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Stefan & Steffu's travels

Augsburg

Auf Google Maps sah Augsburg noch so als mögliches Reiseziel aus. Daher beschlossen wir kurzerhand diese Stadt anzusteuern. Nachdem wir vor ein paar Tagen München auf der südlichen Autobahn halb umrundet hatten, taten wir heute selbiges auf dem nördlichen Abschnitt der Ringautobahn. Es 🐛 schon ein bisschen, einmal rund um die Stadt gefahren zu sein, ohne diese zu besuchen. Aber da wir München einerseits schon kennen und die Stadt gemäss Stefan derzeit einer Covid-Hölle gleichkomme, liessen wir es bleiben. Auch bei Dachau machten wir keinen Halt, weil wir das KZ auf unserer Tschechien-Reise vor 13 Jahren (😱) bereits besucht hatten. Dachau ist aber unbedingt ein Besuch und sollte wider dem Vergessen schon fast Pflicht sein.

Wir also nach Augsburg. Unsere geliebte Womo-Reise-App Park4Night lotste uns wiederum zu einem tipptoppen und in diesem Fall mit gerade mal 8 € pauschal auch sehr günstigen Stellplatz. Und das sehr zentral. Den Strom bezahlt man allerdings extra, aber 1 € für 2 kW gehen in Ordnung.

Auch ein Haus auf Rädern will ab und an geputzt werden

Wäre ich unterdessen nicht deutschaltstadterfahren, würde ich sagen, dass auch Augsburg eine Enttäuschung sei. Aber unterdessen erwarte ich von deutschen Altstädten eigentlich nichts mehr. Dass kaum noch Originäres steht, vieles Bausünden aus den goldenen Jahren sind und der Rest Potemkinsche Fassade ist, ist nunmal britischen und amerikanischen Bombardements geschuldet. In Augsburg befanden sich Messerschmitt-Werke, ein wichtiger Bahnknotenpunkt und auch die Stadt an sich war ein Ziel. In zwei Wellen ebneten insgesamt 594 Bomber die Stadt am 25.02.1944 mehr oder weniger ein.

Sehr spannend war dann aber der Besuch des Fugger-Hofes, einer in der frühen Neuzeit von Jakob Fugger gegründeten Wohnsiedlung für Bedürftige. Beim Fugger-Hof handelt es sich um die älteste Sozialsiedlung der Welt. Seit 500 Jahren ermöglicht sie wenig bemittelten Menschen ein würdiges Dasein. Geradezu revolutionär modern war auch das Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe. Spannend ist auch, dass die Miete in den 500 Jahren unverändert blieb, lediglich die Währung wechselte. Und so wohnen die Leute auch heute noch für den Wert des damaligen Guldens hier, also für 0.88 € – pro Jahr!

Basilika St. Ulrich und Afra

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Thema von Anders Norén

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