Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Carcassonne

Das riesige Tief, welches derzeit von Portugal bis weit nach Skandinavien reicht, brachte auf seiner Vorderseite Winde von Sturmstärke mit sich. Damit ist hinreichend beschrieben, was die ganze Nacht am Van zerrte und schob. Der Wind konnte über das Mittelmeer ungehindert Fahrt aufnehmen und liess sich von dem Bisschen Malibu nicht stören, welches gerade mal 50 Meter vom Meerufer entfernt stand.

Im Sturm beizeiten aufgestanden, stellten wir zweierlei fest: Erstens ist es angenehm und erstaunlich warm und zweitens ist der Van nunmehr von roter Farbe und sandgestrahlt. Uppsiee. Ohne reichlich Wasser wird dem nicht beizukommen sein.

Sonntag ist auch im Auslande NZZ-am-Sonntag-Tag und zudem wollten wir es uns nicht nehmen lassen, nochmals bei Hélène und ihrem Hund vorbeizuschauen, bevor wir weiterziehen und die beiden ihr Café heute Nachmittag bis zur nächsten Saison dicht machen.

In Okzitanien sein ohne Carcassonne zu besuchen geht nicht. Für uns jedenfalls nicht. Wenn ich mich richtig entsinne, komme ich heute zum vierten Mal hier vorbei. Oder ist es das fünfte? Der erste Besuch war glaubs 1998. Auch damals stand die mittelalterliche Stadt schon. Macht auch Sinn.

Mit dem Brompton durch Carcassonne

Off-off-off-Season multipliziert mit Covid hat den angenehmen Effekt, dass die Stadt heute vergleichsweise menschenleer war. Ich erinnere mich an das Bild bei unserem letzten Besuch 2017: Durch die Gassen wälzten sich Menschenlawinen, dass Carcassonne kaum mehr zu sehen war und es mir ablöschte. Heute konnten wir die Gassen sogar beradfahren und die anderen Touristen mit unseren BROMPTONs terrorisieren. Die meisten Flüchtenden waren Spanier. Muss hier irgendwo ein Nest sein.

Carcassonne – Cité médiéval

Burg in der Festung im Zwinger – Carcassonne galt als uneinnehmbar

Vor und in der gotischen Kirche Saint-Michel

Für mich ist Carcassonne in der Gewichtsklasse u100 KEw. die schönste aller Städte. Wobei, leben wir nach Gottfried Wilhelm Leibniz nicht generell in den besten aller Städte?

„Es gibt nicht Ödes, nichts Unfruchtbares, nichts Totes in der Welt; kein Chaos, keine Verwirrung, außer einer Scheinbaren; ungefähr wie sie in einem Teiche zu herrschen schiene wenn man aus einiger Entfernung eine verworrene Bewegung und sozusagen ein Gewimmel von Fischen sähe, ohne die Fische selbst zu unterscheiden.“

G. W. Leibniz

Recht hat der Mann.

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Thema von Anders Norén

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