wenn es matcht, matcht es und so ist das umso nützlicher. Immer gerne also wieder, Jeremias! Selbstverständlich hat Stefan das Vorkaufsrecht, an dieser Stelle sei das protokollarisch natürlich festgehalten, alleine schon um die Stefan-und-Steffu-gewohnte Leser:innenschaft nicht über Gebühr zu irritieren.

Farbenprächtige Osterzeit

Das Schlusswort soll aber selbstverständlich dem Special Guest Jeremias vorbehalten sein, das ist klar. Jeremias, the stage is yours, ich bitte um 10‘000 Zeichen plus: 

Huch, 10’000 Zeichen?! Zählen hier auch Sonderzeichen? Spass beiseite, ich rekapituliere gerne unsere Ferien noch einmal. Ich hab mich schon vor Wochen unheimlich auf den Malibu gefreut und konnte den Start unseres Trips kaum abwarten. Eigentlich hätte ich erwartet die Woche mit Wiener Schnitzel und Kaiserschmarren zu verbringen, aber das Wetter hat uns ja bekanntlich in eine andere Richtung vertrieben. Die Tage vergingen wie im Flug, aber irgendwie auch nicht. Am Ende des Tages wusste ich teilweise nicht mehr wo wir am Vortag gewesen waren, weil wir so viel erlebt haben. Wer hätte es denn auch gedacht, dass wir gleich fünf Länder in neuen Tagen bereisen? Waren wir nicht erst gerade gestern in Luxemburg oder doch schon in f*ckin‘ Bruges? Klingt irgendwie nach viel Stress und kaum Erholung. Aber wie Steffu geschrieben hat, stimmten sich unsere Reiserhythmen rasch aufeinander ab und bin nach fast 3/4 Jahren ohne wirkliche Pause wieder richtig erholt. So bevor ich doch noch sentimental werde, melde ich mich auch schon wieder ab, damit wir mit Flammkuchen und Pinot Gris unsere Reise ausklingen können. Over and out. Jeremias

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2 Kommentare

  1. Ueli Baumgartnerc 23. April 2022

    Liebe Reisefüdle

    Wieder sind wir gerne virtuell auf die Reise mitgekommen. Schön, dass wir das durften.
    Wir haben uns über die Text- und Bildbeiträge sehr gefreut. Der Ist Umfang und die Qualität sind beeindruckend!
    Wir hatten vor, dieses Jahr eine Flussschifffahrt in den Niederlanden zu geniessen.
    Jetzt haben wir uns aber für die Hurtigroute entschieden und verbraten dort unsere Rente.
    Es grüssen herzlich und danken auch für die Karten
    Ueli und Vreni

    • Stefan und Steffu 24. April 2022

      Lieber Ueli und Verena
      Danke für die Zeilen und die netten Worte und sehr gerne.
      Auf Stefans Blogbeiträgen kann noch etwas weitergereist werden.
      Unsere grosse Sommerreise beginnt dann in der zweiten Juliwoche – wohin es gehen wird, verrät der Blog dann zu gegebener Zeit.
      Euch beiden tolle Erlebnisse auf der Hurtigroute entlang der wundervollen norwegischen Landschaft.
      Liebe Grüsse
      Steffu

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