Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Gugge, Raum-Zeit-Tor & Yersinia pestis

Los geht’s

Peinlich davon künden zu müssen, aber ich war noch nie in Liestal. Bedenklich, aber wahr. Zwar ännet dem Hauenstein aufgewachsen, aber an der baselländlichen Hauptstadt stets nur vorbeigefahren. Aber jetzt bin ich Bäckerei Strübin. Seit 1878. Also die Bäckerei, nicht ich. Im Hintergrund schäppert eine Guggemusik. What the heck?! Total klischiert, aber es spielt doch tatsächlich eine Guggemusik. Ende September. Und dabei ist noch nicht mal der 11.11. Basel-Stadt und Baselland gehen zwar etwa so gut zusammen wie Biden und Putin, aber in einem sind beide Völkchen gleich – geht es um die Fastnacht, lassen sie nichts anbrennen. Und wie ich gerade feststelle, wohl das ganze Jahr über. Wohlan, wenn es beliebt.

Hier entstand der Blogtext, nachdem ich aufkoffeiniert war und mir eine Haselnussagraffe verinnerlicht hatte

Wir sind aber nicht wegen der fasnächtlochen Kilbi hier. Stefan hat eine FCKW-Kommissions-oder-was-auch-immer-Sitzung (DCK des VSN – Anmerkung der Redaktion). Gäbig an einem Samstag wenn Ferien sind. Als ich davon erfuhr, zog ich zuerst Fäden, aber dann beschlossen wir, aus der Not eine Tugend zu machen und also die zweiwöchige Reise nach dem Süden in Richtung Norden zu starten. Das geht auch.

Sitzung am Gymnasium Liestal

Zwei Wochen. Mir dünkt, das sei noch überschaubar. Aber an meinem Arbeitsplatze schien man anderer Meinung gewesen zu sein. Während dem Runterbügeln von Pendenzen auf Infarktkurs ballerte es mir Geschäfte rein, als käme ich nie mehr zurück. Wobei das grundsätzlich schon denkbar wäre. Was könnte also passieren? Erstickungstod beim Verzehr von Weinbergschnecken (wenn mit Haus gegessen), Nichterwischen einer Kurve im Massif central, Kernschmelze in einem der dutzenden AKWs von Frankreich, Steinschlag in den Pyrenäen, bei der Montségur zusammen mit Katharern auf dem Scheiterhaufen landen nach dem zufälligen Passieren einer Raum-Zeit-Anomalie. Der Möglichkeiten sind also viele. Wir werden sehen. Das Finden eines Raum-Zeit-Tors wäre aber schon noch geil. Zumindest, wenn dieses in beide Richtungen durchlässig wäre. Das wäre dann schon die Bedingung. Wisst Ihr, was ich dann täte? Na was wohl, ich bin Betriebswirtschafter und damit per Definitionem Kapitalisten-Sau. Ich würde den Flecken Land natürlich käuflich erwerben und danach ein Zeitreise-Büro auftun. Dieses Business würde rentieren wie gestört, die Deckungsbeiträge wären himmlisch. 

Mit dem erwirtschafteten Ertrag könnte ich dann wiederum im Mittelalter Land kaufen und wir wissen ja, wie sich seither die Grundstückpreise entwickelten. Wobei mich ja bekanntlich Mikroorganismen mögen und das Bakterium Yersina pestis gilt als solcher und mit meinem Glück würde ich bestimmt im Jahre des Herrn 1348 und damit mitten in der krassesten Pest-Epidemie ever landen. Damit wären die Deckungsbeiträge wohl auch futsch. Dann doch lieber 2021. Zwar auch in einer Epidemie, aber doppelt vakziniert und ohne eitrig anschwellende und schliesslich aufplatzende Pestbeulen entlang des Lymphsystems. Übel, ganz übel.

Liestal – ein schmuckes Städtchen

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