Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Belpmoos – Amsterdam

Oh, weh mir! Welch Melancholie. Miserere nobis. Unser wunderbares Verdi-Projekt um das Requiem hat gestern mit dem dritten und letzten Konzert sein jähes Ende gefunden. Neun Monate intensives Üben und zack, zack, Ende, aus. Aber so ist das Leben. Offenbar.

Was also tun? Mit dem Kopf gegen die Wand schlagen? In grobe Sackleinen gehüllt und sich flagellierend auf blossen Knien an einen Kraftort pilgern? Eine Reise tun? … Eine Reise tun! Das ist eine so schlechte Sache gewiss nicht.

Also getan. Und dann erst noch ein Novum für uns, weil unsere BROMPTONs mitreisen. Oder wir auf ihnen. Und welches Land ist da prädestinierter als das Fahrradland der Niederlande?

Weniger ist mehr, Hedonismus ist hipp und wir unterdessen dergestalt

Packordnung. Die aufgeschnallte Transporttasche für das BROMPTON bleibt dann am Flughafen Schiphol

reisegestählt, dass wir fengs wissen, was es auf Reisen braucht und was nur Ballast ist. Alles, was wir auf einer zehntägigen Fahrradtour durch die Niederlande brauchen, muss in der T-Bag von BROMPTON Platz finden. Also ist „reduce to the max“ angesagt. Chichi muss zu Hause bleiben. Sieben Paar Schuhe: Nicht nötig. Ein zweites Paar Hosen. Wozu? Aus irgend einem Grund hat Mensch Funktionswäsche und Handwaschmittel erfunden. Fotokamera – 4 kg. Bleibt zu Hause. iPhone tut es auch. Was bleibt da noch? Eben. Geht.

Von Kehrsatz nach Belp – der Flughafen ist bereits in Sicht.

Zmorge in Belpmoos

Um Neun auf die BROMPTONs geschwungen, runter an die Aare und über den Dammweg rauf nach Wabern – und schon haben wir wohl mehr Steigung gemacht, als auf den 250 km in den Niederlanden. Uff. Dafür ist der Abstieg nach Bern-Belp dann toll in der sonntäglichen Morgensonne. Und bereits eine halbe Stunde nach Abfahrt von daheim sitzen wir an einem Tischchen vor dem Flughafen und nehmen Frühstück.

Die erste Etappe ist geschafft

Die BROMPTONs sind verpackt und bereit für die Flugreise

„Was, da sind Fahrräder drin?“ Die Dame beim Check-in studiert die Taschen. Also sie würde sich das Geld sparen und die Fahrräder das nächste Mal einfach als Gepäck einchecken. Gut, wissen wir das nun auch. Bei der Sicherheitskontrolle einen kurzen Schwatz mit dem Personal über das Reisen mit Fahrrädern – sie haben erkannt, dass es sich beim Handgepäck um Fahrradtaschen handelt – und schon sind wir beim Gate, welches wir für uns alleine haben. Fliegen ab Bern-Belp ist einfach das Beste. Keine Frage. Kein Stress, alles gemütlich und dennoch in Minuten abflugbereit.

Also bleibt Zeit für das Reisetagebuch aka Blog und so entstanden diese Zeilen eben noch in Belp. Also, liebe Leute, bald geht es weiter in Amsterdam.

Unsere Maschine von SkyWork ist eingetroffen. Im Huntergrund der Längenberg.

Die Engehalbinsel bei Bern

Angekommen in Amsterdam Schiphol

Amsterdam ist ja so weit weg nicht und alsbald setzte die Saab auch schon in Schiphol auf. Wir schauten dem Personal beim Ausladen zu. Das hätten wir besser nicht gemacht. Wozu bitte schön geben wir unsere BROMPTONs als Fahrräder auf und berappen dies mit CHF 240.– extra, wenn diese Affen die verpackten Fahrräder dann dermassen herumwerfen. Ich musste mich also beherrschen, nicht zur Maschine zurückzukehren und denen zu sagen, was ich von solchen Aktionen halte. %&*$£!!!

Das Schutzblech hinten schliff dann auf dem Rad, aber dank unserem BROMPTON-Flickkurs wussten wir, wie das zu beheben war. Mit den kleinen Handpumpen die Räder wieder auf ungefähr 6 bar aufgebretzelt und schon konnten wir los. Ist schon noch so merkwürdig, mit den eigenen Rädern ab einer Zieldestination loszufahren.

Windmühle gehört natürlich dazu…

Knapp eine Stunde später kurvten wir auch schon durch Amsterdam. Boah! Hat das Fahrräder hier. Da muss man also schon die Sinne etwas zusammenhaben.

Mit unserer funktionalen Kleidung nicht eben gerade elegante Zeitgenossen, sahen wir in der Lobby des noblen nh Collection dann schon sehr deplatziert aus. Das Personal zeigte sich auf jeden Fall hoch interessiert an den Fahrrädern und sie staunten, dass wir mit diesen von zu Hause hierhin gekommen sind.

In der Lobby des nh Collection

Und bald schon sassen wir bei einem Chardonnay an einer Gracht, lasen die NZZ am Sonntag und genossen die Abendsonne Amsterdams bei frühlingshaften Temperaturen. Das Leben ist gut!

Sonne, Amsterdam, Gracht, Chardonnay – so soll es sein!

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2 Kommentare

  1. Urs 9. April 2018

    Coole Sache… geniesst das Leben! Ihr habt so was von Recht. Viel Spass in den Niederlanden!

    • Stefan und Steffu 10. April 2018 — Autor der Seiten

      Danke, Urs. Und zum Wegtrainieren der Schoggi-Osterhasen ist die Reise erst noch nützlich :O)
      Häb‘s guet & bis gly
      Steffu

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