Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

In den Tropen

08:40 Uhr, Park Regis: Singapore –  here we are again. Da werden Erinnerungen wach. Letztmals begann hier unsere Weltreise. Da werde ich gleich wehmütig. Vielleicht ist die melancholische Stim-mung auch der Tatsache geschuldet, dass ich trotz Doppelmeter horizontal keine Minute geschlafen habe im Flug und nun entsprechend übernächtigt res-pektive jetlagerig bin. Lag wohl daran, dass wir am Mittag in Zürich abgeflogen sind und es sich nachmittags um Vier nach der inneren Uhr schlecht schlafen lässt. Jetzt könnte ich wohl, aber das Hotelzimmer steht noch nicht bereit. Aber der Reihe nach.

Singapur: Modern und grün

Nach knapp zwölf Stunden Flugzeit oder 10‘500 km Kerosinverbrennen setzte die A380 auf Singapores Flughafen Changi auf. Obwohl wenig (Stefan), respektive gar nicht (ich) geschlafen, entstiegen wir der Maschine doch recht entspannt. Ein solcher Flug kommt definitiver angenehmer rein, wenn man sich nicht wie eine Sardine in der Dose fühlt.

Fliegender Beluga

Die Immigrations dauerte dann eine gute halbe Stunde. Aber wir sind ja nicht pressiert. Da nützte es auch nichts, dass unsere Koffer prioritybeschildert waren. Sie drehten auf dem Band des Baggage Claim fröhlich ihre Runden. Mit der MRT, der Metro also, verkehrt es sich in Singapore bestens, wie wir vom letzten Mal wussten. Komisch erschien uns nur, dass die grösste Banknote, die der Ticketautomat zu schlucken bereit ist, die Fünfdollarnote ist, was gerade mal CHF 3.50 entspricht. Und das ist einem Hochpreisland. Wir also zu einem Ticketschalter, wo ein Mitarbeiter der MRT sass. Dieser aber stellte uns nicht etwa zwei Fahrscheine aus, sondern wechselte uns lediglich eine Zehndollarnote gegen Kleingeld und schickte uns zurück an den Automaten. Auch o.K.

Auf dem Weg in die City mit der MRT

Die East West Line kennen wir ja bereits von unserem letzten Besuch, das Umsteigen auf die North South Line auch und bei der Clarke Quai stiegen wir damals auch stets aus. Und Metros sind überall auf der Welt Metros und die Welt ohnehin ein globales Dorf.

Du merkst, dass Du in Singapore bist, wenn Du aus einer Metro steigst und nicht mehr aus der Brille siehst, weil sofort beschlagen. Es ist dermassen feucht hier, dass sich die Hosen schon nach einer Minute anfühlen, als hättest Du soeben den Mekong durchwatet.

Jetzt sitzen wir in der komplett überföhnten Lobby eben des Park Regis. Hier drinnen drohen also Frostbeulen. Müde. Den Jetlag bodigt man am besten, indem man sich das Nachdenken über die momentane Urzeit am Abflugort kategorisch verbietet und sich sofort in den Tages- und Nachtrhythmus des Aufenthaltsortes hineinzwingt. Aber so ein kurzes Powernap wäre nun doch nett. Gegen ein bereitstehendes Zimmer hätte ich jetzt also nichts, zumal in der City tote Hose ist. In Bern läuft an einem Montagmorgen also definitiv mehr wie in Singapore. Sachen gibt es. Also stramm gesessen in der Hotellobby, Tagebuch und Blog führen, Fotos auf den Computer transferieren, aussortieren und resampeln, das Ganze dann kombinieren und rauf ins Web. So kriegen wir die Zeit bis Zimmer auch rum und das muss ja ohnehin sein, wenn Mann ein Tagebuch haben will.

Um Elf ist noch alles geschlossen

Es ist Elf. Also die Zeit, nicht der Elrond aus Herr der Ringe. Aber der ist ja eigentlich ohnehin Australier im richtigen Leben und derzeit wohl auch nicht in Singapore. Jedenfalls haben wir ihn nicht gesehen und ist das Zimmer ist auch nicht ready und Stefan will irgendwo Nudeln, weil hungrig. Kommt nun wieder der mit nicht viel los hier, ausser Luftfeuchtigkeit und Hitze. Die beiden haben sich also gewaschen und das müsste man auch, kaum setzt man einen Fuss vor die Tür. Am Singapore River hat es anständige Restaurants, aber die hatten eben noch nicht offen und so landeten wir in einem völlig versifften Takeaway in einem Hinterhof. Für knapp drei Stutz je kriegten wir zwei grosse Schüsseln mit Nudeln, einem rohen Ei drin – ist das schlau? – und Dumplings. Aus viel zu laut eingestellten Boxen ghettoblasterte uns „I want to know what love is“ entgegen. Das passte ganz gut, nicht wegen dem Songtext aus den Achzigern, sondern weil von den Foreigners. Und das waren wir in der Spelunke definitiv, wir waren nämlich die einzigen, welche augenfälligerweise nicht aus dem asiatischen Raum stammen.

Erfrischung im Pool garantiert

Zurück im Park Regis war das Zimmer. Also legte sich Stefan hin. Ich. Weiss. Ich. Darf. Nicht. Schlafen. Aber es war einfach zu verführerisch. Anschliessend gingen wir an den Pool. Aus e-Book lesen wurde nix. Ich schlief gleich weiter. Hoffe nun sehr, dann nicht in der Nacht wach zu liegen.

Trotz erneut aufflammender Müdigkeit zwangen wir uns nochmals auf die Gasse. Es lohnte sich. Im Gegensatz zum Mittagessen war das Nachtessen ein Hit. Stefan ergoogelte ein ausgezeichnetes Dumpling-Restaurant peripher von Chinatown. Einige Dumplings verinnerlicht, besuchten wir anschliessend das bunt beleuchtete Chinatown. Um Acht waren die Batterien dann allerdings leer. Morgen ist schliesslich auch noch ein Tag.

Gewusel in Chingatown

Dim Tai Fung: Mit einem Michelin Stern ausgezeichnetes taiwanesisches Teigtaschenrestaurant

Frisch gedämpfte Dumplings

Sri Mariamman Tempel bei Nacht

Der Tempel ist voll in Betrieb

Altes und neues Singapur

Chinesisches Stilleben

Wie umgedrehte Höhenkurven – Hotel Park Royal

Architektonisches Detail im Hotel Park Royal

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