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Stefan & Steffu's travels

Vịnh Hạ Long is calling

Vịnh Hạ Long

Vịnh Hạ Long

„Vịnh Hạ Long is calling every night and every day. Here I am your special island, come to me, come to me.“ So höre ich es hier in der Halong Bay stets im Hinterkopf leise singen.

Aber beginnen wir zeitlich korrekt. Am Morgen wurden wir von Phuong und dem Fahrer beizeiten im Hotel abgeholt und wir waren dann doch froh, dem smogverpesteten Moloch Hanoi ent-schwinden zu können. Unsere Bronchien sollten es uns danken, allein sie mussten sich gedulden, dauerte es doch fast zwei Stunden, bis der Verkehr dann endlich etwas nachliess. Die Fahrt nach dem rund 170 km entfernten Halong dauerte über drei Stunden, weil die Strasse durch einige Städte und Dörfer führte und zudem reich gesegnet war mit Schlaglöchern.

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Beim Einpflanzen der Perlenkeime zum Züchten von Perlen

Auf dem Weg legten wir zwei Stopps ein. Das erste Mal um eine Werkstädte für Kunsthandwerk zu besuchen, etwas später eine Perlenproduktion. Letztere war spannend und die Kurzführung endete – selbstverständlich – in einem Shop auf sicher 1000 m2, in welchem Perlen in allen denkbaren Formen und Preislagen käuflich erworben werden konnten. Das liessen wir dann aber bleiben, weil wir in Perlenketten sicherlich doof aussähen. Irgendwie.

Unser zu Hause für zwei Tage

Unser zu Hause für zwei Tage

Das Schiff der Reederei Indochina Sails war sehr edel, ein bisschen wie in „Vom Winde verweht“, mit Teak und Lametta und allem. Noch schöner aber sind die Kalkfelsen des UNESCO-Weltnaturerbes Vịnh Hạ Long, welche mehrere hundert Meter aus dem Meer ragen. Davon gibt es insgesamt fast 2000.

Begrüsst wurden wir von Guong, dem Schiffsreiseleiter, der uns das Tagesprogramm auf Englisch erklärte, bevor wir unsere geräumige Koje 107 bezogen. 
Um 13.00 Uhr gab es dann einen ausgezeichneten Lunch, der für uns allerdings etwas zu meerestierlastig war. Da sich unsere Mägen von Hanoi her jedoch bereits etwas angepasst hatten, ging auch das. Und Quallen waren heute nicht dabei.

Beim Lunch auf dem Schiff - uns beiden gefällts

Beim Lunch auf dem Schiff – mir gefiel es besser als dem Alien in meiner Linken

Den Nachmittag verbrachten wir auf den Sonnendeck, das sich über die ganze Schiffslänge hinzog. Während es am Hafen noch leicht nieselte, verzogen sich die Wolken je weiter wir in die Buchten mit den malerischen Kalkfelsen tuckerten. So konnten wir die Landschaft auch noch bei Sonnenschein geniessen.

Vịnh Hạ Long - wunderbare Welt im Meer

Vịnh Hạ Long – wunderbare Welt im Meer

Um halb Fünf stand der Besuch eines Fischerdorfes auf dem Programm, zu dem wir mit einem Beiboot hingefahren wurden. Wir wurden dort in kleine Holzboote umplatziert, mit denen wir durch die schwimmende Siedlung gerudert wurden. Wir kamen uns etwas blöd vor, den Leuten beim Leben zuzuschauen, zumal wir auch kein Geld mitgenommen hatten und daher kein Trinkgeld geben konnten, was eigentlich erwünscht gewesen wäre. Wie wir am Tag darauf von unserer Reiseleiterin erfuhren, handelte es sich bei diesem Dorf nur um eine Touristenattraktion. Die Leute der vielen Fischerdörfer wurden wegen den Auflagen des UNESCO-Welterbes zwangsumgesiedelt. Die Leute in dem Fischerdorf waren also dazu angestellt, begafft zu werden. Das fühlte sich nicht so gut an.

Wie es sich hier wohl wohnt?

Wie es sich hier wohl wohnt?

Zurück auf dem Schiff konnte man vor dem Abendessen zum Apéro unter Anleitung selber Frühlingsrollen drehen. Dabei lernen wir auch die nette Besatzung und Mitreisenden etwas besser kennen. Wir machten gute Bekanntschaft mit einem Schweizer Paar und zwei Amerikanern aus San Francisco. Mit letzteren tauschten wir dann noch die Koordinaten aus, um sie im Januar zu treffen.

Abendstimmung auf Vịnh Hạ Long vom Deck aus

Abendstimmung auf Vịnh Hạ Long vom Deck aus

Eigentlich wäre am folgenden Morgen ein Badeausflug zum Strand geplant gewesen, dem auch einige Gäste des Schiffs anschlossen. Da es jedoch regnete, entschieden wir auf dem Schiff zu bleiben und uns auf einem Liegestuhl im gedeckten Bereich des Sonnendecks von der friedlichen Natur und den sanften Wellen in ein kleines Schläfchen wiegen zu lassen. Bald schon hiess es aber Abschied nehmen. Hier hätten wir es also noch eine Weile ausgehalten.

Phuong und der Fahrer erwarteten uns bereits am Ufer und so nahmen wir die etwas mühselige Rückfahrt und damit den Weg zum Flughafen Hanoi in Angriff. Der Aufwand nach Halong und zurück war zwar gross, aber die Mühe definitiv Wert. Vịnh Hạ Long is calling …

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