Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

34° C

Letzter Blick auf die Mezquita vor der Abreise

Boah – allmählich kriegen wir es zu spüren, wie weit südlich wir hier sind. Bereits morgens um Neun war es in den Gassen von Córdoba mehr als angenehm warm. Nach Kaffee und Croissant bei der Mesquita im Hotel ausgecheckt, die Koffer auf dem Kopfsteinpflaster quer durch die Innenstadt gescheppert, dass spätestens dann alle wach waren und den Wagen aus dem Parkhaus ausgelöst.
Unser erstes Ziel war die Burg Almódovar. Wir sahen diese bereits aus sechs Kilometern Distanz, so mächtig thront diese auf dem markanten Felsen hoch über der Ebene. Unterdessen war es so heiss, dass wir heilfroh waren, den Berg nicht zu Fuss erklimmen zu müssen. Erarbeiten mussten wir uns dies aber dennoch, die Gassen waren kaum breiter als der Wagen über den Seitenspiegeln. Ich kam da plötzlich unabhängig von der Hitze ins Schwitzen.

Castillo de Almodóvar del Rio

Die ehemals maurische Burg Almódovar ist so etwas wie das Säli Schlössli gob Olten in Grossformat. Will meinen, dass da wohl schon einmal eine hochmittelalterliche oder so Burg gewesen sein wird, heute schaut man irgendwelchen Historismus an. Sie haben dann auch noch einen Kerker eingerichtet und in einem vermeintlichen Verlies ein paar Skelette hingelegt, so für das Ambiente und so.

Mehr Enter- statt Infotainment

Und Ratten. Neben den Skeletten. Aha. Als halbwegs Geschichtskundiger stehen mir da die Haare zu Berg. Aber jänu. Die wollen das so. Und dann gab es da noch Excalibur. Ich vermeinte dieses in Britannien, der Bretagne oder meinetwegen noch in San Galgano, aber offenbar steckt das in Almódovar. Also trotz Hitze ran an das Schwert, vielleicht werde ich ja noch König. Aber war natürlich nichts. Vielleicht auch besser so. Spanien hat ja schon einen König und mit der aktuellen Streitfrage um Katalonien möchte ich mich nicht herumschlagen müssen.

Hat leider nicht zum König gereicht

Nach einer weiteren Stunde Fahrt, rund hundert Kilometern und einigen UV-Strahlen auf unsere Epidermen erreichten wir dann Sevilla. Der Verkehr war so dicht und die Sonne brannte dermassen unbarmherzig, dass wir zwei Kilometer vor dem Ziel gar noch das Dach an einer Ampel verschlossen. Im Gegensatz zu Córdoba, konnten wir hier einfach bis vor das Hotel fahren, allerdings wieder durch so enge Gassen, dass es dem Wagen beinahe die Schweinwerfer aus der Kühlerhaube drückte.
Das Hotelzimmer ist in einer Art Palacio, wie in „Vom Winde verweht“ auf spanisch, hübsch, aber wohl mit Gespenstern 👻 – wir werden sehen. Anschliessend verstauten wir den Wagen und fuhren mit den Scootern – sehen definitiv weniger cool aus als der BMW, sind aber in Innenstädten praktischer – unsere Wäsche in einen Waschsalon. Als diese gewaschen, getumblert, gefaltet und zurück ins Hotel verbracht war, fuhren wir noch zur berühmten Plaza d‘España. Wirklich schön, was sie da zu der Ibero-Amerikanischen Ausstellung von 1929 gebaut haben.

 

Eine der vielen dekorierten Nischen der Plaza de España

Nahe der Kathedrale entschieden wir uns lieber drinnen unter der Klimaanlage als draussen mit Wasserdüsen zur Abkühlung geduscht einige Tapas zu geniessen. Die Hitze wich wohliger Wärme als es dunkel wurde und die mächtigen Bauwerke, zauberhaften Plätze und belebten Gässchen wurde in das sanfte gelbe Licht der Strassenbeleuchtung getaucht. Zeit zurück in unseren Palacio zu finden.

Abendstimmung vor der Kathedrale

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