Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Rincón de la vieja

Nein, eine Hexe (la vieja) haben wir nicht gesehen. Die soll der Sage nach von einem Medizinmann der Region verflucht worden sein und Unterschlupf (rincón) im Krater des Vulkans gefunden haben. Was wir hingegen gesehen haben sind Fumarole und blubbernde Schlammlöcher, als wir heute den Nationalpark besucht haben.

Auch hier kann man der Geothermie bei der Arbeit zuschauen.

Obwohl die letzte grosse (plinianische) Eruption, die ein ähnliches Ausmass wie die antike Eruption des Vesuvs hatte, vor über 3500 Jahren stattgefunden hat, wird der Vulkan Rincón de la vieja heute immer noch als äusserst aktiv eingestuft. Wegen verschiedener kleineren Dampf- und und Ascheeruptionen ist der Kraterwanderweg seit geraumer Zeit geschlossen. Da der Wanderweg zum Krater lang und sicherlich beschwerlich gewesen wäre und der Vulkan wie so oft auf dieser Reise in dichten Wolken gehüllt war, waren wir nicht enttäuscht den gemütlicheren Weg durch den Urwald und in die hydrothermischen Felder zu nehmen.

Auch hier schwefelt es aus der Erde.

Es blubbert und qualmt

Über befestigte Wege erreichten wir die verschiedenen Heisswasserquellen, Fumarole und Schlammpfützen, die uns sehr an die Orte erinnerten, die wir in Neuseeland rund um Rotorua besucht hatten. Es ging nicht lange und so hatten wir auch den bekannten Geruch von faulen Eiern durch die entweichende Schwefelwasserstoff- und Schwefeloxiddämpfe in der Nase. Das Naturschauspiel war, auch wenn das ganze hydrothermische Gebiet war zwar nicht so gross und eindrücklich wie in Neuseeland, faszinierend zu beobachten.

Märchenreifer Baum

Die superdynamische Wurzel weicht auch Steinen aus.

Nebst vulkanischer Aktivität gab es auch die üppige Biodiversität des umgebenden Urwalds zu bewundern. Den Wanderweg säumten einige mächtige Würge-Ficusbäume, die durch ihre bizarren Formen den Wald ein verzaubertes Antlitz verliehen. In den Bäumen tummelte sich nebst Klammer- und Brüllaffen auch ein Ameisenbär auf der Suche nach leckeren Termiten. Nach unserem Führer Cippi in Belize sollen die nach Karotten schmecken. Wir hatten leider keine Zeit davon zu kosten.

Sauber verknotet – wenn Bäume Spässe machen.

Hoch in den Bäumen hat es lustige Gesellen.

Niedlich. Sieht fast so aus, als trüge er Hosenträger.

Mich laust der Aff: die Sache mit den Lianen funktioniert also – ist aber anstrengend.

Auf dem Weg zurück zur Hacienda machten wir noch kurz halt bei den Thermalquellen, die ebenfalls zum Gelände gehören. Nicht nur Touristen nutzen das heisse Wasser für ein wohltuendes Bad mitten in der Natur aus. Vor den Quellen befindet sich auch eine grosse Geothermieanlage des Costa Ricanischen Energieinstituts ICE, die die Energie des Vulkans zur Stromproduktion nutzt.

Da hätten wir schön geschaut, wenn wir diese Tiere so die Strasse hätten queren sehn.

Lustig, das Schild warnt vor dem Baum in der Strassenmitte – geschätzt eine Zehntelsekunde, bevor man reinkrachen würde.

Landleben pur auf der Hacienda

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Thema von Anders Norén

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