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Stefan & Steffu's travels

Auf nach Mordor

Da Frodo fast ganze drei Filme in epischer Länge benötigte um nach Mordor zu gelangen, machten wir uns heute erneut bereits kurz vor Acht auf, um die Zeit eben dazu gut nutzen zu können. O.K., ab Acht wäre auch Parkgebühr fällig geworden und im Voraus lässt sich diese nicht berappen.

Zuerst schien das Wetter wie angekündigt einzutrüben, aber je näher wir auf unserer 300 km langen Reise von Wellington an den Nationalpark kamen, desto schöner wurde es. Besser ist das sicher, schliesslich wollen wir Vulkane schauen.

Am frühen Nachmittag kamen wir an und der ‚Mount Doom‘ in unmittelbare Nähe. Keine Ahnung, was Frodo da so lange herumgewurstelt hat. Fairerweise muss man attestieren, dass er und seine Gefährten nicht über einen Toyota Corolla verfügten. Ein solcher hätte ihnen aber auch nicht so viel gebracht, weil man da nur zu fünft rein darf, selbst wenn man Hobbit und deshalb recht klein ist. Aber auch wenn sie kein Auto hatten, durch Moria hätten sie nun beim besten Willen nicht zu gehen brauchen um hierhin zu kommen, ist die Landschaft doch in alle Richtungen ganz pfleglich. Die Quittung kam bekanntlich auch prompt; Gandalf fiel beim Kampf mit dem Balrog in den Höhlen Morias ein tiefes Loch.

Pflegliche Landschaft auf dem Weg nach Mordor

Ein Loch ist leider auch unser Hotel hier, aber man kann nicht immer Glück haben. Nicht so schlimm, wir sind ja schliesslich hierhin gekommen, um Vulkane zu schauen und nicht für Wellness. Und so nahmen wir, kaum eingecheckt, auch gleich wieder reissaus und fuhren das kurze Stück nach Wakapapa Village, um uns einen Überblick über den Tongariro Nationalpark zu verschaffen und auch einen Blick auf die spannende Topografie zu werfen.

Der Tongariro Nationalpark, gleichsam UNESCO Weltkultur- und Weltnaturerbe ist der viertälteste Nationalpark der Welt und umfasst mit Mount

(2797 m), Mount Tongariro (1968 m) und Mount Ngauruhoe (2291m) gleich drei sehr aktive Vulkane. Der Ruapehu brach letztmals 2007 aus, Tongariro 2012 und Ngauruhoe nebst dem Dauerlodern als Saurons Mount Doom in Herr der Ringe letztmals 1975.

Dem Mount Ruapehu sieht man es gar nicht an, dass es sich bei ihm, schneebedeckt wie er ist, um einen sehr aktiven Vulkan handelt

Der Ngauruhoe ist ein sehr junger Vulkan, er existiert gerade mal seit rund 2500 Jahren, was aus geologischer Sicht sehr kurz ist und ist einer der aktivsten Vulkane der Erde überhaupt; allein im 20. Jahrhundert brach er 45 mal aus. Aber seit 1975 ist Ruhe, ab und zu raucht er etwas vor sich hin. Vorerst. Seines jugendlichen Alters und der häufigen Ausbrüche wegen sieht er genau so aus, wie man sich einen Vulkan eben vorstellt und das hat ihn wohl auch attraktiv gemacht für die Regisseure der Herr der Ringe Trilogie.

Lange hüllte sich der Ngauruhoe in dichte Wolken. Schliesslich gewährte er uns einen Blick auf ihn.

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Thema von Anders Norén

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