Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Evangelisch-lutherischer Sonntag mit Honigkuchen

Ein Parkplatz mitten im Unesco Weltkulturerbe

Es ist Sonntag und wir fahren durch das saftiggrün ländliche Jütland. Dänemark ist gemütlich entspannt und so kommen wir auch im UNESCO-Weltkulturerbe Christiansfeld an.

Christiansfeld wurde 1773 von der Herrnhuter Brüdergemeinde, einer evangelisch-lutherischer Freikirche, als Planstadt angelegt. Der Ort war auf konsequent auf deren Glaubens- und somit Lebensweise ausgerichtet. So lebten junge Frauen bis zur Heirat gemeinsam im Schwesternhaus. Die Junggesellen taten es ihnen folgelogisch im Bruderhaus gleich. Dann wurde geheiratet und vermutlich durften dann Kinder gemacht werden. Zog der Mann dann auf den Gottesacker um, auch der ist also tatsächlich nach Geschlechtern getrennt, zog die Witwe ins Witwenhaus. Wir erkennen: Für die Leute war gesorgt. Damit einher ging natürlich auch totale soziale Kontrolle.

Wir besuchten das Schwesternhaus. Selbstverständlich schlichen wir uns da aber nicht rein um für Unruhe zu sorgen, das Schwesternhaus ist heute ein Museum. Ich studierte dutzende von alten Porträtaufnahmen der Leute, bis ich mir sicher sein konnte, die kommenden Nächte von Albträumen geplagt zu werden. Ich will die Leute ja nicht beleidigen, aber die Fotogalerie war auch mit bestem Willen betrachtet ein ziemliches Gruselkabinnett. Vermutlich wurde in der Gemeinde damals etwas gar viel über den Gartenzaun geheiratet.

Diesen Lebkuchen lassen wir uns später schmecken

Christiansfeld ist aber auch noch bekannt für Honningkager, Lebkuchen also. Nach der Exkursion in die Welt der Evangelisch-Lutherianern darf ein Lebkuchen schon sein, zumal der Tag bereits Richtung Mittag tendiert.  

Das Schreiben dieser Zeilen wird mir also durch einen Honigkuchen versüsst. Dazu gibt es Smør. Da ich Lebkuchen in der Regel ohne Butter verkoste, verschmähe ich diese. Derweil kommt Stefan im Tourismusführer von Sønderjylland an folgender Textpassage vorbei: „Es ist gewiss kein Zufall, dass das Stadtwappen von Aabenraa drei Makrelen zeigt.“ Gesetzt, dass man bei der Heraldik von Wappen gewisse Absichten voraussetzt, werden die drei Makrelen in der Tat kaum Zufall sein. Olten trägt drei Tannen in seinem Wappen. Da stellt sich natürlich die Frage nach dem Zusammenhang. Also tippen wir die Frage im googlerischen Suchfeld ein. Google wundert sich.

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Thema von Anders Norén

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