Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

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Jeez – der Wecker schreit uns 0500 GMT wach. Auf, versäubert, gecheckt, ob wir Alles eingepackt haben, Tee ins Gesicht geworfen, nochmals gecheckt, ob wir Alles haben und raus aus dem Haus. Da wir uns gestern sogar gemerkt haben, wo wir den Audi in Belfasts Strassen deponiert haben, stellte das Auffinden desselbigen auch kein grösseres Problem dar. 

Belfast morgens um Sechs

Los geht’s

Wir hatten zwar ein Parkhaus, waren aber aufmerksam – das Parkhaus schliesst über Nacht und öffnet erst um Sieben, am Sonntag sogar erst um Zehn und als solcher könnte der Karfreitag durchaus gelten. Da wären wir schön angeschmiert gewesen. Aber wir waren ja göttinseidank achtsam, Achtsamkeit ist derzeit ja ohnehin total angesagt. 

Belfast, Strasse, Autobahn, Tompomat, gestreckter Galopp, Sonne geht auf, Ausfahrt, Tanken, Autobahn und schon waren wir am Flughafen von Dublin. Vorbei am Car rental return und rein ins Parkhaus,  wo wir den Wagen vor knapp zwei  Wochen ausgefasst haben. Falscher Ort. 3 € Dubbel-Gebühr, raus aus dem Parkhaus und doch zum Car rental return. Audi schweren Herzens dort gelassen – war ein gutes Auto. Niegelnagelneu, als wir ihn übernommen haben. Wir haben ihm einmal die Insel gezeigt. Knapp 2000 Kilometer später ist er nun nicht mehr ganz so neu und due to heavy rain auch mehr braun wie schwarz, aber ohne Dellen und Schrammen und anderen Spuren, welche über die übliche Abnützung hinausgehen.

Adieu Audi 🥺

Dublin Airport, Terminal 1

Meldung www.20min.ch

Soeben haben wir aus uns zugesendeten  Nachrichten und aus den Medien erfahren, dass es gestern in Derry zu Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem Nordirlandkonflikt gekommen ist, bei denen offenbar eine Frau erschossen wurde. Schlimm. Zwei Tage vor diesen Ausschreitungen horchten wir in den Strassen Derrys noch den Worten Paul Dohertys zum Bloody Sunday, nicht ahnend, dass eineinhalb Tage nach unserem Weggehen aus Derry der Nordirlandkonflikt wieder ein Opfer fordert. Hoffentlich erleben wir nun nicht den Beginn einer neuen Gewaltwelle in Nordirland. Dieses Ereignis gibt mir zu denken und wirft einen Schatten auf den Abschluss dieser tollen  Reise. Irland ist eine ausgezeichnete Reisedestination. Wunderbare Küsten und Landschaften, viel sehenswertes Kulturgut und überall nette, entspannte, humorvolle und hilfsbereite Leute.

Als wir vor zwei Wochen im Flughafen Zürich in der Center Bar sassen und ich die Destination Irland unserer Überraschungsreise erfuhr, hatte ich ausser den wenigen Cliché-Bildern keine wirkliche Ahnung, was wir in Irland antreffen würden. Mir haben vor allem die raue Atlantikküste, Glendalough und die prähistorischen Grabhügel gefallen. Vor allem an der Küste gäbe es noch einige Abschnitte, die sicherlich auch spannend zu erwandern wären. Etwas wehmütig bin ich, dass wir in keinem Pub waren, wo irische Volksmusik gespielt wurde. Aber vielleicht können wir dies ja nachholen, falls es eine zweite Begegnung mit der grünen Insel gibt.

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Thema von Anders Norén

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