Exploring the world

Stefan & Steffu's travels

Great Barrier Reef

Wehret den Anfängern! Tja, das Great Barrier Reef ist weiter draussen im Meer, als ich gedacht hätte. Man hätte sich ja schlau machen können. Und die Überlegung stimmte also auch nicht, dass das grösste Riff der Welt die langen, niedrigfrequentigen Wellen abhält. Also die langen, langsamen Wellen, die ein Schiff gleichzeitig über die Längs- und Querachse rollen und drehen lässt und es dabei zudem von Bug bis Heck noch hebt. Das wären also drei gleichzeitig wirkende Vektoren. Und das Ganze eben so langsam, dass empfindsame Gleichgewichtsorgane nicht mehr mitkommen und die Segel streichen.

Mit dem Katamaran und 40 Sachen hinaus ins Riff

Ich hatte zwar ein vom Betreiber angebotenes Krassmedikament geschluckt, welches sich beim nachträglichen googlen als Scopolamin (!) herausgestellt hat, aber das wirkte zu wenig und meine Hochseetauglichkeit hatte ich bereits nach dem Segeln in der Karibik 2011 in Frage gestellt. Heute wurde mir dies wieder einmal bestätigt. Aber da ich ja von der Karibik her auch etwas Erfahrung mit Schiffen auf „Kotzkurs“ hatte, habe ich mich dann richtig verhalten und kam so einigermassen unbeschadet im Great Barrier Reef an, wo der unser Katamaran an eine schwimmende Plattform andockte.

Unsere Schnorchel- und Tauchplattform

Ganzkörper Quallenschutz

Einer von uns beiden noch etwas datterig auf den Beinen, zwängten wir uns in einen dünnen Ganzkörperanzug, bis wir aussahen, wie zu gross geratene, ungelenke Pinguine. Die Anzüge waren nicht etwa wegen dem kalten Wasser, dieses war sogar zum Plantschen anregend warm, sondern wegen den Quallen. Oder besser gesagt, gegen die Quallen. Hier hat es eben auch die ganz schlimmen Würfelquallen, also die, die dann gar keine Freude mehr machen. Dass wir richtig getan hatten, stellten wir fest, kaum waren wir im Wasser. An einem Punkt zählte ich 25 Quallen.

Nebst Quallen gab es jedoch auch Korallen und jede Menge Fische zu bestaunen. Ein grosser Napoleon-Lippfisch (entl. Maori wrasse) zog neugierig seine Runden zwischen den Schnorchelnden. Leider war es teilweise etwas schwierig sich einen Weg in der abgesteckten Schnocherlzone durch all die mehr oder weniger gekonnt schwimmenden Touristen zu bahnen. Für unseren Geschmack hatte es deutlich zu viele Leute bei diesem Ausflug mit dabei. Doch als sich alle aufs Mittagsbuffet stürzten, konnte man in aller Ruhe das Riffstück erkunden. Man musste sich einfach etwas antizyklisch verhalten.

Der Film startet erst, wenn Download abgeschlossen

Es ist sicherlich schwierig ein ökologisch sensibles Weltnaturerbe wie das Great Barrier Reef touristisch schonend zu öffnen. Dies erklärt wahrscheinlich, dass wir nur einen eingeschränkten Einblick in dieses wundervolle Ökosystem erhalten konnten. Hatte man Fragen, konnte man sich an die zwei Meeresbiologen wenden, die mit auf dem Schiff dabei waren. Erstaunlich war, dass das Ausbleichen und Absterben der Korallen hier offenbar weniger dramatisch empfunden wird, als man es sich von den Nachrichten her gewohnt ist. Der Klimawandel beeinflusst das geologisch gesehen eher junge Korallenriff – der sichtbare Teil ist ca. 12’000 Jahr alt – stark. Doch geht man hier davon aus, dass es sich einfach weiter nach Süden verschieben wird und sich wie die letzten paar 100 Millionen Jahre den Gegebenheiten anpassen wird.

Eintauchen ins Riff leicht gemacht

Die Rückfahrt nach Cairns war dann zum Glück etwas weniger holprig, als die Hinfahrt. Es blieb Zeit noch im Nachtmarkt nach etwas Essbaren Ausschau zu halten.

Fester Boden (Cairns) in Sicht!

Jetzt ist 22 Uhr, ich habe Wasser gesoffen wie eine Kuh, liege auf dem Bett und dieses scheint sich zu bewegen – Scopolamin …

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1 Kommentar

  1. Lulu 22. Dezember 2016

    Malgré l’effort,cela a du être très beau à voir…sous l’eau.j’ai bien rit en voyant le costume.lulu

Antworten

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