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Stefan & Steffu's travels

F***! Paris

Vor einem Monat buchte ich ein Hotel im Marais und sicherte mir einen Platz im TGV, weil Paris gemäss meinem Credo ja eben immer gehe (siehe BIENTÔT À PARIS vom 13. September). Allerdings machte ich meine Rechnung nicht mit Macrons Rentenreformplänen, respektive mit dem doch sehr streikfreudigen Volk der Gallier. Generalstreik.

Da ist man guten Willens und verzichtet neuerlich auf das Fliegen – weil das im Gegensatz zu Paris ja eben nicht mehr geht – und wie wird einem das gedankt? Ja, wie? Richtig, mit einem Streik der SNCF. Und nun stellt sich die Frage, wie ich so binnen nützlicher Frist Paris erreichen soll. Mit dem Fahrrad zieht es sich und im Dezember fasst mich das auch gar nicht so an. Und Siebenmeilenstiefel habe ich leider auch keine. Wobei solche eigentlich noch sauglatt wären und sicherlich eine gute Co2-Bilanz aufweisen. Besteht eigentlich Helmpflicht bei der Nutzung von solchen Schuhen? Muss das mal googeln. Aber ich vermute mal eher, dass Siebenmeilenstiefel keine Strassenzulassung haben, zumindest keine in der Schweiz. Sonst täte man derer wohl öfter ansichtig werden. So wie die elektrischen Trottinetts, welche nach ein paar Monaten dann auf‘m Müll landen. Frankreich ist bei der Strassenzulassung wohl etwas legèrer. Aber die streiken ja eben. Ich könnte mir natürlich auch ein gelbes Gilet anziehen. Aber sobald mich die erste Mitstreikende ansprechen würde, flöge ich auf der Stelle auf. Bei meinen bescheidenen Französischkenntnissen. Von der Aussprache ganz zu schweigen. Zwar belege ich einen Französischkurs, aber wir sprachen in den letzten Lektionen mehr so über Tiere und Ökologie. Also packe ich das gelbe Gilet wieder aus meiner Reisetasche aus.

Es ist noch früh in der City, aber es hat schon einen Zug, der mich in die Ferne führen wird

Ah, ja. Da ist ja auch noch ein Novum. Ich reise erstmals alleine, zumindest anfänglich – Stefan muss ja noch arbeiten. Geschäftlich reiste ich einige Male als Einzelmaske, nach Oldenburg (Stichwort moin moin), nach Stuttgart (muss man nicht unbedingt gesehen haben) und auch schon mal von Moskau zurück. Aber eben; eine Reise des Reisens willen habe ich noch nie alleine unternommen. Wird wohl höchste Zeit. In meinem Alter. Ob ich wohl verloren gehe? Das Navigieren übernimmt drum sonst immer Stefan, weil er das gut kann und mich das anödet. Ich habe mir mehr oder weniger ganz Europa als Offmap aufs iPhone heruntergezogen und mit Hilfe der App Here werde ich es wohl schaffen. Vielleicht lege ich mir auch noch ein paar Signalraketen für alle Fälle ins Gepäck. Jetzt, wo die knallgelbe Leuchtweste nicht mehr drin ist, hat es ja wieder Platz.

So kann man das natürlich auch machen – schick!

Mit Paris jedenfalls wird definitiv nichts. Vorgestern claimte ich die Reservationsgebühr zurück und mit freundlicher Hilfe von booking.com und auch dank der Kulanz des Pariser Hôtel du Cygne kam ich schadlos aus der Reservation raus. Sonst wären 500 Stutz futsch gewesen. An dieser Stelle möchte ich booking.com ein Kränzchen winden – diese haben sich zwei Mal für mich ins Zeug gelegt, mit dem Hotel verhandelt, mich informiert und die Buchung storniert, ich musste nix tun. Nicht selbstverständlich in einer Zeit endloser Warteschlaufen und Unternehmen, die sich nie mehr melden.

Aber Paris ist jetzt halt einfach nicht. F***! Paris. Eigentlich schade. Ein Freund hätte sich darauf gefreut und gerne hätte ich ihm diese Stadt näher gebracht. Aber jänu. Kannste nix machen. Sitze ich nun halt im IC Richtung Norden, Frankreich zur Linken umfliessend, bereits deutschen Boden unter den Stahlrädern. Fahre jetzt nach Köln. Köln geht auch. Wegem Dom. Da waren wir zwar schon mal, aber die Stadt bietet sich noch so an als Station in andere Landen und den Dom schau ich mir gerne nochmals an.

Ausserdem gibt es ja noch Et kölsche Jrundjesetz, aber davon berichte ich morgen. Also, liebe Leute, bleibt dabei und kommt mit mir mit – wir werden einige Länder erleben in den kommenden Tagen!

Das Gröbste ist mal ausgefüllt im IC – es kann losgehen!

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2 Kommentare

  1. Bri 13. Dezember 2019

    De wünsch ig dir viu Spass in Köln.

    • Stefan und Steffu 13. Dezember 2019 — Autor der Seiten

      Danke Dir – ungerdesse scho fasch in Kölle!
      Häb‘s o guet 🤗.

Antworten

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