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Stefan & Steffu's travels

Staubtrocken bei der Spitzkoppe

15:20 Uhr Spitzkoppe Camp Reserve: Spitzkoppe. Das tönt nach Apfelstrudel-Süssgepäck mit Schlagobers drauf oder sowas. Ist es aber nicht. Ist ein Berg. Je nach Perspektive sieht er etwas aus wie ein schwer braunes Matterhorn. Und rund herum: Nichts. Nur Sand und Staub. Und heiss. Kein Strom, kein Empfang, nichts. Nicht einmal Wasser hat es hier. Für einmal sind wir froh, dass unser Wagen gäbig an solchem getankt hat. Auch Schatten hat es nicht. Ein guter Grund mal die Markise auszuprobieren. Doch, die kann Schatten.

Die zweite Bordbatterie macht schlapp und zudem sind alle Anschlüsse durchvibriert. Das Kühlfach erinnert daher nur noch optisch an den ursprünglichen Zweck. Im Hotel in Swaskupmund waren wir aber schlau genug, zwei Radler noch ordentlich kalt zu machen. Also mussten wir uns diese bei der Ankunft dienstbar machen, wenn wir in der nächsten Zeit noch etwas Kühles haben möchten. Radler haben kaum Alkohol, aber das Bisschen genügte in der Hitze. Darum müde. Kurz hingelegt.

Gemütliche Einsamkeit bei der Spitzkoppe

Wieder auf. Starker Schwarztee macht wach. Es schreibt sich leicht über die Wüste, wenn Du mitten in ihr drin sitzt. Eine Echse kommt vorbei, schaut uns an.

Das Camp Reserve ist so angelegt, dass Gäste von ihrem nummerierten Campingplatz aus niemand anderen sehen, also quasi eine Parzelle von geschätzt fünfzehntausend Quadratmeter für sich haben, hübsch eingebettet zwischen Felsen. Namibia mag das eine oder andere Problem haben. Platz gehört sicherlich nicht dazu. Das Land ist riesig. 

Wie gross Namibia ist, wird einem erst so richtig bewusst, wenn man das Land beispielsweise mittels der Webseite TheTrueSize um die projektionsbedingte Verzerrung korrigiert beispielsweise auf Zentraleuropa zieht (siehe Bild). Im Nordwesten würde es England anschneiden, die Benelux-Staaten abdecken und über Berlin bis Warschau reichen. Richtung Süden Prag und Salzburg inklusive, würde Namibia bis nach Rom gehen. Auf der gezeigten Fläche, welche Namibia einnehmen würde, leben in Zentraleuropa ungefähr 180 Mio. Menschen. Namibia zählt gerade mal 2.3 Mio. Einwohner, also in etwas so viele wie der Kanton Zürich. Dichtestress herrscht hier nicht.

Auf Zentraleuropa gelegt offenbart sich die Grösse – Namibia würde von Amsterdam, Berlin über Warschau bis Rom reichen

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Thema von Anders Norén

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