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Stefan & Steffu's travels

Prognose, eine Festung & Paracelsus

Noch vor zwei Tagen wollten sie eigentlich nur Wolkenbruch. Aber dann überlegten sie es sich anders für uns und somit lag Salzburg drin. Wir hätten dieses sonst östlich liegen lassen und ein andermal besucht. Aber mit Wetter gut gehen Bromptons und somit auch die Stadt.

Velos gesattelt – ab geht’s

Heute hatte ich schon wieder ein Déjà-vu, schliesslich war ich im Dezember bereits in Salzburg. Allein beim letzten Mal war ich fussläufig hier, heute radfahrig. Radfahren geht sehr gut in Salzburg, der Radweg vom Campingplatz in die Stadt ist ein Gedicht. Allein scheinen sie es nicht so zu haben mit Fahrradständern und so mussten wir beim Abschliessen mehr als einmal improvisieren. Vom Wirtshausschild über eine Parkbank bis hin zu einem Friedhofgitter – nichts war vor unseren Fahrradschlössern sicher.

Ein Brompton lugt hinter einer Parkbank hervor

Die Bromptons auf die Festung Hohensalzburg zu kriegen war ein mittlerer Kraftakt. Zum Fahren sind sie ja sehr gäbig, auch zum Transport im ÖV oder in einer Rako-Box. Aber zusammengefaltet mit sich herumschleppen geht dann doch arg in unsere älter werdenden Fahrgestelle. Oben angekommen entledigten wir uns der Räder umgehend. Die Mühe lohnte sich aber dahingehend, dass es bei der Talfahrt amüsant war die fragenden Gesichter derer zu studieren, die sich zweifelsohne fragten, wie wir wohl mit den Rädern auf die Burg gekommen sind. Manchmal fällt das Lesen in Gesichtern leicht.

Auf der Burg wunderte ich mich etwas über die Formulierungen der Texte zu den jeweiligen Exponaten, dachte aber nicht weiter darüber nach. Erst als mich Stefan fragte, ob mir aufgefallen sei, dass alles in „Leichter Sprache“ beschrieben sei, wurde mir klar, was es mit den Formulierungen auf sich hat (dieser Satz ginge nicht als leichte Sprache durch). Ich stelle mir vor, dass es wohl ein Meisterstück wäre, Immanuel Kants „Kritik der reinen Vernunft“ in leichter Sprache zu verfassen. Das wäre auch etwas für mich. Ich streckte bei dem Buch nach ein paar Seiten jeweils die Fahnen.

Katakomben von Salzburg

Kunst vor dem Salzburger Dom

Da der Tod noch immer in Salzburg zu Hause ist, darf beim Besuch dieser Stadt auch etwas Morbides nicht fehlen. Also begaben wir uns zum Grab des Herrn Theophrastus Bombast von Hohenheim, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Paracelsus. Schon mal hier, besuchten wir auch noch Mozarts Witwe Constanzia. Im Gegensatz zu ihrem berühmten Gatten, war es ihr ein für die damalige Zeit langes Leben vergönnt, auch landete sie nicht wie er in einem Massengrab.

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Thema von Anders Norén

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