Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Tourbillon et Valère

Oft begibt es sich in diesem unserem Lande, dass im Wallis Hitzerekorde gebrochen werden. Nun ist es zwar so, dass es sonnig ist ohne Ende, aber leider ist es auch arschkalt. An eine Flucht in wärmere Länder ist derzeit ja eben nicht zu denken und so können mit einem Aufenthalt im Wallis zumindest zwei, drei Grad gegenüber der ‚Üsserschwyz‘ wett gemacht werden.

Morgen, wohlig warm im Van, Sonne, Vögel die singen. Die Schiebetüre für den Tagesausflug geöffnet, strömen aber sogleich arktische Temperaturen ins Fahrzeug, welche nahelegen, sich gut einzupacken. Vor allem wenn die Idee ist, sich mit dem Fahrrad auf Achse zu machen, weil da bekanntlich noch der Fahrtwind hinzuzurechnen, respektive von den sich ohnehin haarscharf am Gefrierpunkt bewegenden Temperaturen abzuziehen ist. 

Im Nahverkehr handlicher als ein Van

Uns wurde dann aber rasch heiss, weil im autophilen Wallis mit Fahrrädern unterwegs sein, heisst, sich in die Nahrungskette einzufügen und zwar weit unten. Wir überlebten aber und schafften es sogar in die Stadt rein und da ward es ruhiger.

Gleich neben einem Schulhaus befindet sich ein Dolmengrab, welches 5000 Jahre überstanden hat und zwischen den Gebäuden etwas entrückt wirkt. Allerdings wird es von einigen Menhiren sekundiert und so passt es einigermassen.

Wir wollten anschliessend mit den Rädern möglichst nah an Tourbillon und Valère ran. Der (Fuss-)Weg (?) war anfangs lediglich steil, da vermochte ich schnaubend, Stefan auf seinem Rad noch knapp zu ziehen.  Als der Weg allerdings nahezu in die Senkrechte überging, musste Stefan schieben und ich v***** den Motor bis an seine Belastungsgrenze. Motor und ich schafften es schliesslich beide nunmehr röchelnd nach oben und er kann sich nun sicher sein, dass seine Spulen etwas aushalten und ich mir, dass es meine Pumpe wohl noch das eine oder andere Jahr tun dürfte.

Mit dem Aufstieg zur Burgruine Tourbillon stand allerdings bereits der nächste Stresstest an, unsere Fahrräder hatten nun allerdings Pause. Dafür durfte ich den in die Fronttasche verbauten Akku mit rauf schleppen. Zum Fahren sind die Dinger sehr nützlich, zum tragen allerdings nicht, weil schwer.

Valère-Spotting
Valère – einst Sitz der Bischöfe

Ein Aufstieg auf den Tourbillon wird dafür mit einer schönen Rundumsicht belohnt. Allerdings wehte uns ein eisiger Wind um die Ohren. Dem Wind entzogen ums Eck an eine Felswand gelehnt, gibt diese allerdings wohlige Wärme ab und da wird rasch klar, weshalb Eidechsen und andere kriechartige Tiere mit Bauch auf dem Boden gerne solche Orte aufsuchen. Ich schloss die Augen und stellte mir vor, ein solches Tier zu sein. Gibt schlechteres.

Chor des Valère

Hingegen semmelt es etwas an, wenn du auf den Nachbarhügel zur Burgkirche Valère rüber schaust und dir klar ist, dass du den Fels nun wieder runter musst, um gleich wieder einen Aufstieg vor Dir zu haben. Mit zu schleppendem Akku versteht sich.

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